Livestream in 11 Tagen
am 19.5.2021 um 20 Uhr

Veronika Eberle & Kent Nagano

Musikfest 2021: Die berühmte Geigerin und das Philharmonische Staatsorchester Hamburg präsentieren eine Uraufführung des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa und Brahms’ Dritte Sinfonie.

Ein Höhepunkt des digitalen Musikfests steht mit der Uraufführung von Toshio Hosokawas Violinkonzert »Genesis« auf dem Programm. Der gebürtige Japaner gilt als der bekannteste lebende Komponist seines Heimatlandes. Seine Werke sind in vielen großen Konzert- und Opernhäusern zu hören. Auch in Hamburg kennt man ihn spätestens seit der Aufführung seiner eindrucksvollen Oper »Stilles Meer« über die Atomkatastrophe in Fukushima. In seinen Kompositionen verbindet Hosokawa traditionelle japanische Musik mit der Musiksprache der westlichen Moderne – »Musik, die sich einlässt auf die verschwindende Zeit und im Einklang steht mit dem Vergänglichen«, wie er es selber beschreibt. Für die Weltpremiere seines neuen Violinkonzertes kehrt die Star-Geigerin Veronika Eberle in die Elbphilharmonie zurück.

Weiter geht es mit Johannes Brahms – denn was wäre ein Musikfest in Hamburg ohne einen der bedeutendsten Komponisten der Hansestadt? »Ich bekomme Sehnsucht, wenn ich an Hamburg denke, und fühle mich immer besonders glücklich, wenn ich dort bin«, schrieb der im Hamburger Gängeviertel geborene Komponist aus seiner späteren Wahlheimat Wien. Wie passend also, dass sich das Philharmonische Staatsorchester – der dienstälteste Klangkörper der Hansestadt – zusammen mit seinem Chefdirigenten Kent Nagano einem Brahms-Zyklus widmet. Nach ihrem fulminanten Erfolg beim Rathaus-Open-Air 2019 mit dessen Erster Sinfonie spielen die Musiker nun die Dritte Sinfonie des Romantikers – ein Werk, »bei dem einen das Herz aufgeht«, schwärmte einst sein Kollege Antonín Dvořák.

Hinweis: Alle Konzerte des Internationalen Musikfests 2021 stehen als kostenlose Streams zur Verfügung und sind nach der Erstausstrahlung für den gesamten Festivalzeitraum abrufbar.

Alle Konzerte des Musikfests 2021 auf einen Blick.

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Claudia Höhne
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Claudia Höhne
Kent Nagano Kent Nagano © Claudia Höhne
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Claudia Höhne

Besetzung

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Veronika Eberle
Violine
Dirigent Kent Nagano

Programm

Toshio Hosokawa
Genesis / Konzert für Violine und Orchester (Uraufführung) / Kompositionsauftrag von Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Hong Kong Sinfonietta, NHK Symphony Orchestra, iroshima Symphony Orchestra, Prager Rundfunk-Sinfonieorchester (SOČR) und Grafenegg Festival

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

PHILHARMONISCHES STAATSORCHESTER HAMBURG

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg © Felix Broede
  • Über das Orchester

    Das Philharmonische Staatsorchester ist der dienstälteste Klangkörper der Stadt und ist dem Hamburger Publikum nicht nur durch sein umfassendes Konzertprogramm in der Elbphilharmonie, sondern auch aus jährlich rund 200 Opern- und Ballettvorstellungen in der Staatsoper Hamburg bekannt. Seit über 190 Jahren prägt das Orchester den Klang der Hansestadt. Gegründet als »Philharmonische Gesellschaft« wurde es im 19. Jahrhundert zum Treffpunkt bedeutender Musiker wie Johannes Brahms, Franz Liszt und Clara Schumann. Am Pult standen Künstlerpersönlichkeiten wie Piotr I. Tschaikowsky, Richard Strauss, Gustav Mahler und Igor Strawinsky.

    Nachdem das Orchester 1908 mit einem Festkonzert die berühmte Hamburger Laeiszhalle eröffnete, wurde es im 20. Jahrhundert unter anderem von Wolfgang Sawallisch, Gerd Albrecht und Ingo Metzmacher geprägt. Im Sommer 2015 übernahm der erfolgreiche amerikanische Dirigent Kent Nagano das Amt des Chefdirigenten des Philharmonischen Staatsorchesters und gleichzeitig des Hamburgischen Generalmusikdirektors. Neben der Fortführung der traditionellen Philharmonischen Konzerte initiierte er mit der »Philharmonischen Akademie« eine neue und experimentierfreudige Konzertreihe, die vom ebenfalls neuen Format »Musik und Wissenschaft« ergänzt wird – eine Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft.

    Neben ihren Diensten in der Oper und der Elbphilharmonie widmen sich die Musikerinnen und Musiker des Orchesters auch der Musikvermittlung und begeistern ihr junges Publikum mit Kindergarten- und Schulbesuchen, Kindereinführungen und Familienkonzerten.

Kent Nagano – Dirigent

Kent Nagano
Kent Nagano © Felix Broede
  • Über Kent Nagano

    Als »unaufdringlichen Star unter den Dirigenten« betitelte ihn »Die Zeit«: Kent Nagano gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Musikszene. Der gebürtige Kalifornier mit japanischen Wurzeln hat sich insbesondere als Experte für die großen Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht. Seit 2015 ist er Hamburgischer Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters – zwei Ämter, in denen er einmal mehr unter Beweis stellt, dass er nicht nur auf die großen Konzertbühnen gehört, sondern auch ein hervorragender Operndirigent ist. Mit seinem visionären Verständnis von Klang hat der mehrfache Grammy-Gewinner die ohnehin schon große stilistische Breite des Hamburger Orchesters nochmals erweitert.

    Als Ehrendirigent ist Kent Nagano gleich mehreren renommierten Orchestern verbunden, darunter das Concerto Köln, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und seit Frühling 2021 auch das Orchestre symphonique de Montréal, dessen Leitung er über 14 Jahre lang innehatte. Während dieser Jahre war er zudem Chefdirigent beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie anschließend von 2006 bis 2013 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Höhepunkte der vergangenen Saisons in Hamburg waren Aufführungen von Alban Bergs »Lulu« und George Benjamins »Lessons in Love and Violence« sowie einige viel beachtete Uraufführungen wie Toshio Hosokawas Oper »Stilles Meer« und Jörg Widmanns Oratorium »Arche« anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten der Elbphilharmonie im Januar 2017.

Veronika Eberle – Violine

Veronika Eberle
Veronika Eberle © Felix Broede
  • Über Veronika Eberle

    »Lass dir Zeit«, hat ihr Mentor Sir Simon Rattle ihr einst gesagt. Gerade einmal 16 Jahre alt war Veronika Eberle, als sie gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern unter Rattles Leitung bei den Salzburger Osterfestspielen 2006 Beethovens Violinkonzert spielte. Dass sich die inzwischen weltbekannte Geigerin diesen Leitsatz bis heute zu Herzen nimmt, lassen ihre bedachten und wohl ausgewählten Konzertprojekte vermuten.

    Mit ihrem Auftritt in Salzburg erregte die in Bayern geborene Musikerin internationale Aufmerksamkeit und etablierte sich fortan auf den großen Konzertbühnen der Welt. Für ihr außergewöhnliches Talent und ihre musikalische Reife genießt sie bei den weltweit besten Orchestern sowie bei einigen der bedeutendsten Dirigenten großes Ansehen.

    Zu den Höhepunkten der vergangenen Jahre zählen Zusammenarbeiten mit dem London Symphony Orchestra, dem Concertgebouworkest Amsterdam unter Heinz Holliger, dem New York Philharmonic unter Alan Gilbert und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski. Mit Kent Nagano verbindet die Star-Geigerin schon eine lange künstlerische Partnerschaft, zu der in Hamburg unter anderem die umjubelte Aufführung von Alban Bergs berühmten Violinkonzert »Dem Angedenken eines Engels« im Rahmen einer Neuproduktion von dessen unvollendeter Oper »Lulu« an der Staatsoper gehörte.

    Veronika Eberle spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1693.

Gefördert durch die Kühne-Stiftung, die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, die Stiftung Elbphilharmonie und den Förderkreis Internationales Musikfest Hamburg

Mediathek : Weitere Beiträge

Video abspielen

: Internationales Musikfest Hamburg

Vom 6. Mai bis 6. Juni 2021 liefert das digitale Festival zahlreiche Konzerthighlights aus der Elbphilharmonie.

Der Tod und das Mädchen
Video abspielen

Video on Demand vom 8.5.2021 : Der Tod und das Mädchen

Musikfest 2021: Die unkonventionelle Geigerin Patricia Kopatchinskaja präsentiert gemeinsam mit der Camerata Bern einen düster fantasievollen Konzertfilm.

Paavo Järvi & NDR Elbphilharmonie Orchester
Video abspielen

Video on Demand vom 8.5.2021 : Paavo Järvi & NDR Elbphilharmonie Orchester

Musikfest 2021: Der estnische Stardirigent und das Orchester präsentieren Tschaikowskys hochromantische Streicherserenade und die selten zu hörende Zweite Sinfonie von Carl Nielsen.