Elbphilharmonie Talk mit Achim Reichel

Ein Hamburger Unikat: Achim Reichel spricht über seine einzigartige Karriere und seine Faszination für Balladen.

Er wird gern »Ur-Vater des deutschen Rock« genannt: Achim Reichel lief in seiner 60-jährigen Bühnenkarriere nie Moden hinterher, sondern folgte immer seinem Gefühl, seinen vielen Interessen. In den Sechzigern feierte er als Frontmann von The Rattles Erfolge, ging mit der Band auf gemeinsame Tournee mit den Beatles und den Rolling Stones. In den Siebzigern wurde er zum Vorreiter des Krautrocks, veröffentlichte Shantys und Seefahrersongs – und 1978 vertonte er Balladen, Klassiker wie Theodor Fontanes »Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland« oder Goethes »Der Zauberlehrling«. »Da gab es natürlich Leute, die sagten: ›Was soll das denn jetzt?‹ oder ›Darf man unseren Dichtern das antun?‹ Aber das war mir eigentlich egal«, erzählt Reichel. »Ich war von einem Erneuerungsgedanken beflügelt. Und wenn man wofür brennt, dann soll man es auch umsetzen.«


Die Faszination für Literatur und klassische Balladen blieb über die Jahre bestehen und führte 2002 zu einem weiteren Album, auf dem er Lyrik in Folkrockmanier vertonte (»Wilder Wassermann«). Im Rahmen des Festivals »Harbour Front Sounds« trägt Reichel nun einige der Balladen im Großen Saal der Laeiszhalle vor und spielt dazu akustische Gitarre. Begleitet wird er auf der Bühne vom Schauspieler Peter Lohmeyer, der weitere Balladen liest. Im Gespräch mit Tom R. Schulz erklärt Reichel, was ihn an Balladen so fasziniert – und blickt zurück auf seinen »Zick-Zack-Kurs« durch die Musikgeschichte.

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