Ob Skandinavien, Kanada oder Japan – das Festival »Arctic Voices« verwandelte die Elbphilharmonie einige Tage lang in ein klingendes Fenster zum hohen Norden. In sechs Konzerten spannten Musiker:innen aus Regionen rund um den Polarkreis einen Bogen von traditionellen Gesängen bis zu experimentellen Klangwelten. Samisches Joiken, Kehlkopfgesang der Inuits und mongolischer Obertongesang wurden mal traditionell interpretiert und mal mit Jazz, Pop und Elektronik in die Gegenwart geführt.
Prägende Stimmen wie Mari Boine, Marja Mortensson, Tanya Tagaq und das Inuit-Duo Piqsiq machten das Festival darüber hinaus zu einem starken Statement für indigene Identität und Dekolonisierung. Sie sangen über unterdrückte Kulturen, uralte Rituale und persönliche Erinnerungen. Mit außergewöhnlichen, elektrisirenden Stimmen brachten sie die bunte Vielfalt des eisigen Welten nach Hamburg und begeisterten das Publikum.

