Alfred Schnittke

Erneut steht mit Alfred Schnittke ein Komponist mit Hamburg-Bezug im Fokus des Internationalen Musikfests Hamburg. Von der Klaviersonate bis zur großen Kantate erklingen einige aufregende Werke des Deutsch-Russen, der lange an der Musikhochschule lehrte.

Alfred Schnittke
Alfred Schnittke

Mit Alfred Schnittke steht erneut ein spannender Komponist mit Hamburg-Bezug im Fokus des Musikfests. 1990 siedelte der Deutsch-Russe in die Hansestadt über und nahm eine Professur für Komposition an der hiesigen Musikhochschule an. Zu diesem Zeitpunkt war er längst eine internationale Größe der Neuen Musik, berühmt für seine Polystilistik, in der er unterschiedliche Zeit- und Stilebenen miteinander verband. Das erste Schwerpunkt-Konzert mit dem Karol Szymanowski Quartet und dem Pianisten Michail Lifits lotet die Beziehung zwischen Schnittke und Gustav Mahler aus.

Dass Schnittke gern und oft den alten Meistern huldigte, zeigen neben der »Suite im alten Stil« im selben Konzert auch seine sechs, auf barocken Formmodellen beruhenden Concerti grossi, von denen die Academy of St Martin in the Fields das erste präsentiert. Der für seine Vielseitigkeit und sein sublimes Spiel gefeierte Pianist Alexander Melnikov stellt Schnittke am Tag darauf in einen beziehungsreichen Kontext zu sowjetisch-russischer Musik, während die Symphoniker Hamburg mit der populären Faust-Kantate »Seid nüchtern und wachet« eines der großen vokalsinfonischen Werke des Komponisten präsentieren.

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