NDR Elbphilharmonie Orchester / Nils Mönkemeyer / Matthias Pintscher

Kurtág: Petite musique solennelle & Stele / Ruzicka: Konzert für Viola / Pintscher: Idyll – NDR das neue werk

Dieses Konzert liegt in der Vergangenheit! 10 | 17 | 36 | 52 | 57
Dieses Konzert liegt in der Vergangenheit! 10 | 17 | 36 | 52 | 57
Nils Mönkemeyer
Nils Mönkemeyer © Irène Zandel

Schon immer zeichnet sich das Werk des Ungarn György Kurtág, dessen Schaffen die Elbphilharmonie in dieser Saison einen Schwerpunkt widmet, durch äußerste Konzentration und expressive Verdichtung aus. Exemplarisch zeigen das die Kompositionen in diesem Konzert der Reihe NDR das neue werk. Mit der »Petite musique solennelle« gratulierte Kurtág 2015 zum 90. Geburtstag von Pierre Boulez; »Stele« widmete er seinem Komponistenfreund András Mihály im Jahre 1994. Die drei Sätze von »Stele« umfassen nur 13 Minuten, doch in dieser Kürze entfaltet sich eine Expressivität von großer, mitreißender Komplexität. In einer seiner seltenen konkreteren Aussagen zur eigenen Musik sprach Kurtág bei »Stele« einmal von seiner Assoziation eines »verwundeten Kämpfers auf dem Schlachtfeld, der nichts anderes wahrnimmt als den sehr klaren, sehr blauen Himmel – und nichts ist wichtiger als dieser Himmel«.

Seit Jahren und mit nicht nachlassender Faszination beschäftigt sich Peter Ruzicka mit der Konzertform, der Gegenüberstellung von Soloinstrumenten und Orchester. Mit dem Violakonzert »Derpart« ist nun eine weitere Etappe erreicht. Diesmal tritt die Solobratsche in Dialog mit dem großen Klangkörper. Es ist eine »Trauermusik« zum Gedenken an Paul Celan, wie der Komponist schreibt: eine Musik changierend »zwischen rauschhaftem Aufbegehren und verstummender musikalischer Gestalt«.

»Idyll« hat Matthias Pintscher 2014 für das Cleveland Orchestra komponiert und zur Uraufführung selbst einige einführende Worte gegeben. »Es geht in dem Stück um das Atmen von Resonanzen, um das Verklingen – mit der ganzen Sehnsucht, die damit verbunden ist. Jeder Ton stirbt, weil er an den Atem gebunden ist, und dann muss man neu einatmen … Es entsteht eine Musik von großer Helligkeit und Leichtigkeit, von Perspektive und Hoffnung getragen. Wie in dem Traum, ein Vogel oder schwerelos zu sein, geht es um die Sehnsucht nach Leichtigkeit, um Visionen von Licht, Inspiration und klaren Formen.«

Besetzung

NDR Elbphilharmonie Orchester

Nils Mönkemeyer Viola

Dirigent Matthias Pintscher

Programm

György Kurtág
Petite musique solennelle / en hommage à Pierre Boulez 90

Matthias Pintscher
Idyll

– Pause –

Peter Ruzicka
Konzert für Viola und Orchester »Depart«

György Kurtág
Stele für großes Orchester op. 33

Einführung

mit Harald Hodeige

19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

Veranstaltungsende

ca. 21:50 Uhr

Reihe

NDR das neue werk

Schwerpunkt

György Kurtág

Veranstalter: NDR

Rund um die Veranstaltung

Elbphilharmonie Plaza

Rundumblick auf der Aussichtsplattform ab zwei Stunden vor dem Konzert

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Konzertgastronomie

Vor dem Konzert und in den Pausen

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