Elbphilharmonie Talk mit Brad Mehldau

Der Jazz-Pianist und Komponist Brad Mehldau über sein »Reflektor«-Festival in der Elbphilharmonie, über seinen Werdegang und sein neues Buch.

Die Konkurrenz um den Grammy in der Kategorie Best Alternative Jazz Album ist im Jahr 2026 besonders hart, aber die aktuelle Platte »Ride Into The Sun« von Brad Mehldau hat es unter die fünf nominierten geschafft. Das Album ist eine von schönstem Americana-Spirit beseelte Hommage an den früh verstorbenen Singer/Songwriter Elliot Smith (1969-2003), mit dem Mehldau selbst noch einige Auftritte in Los Angeles absolviert hat. Kurz vor seiner Grammy-Nominierung und ehe er im März ein »Reflektor«-Festival in seinem Namen in der Elbphilharmonie gestaltet, nahm sich Brad Mehldau an einem Sonntagnachmittag von seinem Wohnort Amsterdam aus Zeit für einen »Elbphilharmonie Talk« über Zoom. Im Gespräch geht es um sein Festival-Programm in die Elbphilharmonie, um seinen Werdegang und sein neues Buch.

»Reflektor Brad Mehldau« :12.–15.3.2026

Der Jazzpianist Brad Mehldau in allen seinen künstlerischen Facetten: solistisch, im Duo, mit Bigband oder Orchester zeigt er sich als begnadeter Interpret, Komponist und Improvisator.

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Das Album »Ride Into The Sun« kam dabei natürlich zur Sprache, auch wenn eine Live-Version dieser Studio-Produktion beim »Reflektor«-Festival in der Kürze der Zeit nicht realisierbar war. Dafür spricht Mehldau detailliert und erhellend über das Programm, das er sich für sein mehrtägiges Gastspiel in der Elbphilharmonie ausgedacht hat. Er spielt dort solo, im Duo mit dem Kontrabass-Giganten Christian McBride, mit Bigband und Orchester, und alle vier Abende im Großen Saal haben einen speziellen Twist. Aus dem cinemascope-breiten Spektrum seiner musikalischen Möglichkeiten fokussiert sich der Pianist Brad Mehldau in Hamburg nämlich diesmal auf den Komponisten Brad Mehldau. Die Elbphilharmonie hat er dabei ganz konkret im Sinn. Schließlich hat er über die Jahre dort nicht nur selbst wiederholt und in diversen Formationen gespielt, sondern kurz vor seinem spektakulären Solo-Debüt in den ersten Tagen nach der Eröffnung im Januar 2017 auch den Abend mit dem Chicago Symhony Orchestra erlebt. Seitdem keimt in ihm der Gedanke, wie wohl von ihm geschriebene und orchestrierte Musik in diesem Großen Saal klingen würde.

Wer eine Unterhaltung mit dem Komponisten und Pianisten Brad Mehldau führt, tut gut daran, bei der Gelegenheit auch den Buchautor Brad Mehldau zu seinem fulminanten Coming-of-Age-goes-Jazzgeschichte-Opus »Formation: Building A Personal Canon. Part One« zu befragen (das voluminöse Werk ist bislang nicht auf Deutsch erhältlich). Auch dies geschah im Elbphilharmonie Talk, und das in der gebotenen Ausführlichkeit.

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