Video on Demand vom 1.5.2020
verfügbar bis 1.5.2025

Elbphilharmonie Sessions: João Barradas

Der Akkordeonist spielt ein Arrangement des Stücks »Otoño Porteño« von Astor Piazzolla.

Der Künstler

Das Akkordeon ist das wichtigste Instrument der Volksmusik vieler Länder und zugleich bekannt für das Spiel großer, wehmütiger Melodien – etwa im argentinischen Tango. Doch der portugiesische Akkordeonist João Barradas beweist, dass es auch im Jazz eine gute Figur macht. Er gehört zu den vielversprechendsten Künstlern der jüngeren Generation und bewegt sich federleicht zwischen Klassik, Jazz und Improvisation. Barradas gewann zahlreiche Preise, tritt in den renommiertesten Konzerthäusern der Welt auf und hat mit vielen Jazzgrößen zusammengespielt. In der Elbphilharmonie debütierte er Anfang 2020 in der Reihe »ECHO Rising Stars«.

João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger
João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger
João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger
João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger
João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger
João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger
João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger
João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger
João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger
João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger
João Barradas João Barradas © Gesche Jaeger

Die Musik :Astor Piazzolla: Otoño Porteño

»En la Argentina se puede cambiar todo menos el tango« – »In Argentinien kann man alles ändern, nur nicht den Tango«, sagte Piazzolla zu seinen frühen Versuchen, den Tango zu modernisieren. Mittlerweile gilt der argentinische Musiker und Komponist als König des »Tango Nuevo«, wird als Jahrhundertbandoneonist und Provokateur bezeichnet, der die leidenschaftlich-temperamentvolle Musik aus Südamerika revolutionierte. Er hauchte dem traditionellen Tango frisches Leben ein, reicherte ihn mit neuen Harmonien, kantigen Melodien und Jazzelementen an und machte ihn mit Merkmalen aus Klassik, Rock und Pop bekannt. 

Mit seinen »Cuatro Estaciones Porteñas« schuf er ein lateinamerikanisches Gegenstück zu Antonio Vivaldis »Vier Jahreszeiten«. Die Stücke beschreiben einfühlsam, wie Argentinier die Jahreszeiten in ihrer Hauptstadt erleben. Sie waren jedoch nicht von vornherein als Zyklus geplant – Ausgangspunkt war das Stück Verano porteño (Sommer in Buenos Aires), das 1965 als Begleitmusik zu einem Theaterstück geschrieben wurde. Erst vier Jahre später kam das Stück Otoño Porteño (Herbst in Buenos Aires) hinzu, 1970 dann die beiden weiteren Sätze, Primavera Porteña und Invierno Porteño (Frühling und Winter in Buenos Aires).

Der Ort

Früher wurden im Kaispeicher Waren über die sogenannten Ladeluken direkt von den Schiffen ins Lagerhaus geladen. Heute befinden sich hier die Kaistudios, in denen die Elbphilharmonie Instrumentenwelt und die vielfältigen Musikvermittlungsprogramme zu Hause sind. Das größte Kaistudio ist das Kaistudio 1, der dritte Saal der Elbphilharmonie. In dem luftigen Raum finden Konzerte, experimentelle Musik, Vorträge und Workshops für bis zu 150 Besucher statt.

Kaistudio 1
Kaistudio 1 © Maxim Schulz

Zur Reihe

Für die Elbphilharmonie Sessions nehmen Künstler exklusive Musikvideos in Elbphilharmonie und Laeiszhalle auf – manchmal auch abseits der Bühnen, an ungewöhnlichen Orten. So sehen die Konzerthäuser von innen aus. Und so klingen sie.

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Text: Anastasia Päßler (Stand 30.04.2020)

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