NDR Elbphilharmonie Orchester / Ingo Metzmacher

Bruckner: Messe Nr. 1 / Schönberg: Die Jakobsleiter – mit dem NDR Vokalensemble, dem MDR-Rundfunkchor und Gesangssolist:innen

Tickets ab € 29 15 | 29 | 54 | 79 | 92
Ingo Metzmacher
Ingo Metzmacher © Felix Broede
Michael Nagy
Michael Nagy © Gisela Schenker

Verbindung zu Gott

Ingo Metzmacher ist einer der großen Entdecker unter den Dirigenten. Unermüdlich erkundet er neue und wenig bekannte Bereiche des Repertoires. Seine Neugier hat ihn schon während seiner Zeit als Generalmusikdirektor in Hamburg zwischen 1997 und 2005 ausgezeichnet. Und die prägt auch das vokalsinfonische Programm, mit dem er im November ans Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters zurückkehrt. Einen Tag vor seinem 67. Geburtstag dirigiert Metzmacher zwei selten aufgeführte Werke zweier Jubilare aus Romantik und Moderne mit rundem Geburtstag 2024 – und füllt die Bühne im Großen Saal mit einer opulenten Besetzung, die neben dem Orchester auch den MDR-Rundfunkchor sowie neun Solistinnen und Solisten umfasst.

Vier davon singen die Solopartien in der Messe Nr. 1 von Anton Bruckner, der am 4. September seinen 200. Geburtstag gefeiert hätte. Es ist jenes Werk, mit dem er seinen ersten großen Erfolg bei Publikum und Kritik feierte. Sie sei »das Ausgezeichnetste, was seit langem in diesem Fache geleistet wurde«, jubelte der Linzer Abendbote. Eine andere Zeitung befand, Herr Bruckner habe mit der Messe auch »seine Begabung für den höheren Stil, die Sinfonie bewiesen«. Genau dieser Eindruck drängt sich auch aus heutiger Perspektive auf: dass wir in dem Werk bereits Züge jenes Stils erkennen, der uns aus den später entstandenen Sinfonien von Bruckner vertraut ist. Die riesigen Steigerungsbögen, die dichten Harmonien und ein Klang, der gerade durch die Blechbläser immer wieder eine feierliche Note bekommt.

Einen ganz anderen Zugang zum Glauben und einen ganz anderen Ton offenbart »Die Jakobsleiter« von Arnold Schönberg, der im September 2024 150 Jahre alt geworden wäre. Dieses unvollendet gebliebene Oratorium ist von einer Erzählung aus dem Alten Testament inspiriert, in der Jakob, der Enkel Abrahams, von einer Himmelsleiter träumt. Sie steht auf der Erde und ragt mit ihrer Spitze zu Gott. Schönberg versteht diese Leiter als Bild für die Suche des Menschen nach Spiritualität. Er vertont das selbstgeschriebene Libretto in einer Klangsprache, die spannungsvolle Soli, Sprechgesang, erregte Chorpassagen und einen farbigen Orchesterklang nutzt und damit oft eine dramatische Wirkung entfacht.

Auftakt: Die Audio-Einführung

Besetzung

NDR Elbphilharmonie Orchester

Solist:innen des NDR Vokalensembles

Lucy De Butts Sopran

Sophia Körber Sopran

Alexandra Hebart Mezzosopran

MDR-Rundfunkchor

Dirigent Ingo Metzmacher

Solist:innen in »Messe Nr. 1«

Claire de Sévigné Sopran

Avery Amereau Alt

Toby Spence Tenor

Michael Nagy Bariton

Solist:innen in »Die Jakobsleiter«

Michael Nagy Gabriel

Brenden Gunnell Ein Berufener

Bernard Richter Ein Aufrührerischer

Jens Persson Hertzman Ein Ringender

Sean Michael Plumb Der Auserwählte

Toby Spence Der Mönch

Anne Schwanewilms Der Sterbende

Claire de Sévigné Die Seele

Programm

Anton Bruckner
Messe Nr. 1 d-Moll

– Pause –

Arnold Schönberg
Die Jakobsleiter für Soli, Chor und Orchester

Einführung

19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

Reihe

Oper und Oratorium

Schwerpunkt

Arnold Schönberg

Anton Bruckner

Veranstalter: NDR

Rund um die Veranstaltung

Elbphilharmonie Plaza

Rundumblick auf der Aussichtsplattform ab zwei Stunden vor dem Konzert

Mehr zur Plaza

Konzertgastronomie

Vor dem Konzert und in den Pausen

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