Beim »Reflektor«-Festival dürfen sich Künstler:innen mit einem eigenen künstlerischen Programm in der Elbphilharmonie austoben. Mit dabei waren schon Laurie Anderson, Nils Frahm, Angélique Kidjo, Bryce Dessner u.a. Auf dieser Seite gibt es eine Übersicht aller Reflektoren.
International gefragt als Jazzpianist und Komponist, kehrt Brad Mehldau immer wieder gern an die Elbe zurück. 2017 weihte er den Großen Saal in den Jazz ein, nun gestaltet er ein eigenes »Reflektor«-Festival.
Ob auf Deutsch, Englisch oder Französisch: Sophie Hunger versteht es, ihren einzigartigen Klang und die Eigenheiten der jeweiligen Sprache miteinander verschmelzen zu lassen. Das macht die Schweizerin zu einer der interessantesten Singer-Songwriterinnen Europas. Ein Wochenende lang bespielte sie die Elbphilharmonie mit Band, Orchester, Film, Literatur und vielen Gästen.
Jazz, Rock, Noise und dabei oft in Protestlaune: Gitarrist Marc Ribot stand mit Stars vieler Genres auf der Bühne und hat zahlreiche eigene Bandprojekte auf die Beine gestellt. Gemeinsam mit Ceramic Dog, Los Cubanos Postizos, Thumbscrew, Rootles Cosmopolitans und musikalischen Freund:innen war Ribot erstmals an einem Wochenende zu erleben.
Der Kunst-Entdeckungsreisende André Heller brachte für sein Reflektor-Festival Musiker:innen aus allen Genres zusammen und kuratierte fantasievolle Kombinationen. Mit Camilla Nylund und Angélique Kidjo, jüdischer Sakral Musik, den Besten aus Wien, Songwriterlegende Jimmy Webb und vielen mehr.
Mit seinem ebenso natürlichen wie unverwechselbaren Gitarrenklang gehört Bill Frisell zu den einflussreichsten Jazzmusikern des 21. Jahrhunderts. Als uramerikanischer Künstler fühlt er sich aber auch im Folk zu Hause. Bei dem von ihm kuratierten Festival trat er in verschiedenen kleinen Besetzungen auf, etwa im Duo mit dem Trompeter Ambrose Akinmusire.
Bei ihren bisherigen Auftritten brachte Angélique Kidjo die Elbphilharmonie stets zum Kochen: 2023 gestaltete die vierfach Grammy-prämierte Starsängerin ein eigenes Festival und brachte gleich mehrere der besten jungen, aus Afrika stammenden Sängerinnen mit.
John Zorn ist ein Kreativitätskraftwerk. In einem steten Schaffensstrom quillt aus ihm Musik in einer sehr breiten Skala von swingendem Jazz über brachialen Noise bis zu zartesten Klängen, zwischen minutiös ausgearbeiteter Komposition und komplett freier Improvisation. An vier Tagen präsentierte er 2022 wesentliche Facetten seines Schaffens.
Als Tochter des berühmten Sitar-Virtuosen Ravi Shankar wurde Anoushka Shankar ihre Begabung in die Wiege gelegt. Doch vom übermächtigen Vorbild hat sie sich durch ihre Vielfalt längst emanzipiert. Bei ihrem »Reflektor« gestaltete sie gemeinsam mit langjährigen Weggefährten über vier Tage das Programm in der Elbphilharmonie.
Max Richter und Yulia Mahr erhielten als »Reflektor«-Künstler für einige Tage die Schlüssel zur Elbphilharmonie. Der Komponist, Pianist und Produzent wird für seine minimalistischen Soundscapes und seine bewusst reduzierten, tranceartigen Klavierstücke weltweit von einer gigantischen Fancommunity verehrt.
»The most beautiful sound next to silence« – unter diesem Slogan gründete Manfred Eicher 1969 das Label ECM Records. Bis heute nimmt es in der Musikwelt eine Sonderstellung ein, insbesondere für ästhetisch vollendeten Jazz und klanglich überwältigende Klassik. Namen wie Keith Jarrett, Pat Metheny oder Arvo Pärt sind untrennbar mit Eichers Haus verbunden. 2020 erhielt er für einige Tage die Schlüssel zur Elbphilharmonie.
Er gehört zu den angesagtesten Klangerfindern der Gegenwart: Der Pianist Nils Frahm gastiert nicht nur in Clubs und auf Festivals, sondern auch in den größten Konzerthäusern – wie bei seinem »Reflektor«-Wochenende, zu dem er zahlreiche illustre Gäste einlud.
Ob als Performance-Künstlerin, Musikerin oder Regisseurin – was immer Laurie Anderson anfasst, wird zum kreativen Kunstwerk. An dem von ihr kuratierten »Reflektor«-Wochenende zeigte sie zusammen mit Freunden die ganze Vielfalt ihrer Talente.
Ein eigenes Wochenende in der Elbphilharmonie zu kuratieren – diese Ehre kann nur Künstlern zuteil werden, die eine Extraportion Originalität mitbringen. Das gilt etwa für den israelischen Jazzpiano-Derwisch und virtuosen Improvisationsweltmeister Yaron Herman.
Auch Bryce Dessner sitzt, steht und spielt gerne zwischen allen Stühlen. Seit den 2000ern begeistert er Indie-Fans als Gitarrist der Band »The National«; auch als profilierter Komponist von Orchester-, Film- und Kammermusik hat er auf sich aufmerksam gemacht.