Elbphilharmonie Visions

Eine Biennale mit Musik für das 21. Jahrhundert.

Die Musik des 21. Jahrhunderts ist nirgendwo so zu Hause wie in einem Konzertsaal des 21. Jahrhunderts. Diese einfache Erkenntnis hat die Elbphilharmonie von Beginn an in die Tat umgesetzt; Werke zeitgenössischer Komponisten werden vergleichsweise oft und mit großer Begeisterung und Resonanz gespielt. Nun bekommt sie sogar ein eigenes, neues, zehntägiges, alle zwei Jahre stattfindendes Festival: Elbphilharmonie Visions. Wesentlich getragen wird es musikalisch vom NDR Elbphilharmonie Orchester und seinem Chefdirigenten Alan Gilbert, Verstärkung kommt von weiteren ARD-Rundfunkorchestern und hochkarätigen Gästen.

Raus aus der Nische und mitten rein ins Konzertleben, dieses Verständnis von zeitgenössischer Musik pflegt auch Alan Gilbert, der Initiator des neuen Festivals: »Alles, was heute weltweit komponiert wird, ist doch ein Spiegel der Gesellschaft, in der wir leben«, bekräftigt er. »Das Hamburger Publikum bekommt so die Chance, innerhalb weniger Tage viele Stücke zu hören, die in Städten rund um den Globus uraufgeführt wurden und die wir für besonders bedeutend halten. Eine Art Momentaufnahme der gegenwärtigen Musikwelt.«

Das Programm konzentriert sich auf Werke, die seit der Jahrtausendwende komponiert wurden, und räumt mit längst überholten Vorurteilen auf: »Viele Menschen glauben, zeitgenössische Musik spreche nicht zu ihnen. Dabei ist die Bandbreite heutiger Stile so riesig, dass es unmöglich ist, hier zu verallgemeinern«, so Gilbert.

»Musik ist so reich und vielfältig wie die Menschheit selbst.« Das gilt auch für die Werke von Lisa Streich. Die 35-jährige Schwedin ist die erste Trägerin des Claussen-Simon-Kompositionspreises der gleichnamigen Stiftung. Damit verbunden ist eine Auftragskomposition, die im Abschlusskonzert des Festivals ihre Uraufführung feiert – und Elbphilharmonie Visions ganz nah an die Gegenwart heranholt.

Gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung