Livestream in 9 Tagen
am 17.5.2021 um 20 Uhr

Xilin Wang: Musik eines Überlebenden

Musikfest 2021: In einem stimmungsvollen Konzertstream spielt das Hamburger Ensemble Resonanz unter der Leitung von Johannes Kalitzke eine Sinfonie des revolutionären Freigeistes aus China.

Xilin Wang gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten Chinas und schreibt Musik des inneren Aufruhrs. Nicht einmal 14 Jahre politische Verbannung und Verfolgung in der Kulturrevolution haben ihn bremsen können. Wenn seine dem Schriftsteller Lu Xun gewidmete Fünfte Sinfonie erklingt, wird aus dem Kleinen Saal der Elbphilharmonie eine audiovisuelle Echokammer aus Verblendung und Schimmer, aus Reibung und Wut.

Hinweis: Alle Konzerte des Internationalen Musikfests 2021 stehen als kostenlose Streams zur Verfügung und sind nach der Erstausstrahlung für den gesamten Festivalzeitraum abrufbar.

Alle Konzerte des Musikfests 2021 auf einen Blick.

Besetzung

Ensemble Resonanz

Dirigent Johannes Kalitzke

Programm

Xilin Wang
Sinfonie Nr. 5 für Streichorchester op. 40

Ensemble Resonanz / Johannes Kalitzke Ensemble Resonanz / Johannes Kalitzke © Jann Wilken
Ensemble Resonanz Ensemble Resonanz © Jann Wilken
Ensemble Resonanz / Johannes Kalitzke Ensemble Resonanz / Johannes Kalitzke © Jann Wilken
Xilin Wang Xilin Wang © Jann Wilken

Die Künstler

Ensemble Resonanz

Ensemble Resonanz
Ensemble Resonanz © Tobias Schult
  • Über das Ensemble Resonanz

    Mit seiner außergewöhnlichen Spielfreude und künstlerischen Qualität zählt das Ensemble Resonanz zu den führenden Kammerorchestern weltweit. In ihren Programmen setzten die Musiker alte und neue Musik, gelegentlich sogar Literatur und Szene in lebendige Zusammenhänge und entwickeln so für echte »Klassiker« wie Franz Schuberts »Winterreise« oder Bachs »Weihnachtsoratorium« eigenständige Interpretationen und fesselnde Neuauflagen. Das 18-köpfige Streichorchester ist demokratisch organisiert und arbeitet ohne festen Dirigenten, holt sich aber immer wieder künstlerische Partner an Bord.

    Seit Sommer 2018 ist mit Riccardo Minasi ein langjähriger Freund »Artist in Residence« des Ensembles, mit dem bereits zahlreiche Konzert- und CD-Projekte realisiert wurden. Enge Verbindungen bestehen außerdem zu Partnern wie der Bratschistin Tabea Zimmermann, der Geigerin Isabelle Faust oder dem Cellisten Jean-Guihen Queyras. Auch die Zusammenarbeit mit Komponisten und die Entwicklung eines neuen Repertoires sind ein treibender Motor der künstlerischen Arbeit des Ensembles, das in Hamburg mit der Elbphilharmonie und dem resonanzraum auf St. Pauli zwei sehr unterschiedliche Bühnen bespielt. Die Residenz an der Elbphilharmonie beinhaltet vor allem die Konzertreihe »resonanzen«, das Ensemble setzt hier aber auch mit Kinderkonzerten sowie im Rahmen diverser Festivals Akzente für eine lebendige Präsentation klassischer und zeitgenössischer Musik. Auch in den letzten Monaten durfte sich das Publikum über außergewöhnliche Konzertstreams aus dem Kleinen wie aus dem Großen Saal freuen.

    In den resonanzraum im Hochbunker auf St. Pauli laden die Musiker monatlich zu der verschiedenfach ausgezeichneten Konzertreihe »urban string« ein, die von den Ensemble-Mitgliedern gestaltet und im Dialog mit der Musik internationaler DJ-Künstler präsentiert wird.

Johannes Kalitzke – Dirigent

Johannes Kalitzke
Johannes Kalitzke © Nafez Rerhuf
  • Über Johannes Kalitzke

    Seit etwa vier Jahrzehnten ist Johannes Kalitzke als Akteur auf den Bühnen der musikalischen Avantgarde präsent. Als Dirigent leitet er regelmäßig bedeutende Uraufführungen, wie 2019 beispielswese die Weltpremiere von Chaya Czernowis Oper »Heart Chamber« an der Deutschen Oper Berlin, und fehlt auch bei großen Festivals wie den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik nicht. Als Mitbegründer vom erfolgreichen Ensemble Musikfabrik etablierte sich der in Köln geborene Musiker schon in jungen Jahren in der Szene der zeitgenössischen Musik und ist seitdem eng mit einigen ihrer wichtigsten Ensembles verbunden, darunter das Klangforum Wien und das Ensemble Modern.

    Seinen Durchbruch als Komponist erlebte er 1996 mit seiner ersten Oper »Bericht vom Tod des Musikers Jack Tiergarten« bei der Münchner Biennale. In den Folgejahren feierte er erfolgreiche Uraufführungen an der Oper Bremen, am Theater Heidelberg und am Theater an der Wien. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich der mehrfach ausgezeichnete Musiker zudem mit der Komposition von Orchestermusik für expressionistische Stummfilme – »komplexe Klänge, die unter die Haut gehen«, bewundert die Kritik in Österreich.

    Neben seinen Arbeiten als Dirigent und Komponist widmet sich Johannes Kalitzke auch mit viel Engagement der Musikvermittlung und Nachwuchsförderung. Er unterrichtet an den Hochschulen in Essen und Hannover, am Mozarteum in Salzburg sowie bei verschiedenen Meisterkursen und Festivals wie der Sommerakademie in Salzburg.

Gefördert durch die Kühne-Stiftung, die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, die Stiftung Elbphilharmonie und den Förderkreis Internationales Musikfest Hamburg

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