»Brad Mehldau klingt solo in der Elbphilharmonie wie in keinem anderen Saal der Welt«, schrieb das niederländische Musikmagazin »Written in Music« über das Solo-Rezital des Jazzpianisten – ein Höhepunkt seines »Reflektor«-Festivals. An mehreren Abenden zeigte Mehldau dort seine außergewöhnliche künstlerische Bandbreite: allein am Klavier, im Duo, mit Bigband und mit Orchester.
Das Publikum erlebte ihn nicht nur als bahnbrechenden Pianisten mit unverwechselbarem Klanggefühl und Improvisationstalent, sondern auch als Komponisten zweier groß angelegter Werke für Klavier und Orchester, die er zusammen mit der Hamburger Camerata aufführte.
Im Rahmen des Festivas gab es auch eine Weltpremiere: Zum ersten Mal stand Mehldau gemeinsam mit einer Bigband auf der Bühne! Das Hamburger Abendblatt schwärmte: »Wie alle Mehldau-Konzerte zuvor ist auch dieser Abend ein Fest für Publikum und Musiker.« Eingeleitet wurde das musikalische Ereignis überraschend still: Mehldau las zunächst aus seiner Biografie »Formation« und sprach über die prägenden Stationen seines Werdegangs. Tags darauf widmete er sich in einer Masterclass dem Jazz-Nachwuchs und gab jungen Ensembles wertvolle Impulse mit.
Der »Reflektor« war zugleich Ausdruck und Krönung von Mehldaus langjähriger Verbundenheit mit der Elbphilharmonie. Bereits kurz nach deren feierlicher Eröffnung 2017 war er der erste Pianist, der im Großen Saal auftrat – und der letzte vor der coronabedingten Schließung mit einem eindrucksvollen Trio-Konzert. Seither ist er immer wieder nach Hamburg zurückgekehrt und hat hier unvergessliche Jazzabende gestaltet.
Elbphilharmonie Talk :mit Brad Mehldau
Der Jazz-Pianist und Komponist Brad Mehldau über sein »Reflektor«-Festival in der Elbphilharmonie, über seinen Werdegang und sein neues Buch.

