Phantasmagorien
Video on Demand vom 28.5.2021
verfügbar bis 28.5.2022

Phantasmagorien

Musikfest 2021: Der Sinn des Unsinns! Patricia Kopatchinskaja gießt Kurt Schwitters’ Schlüsselwerk des Dadaismus, die »Ursonate«, in eine rasante Filmfassung.

Autorität, Disziplin und Moral? »Fümms bö wö tää zää uu«! Neun Jahre lang, von 1923 bis 1932, arbeitet Kurt Schwitters an seinem völlig sinnfreien Lautgedicht, in einer Zeit gebeutelt von Nachkriegsleid, Wirtschaftskrise und dem wachsenden Nationalsozialismus. Es gilt als Schlüsselwerk des Dadaismus, einer Nonsens-Kunst, die alle politischen und gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit ablehnt. In einem rasanten Film widmet sich die außergewöhnliche und für ihre unkonventionellen Auftritte bekannte Geigerin Patricia Kopatchinskaja dem Werk von Schwitters und erweitert es zusammen mit dem Klarinettisten Reto Bieri um das ebenfalls Abstrakte Element der Musik.

Hinweis: Alle Konzerte des Internationalen Musikfests 2021 stehen als kostenlose Streams zur Verfügung und sind nach der Erstausstrahlung für den gesamten Festivalzeitraum abrufbar.

 

Alle Konzerte des Musikfests 2021 auf einen Blick.

Patricia Kopatchinskaja / Reto Bieri Patricia Kopatchinskaja / Reto Bieri © Sophie Wolter
Filmdreh Phantasmagorien Filmdreh Phantasmagorien © Sophie Wolter
Filmdreh Phantasmagorien Filmdreh Phantasmagorien © Sophie Wolter
Patricia Kopatchinskaja / Reto Bieri Patricia Kopatchinskaja / Reto Bieri © Sophie Wolter
Filmdreh Phantasmagorien Filmdreh Phantasmagorien © Sophie Wolter
Patricia Kopatchinskaja / Reto Bieri Patricia Kopatchinskaja / Reto Bieri © Sophie Wolter
Patricia Kopatchinskaja / Reto Bieri Patricia Kopatchinskaja / Reto Bieri © Sophie Wolter
Patricia Kopatchinskaja / Reto Bieri Patricia Kopatchinskaja / Reto Bieri © Sophie Wolter
Filmdreh Phantasmagorien Filmdreh Phantasmagorien © Sophie Wolter

Besetzung

Patricia Kopatchinskaja Violine

Reto Bieri Klarinette

Programm

»Phantasmagorien«

»Ursonate« nach Kurt Schwitters (CH 2019) / Ein dadaistisches Tongedicht, das in Unsinn-Bildern mit vier Nicht-Schauspielern gefilmt wurde.

Koproduktion von Hellerau – European Centre for the Arts, Dresdner Musikfestspiele und , Elbphilharmonie Hamburg und Lucerne Festival

George Brecht
Sinfonie Nr. 3

Claude Vivier
Pièce für Violine und Klarinette

Giuseppe Giamberti
Cu Cu / aus: Duo Tessuti con diversi Solfeggiamenti, Scherzi, Perfidie et Oblighi / Bearbeitung für Okarina und Violine

Darius Milhaud
Jeu / aus: Suite op. 157b

PatKop
Es kommt / aus: Duos für Violine und Klarinette

Richard Strauss
Morgen! op. 27/4

PatKop
Für Reto... wo? / aus: Duos für Violine und Klarinette

Otto Matthäus Zykan
Beethovens Pferd

Bohuslav Martinů
mit Pausen / aus: Rhythmische Etüden H 202 / für Violine und Keyboard

PatKop
Sonnerie / aus: Duos für Violine und Klarinette

Leo Dick
The Grasshopper and the Ant / aus: Au contraire

Johann Sebastian Bach
Invention Nr. 8 F-Dur BWV 779

Dauer: ca. 40 Minuten

Die Künstler

Patricia Kopatchinskaja – Violine

Patricia Kopatchinskaja
Patricia Kopatchinskaja © Maxim Schulz
  • Über Patricia Kopatchinskaja

    Die in Moldawien geborene Patricia Kopatchinskaja gilt gegenwärtig als eine der herausragendsten Violinistinnen, »eine Musikerin von seltener expressiver Energie und entwaffnender Ungezwungenheit, von Witz und theatralem Ehrgeiz« (New York Times). Ihre Vielseitigkeit und Entdeckerlust reichen von der Renaissance bis zu Uraufführungen. Sie hat sich auch Stimmrollen angeeignet, etwa Schönbergs »Pierrot Lunaire« (aufgeführt unter anderem mit den Berliner Philharmonikern) und Kurt Schwitters dadaistische Ursonate, deren Verfilmung im Rahmen des digitalen Musikfestes ebenfalls zu sehen ist.

    Patricia Kopatchinskaja tritt mit namhaften Orchestern und Dirigenten auf der ganzen Welt auf. In Hamburg war sie in den vergangenen Jahren regelmäßig zu hören, etwa mit Teodor Currentzis’ Orchester MusicAeterna, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem SWR Symphonieorchester und der Camerata Bern. Vor allem will sie Musik neu erlebbar machen, auch durch neue Kontexte oder Inszenierungen. So reagierte sie 2016 mit dem Mahler Chamber Orchestra hier in Hamburg mit dem Projekt »Bye Bye Beethoven« auf den ihrer Meinung nach erstarrten Konzertbetrieb und bereits 2017 beim Lucerne Festival auf die Umweltkrise im Projekt »Dies irae«. In der aktuellen Saison ist Patricia Kopatchinskaja als Artist in Residence beim SWR Symphonieorchester, in den nächsten Jahren folgen Residenzen bei den Bamberger Symphonikern, im Southbank Center London, dem Orchestre Philharmonique de Radio France und bei der Alten Oper in Frankfurt.

    Das Projekt »Der Tod und das Mädchen« mit dem amerikanischen Saint Paul Chamber Orchestra gastierte weltweit und gewann einen Grammy. Mit der Camerata Bern realisierte sie außerdem die Projekte »Krieg und Chips« und »Maria Mater Meretrix«, eine musikalische Reise durch Frauen-Leben mit Anna Prohaska.

Reto Bieri – Klarinette

Reto Bieri
Reto Bieri © Sophie Wolter
  • Über Reto Bieri

    Der Schweizer Klarinettist und Improvisator Reto Bieri ist seit über 20 Jahren als Solist und Kammermusiker unterwegs. Gegenwärtig sorgt er als ehemaliger Intendant mit seinen ausgetüftelten und poetischen Themenabenden »à la DAVOS FESTIVAL« in Kooperation mit verschiedenen Kammerorchestern und in Zusammenarbeit mit langjährigen Kammermusikpartnern – allen voran mit der Violinistin Patricia Kopatchinskaja – für frischen Wind in der klassischen Musikszene. Reto Bieri ist als Musiker regelmässig zu Gast bei renommierten Orchestern, verschiedenen Festivals und bekannten Institutionen. Beim Münchener Kult-Label ECM erscheinen seine CD-Aufnahmen, zuletzt das hochgelobte Album »quasi morendo« zusammen mit dem meta4 Streichquartett aus Finnland.

    Aufgewachsen ist Reto Bieri mit Schweizer Volksmusik. Nach wichtigen Erfahrungen als Tanzmusiker in Wirtshäusern und einer Ausbildung zum Grundschullehrer studierte er zunächst an den Musikhochschulen von Basel und Zürich, später dann an der berühmten Juilliard School of Music in New York. Wesentlich beeinflusst wurde er durch den Komponisten György Kurtág und die Begegnungen mit dem Schriftsteller Gerhard Meier, dem Musiker Eberhard Feltz und dem Clown Dimitri.

    Von 2013 bis 2018 war Reto Bieri Intendant des DAVOS FESTIVAL – young artists in concert. Seit 2012 unterrichtet er als Professor für Kammermusik an der Hochschule für Musik in Würzburg.

Gefördert durch die Kühne-Stiftung, die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, die Stiftung Elbphilharmonie und den Förderkreis Internationales Musikfest Hamburg

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