Video on Demand vom 23.4.2021
verfügbar bis 23.4.2022

Decoder Ensemble

Innovativ und unberechenbar: Das Hamburger Neue-Musik-Ensemble feiert sein 10-jähriges Bestehen mit einer Uraufführung.

Das Ensemble Decoder zählt zu den originellsten und unerschrockensten Vertretern der internationalen Neue-Musik-Szene. Mit seinem hochenergetischen Sound begeistert es in renommierten Konzerthäusern ebenso wie in Szene-Clubs wie dem Berliner Berghain. Zu seinem zehnjährigen Bestehen führt das Ensemble erstmals »Dissociated Press« von Leopold Hurt in voller Länge auf. Eigens für Decoder komponiert, erforscht dieser multimediale Zyklus in wechselnden Besetzungen, was Kunst im digitalen Zeitalter bedeutet. Eine berauschende Performance rund um Algorithmen, unendliche Datenströme, Fake und Original.

Trailer :Komponist Leopold Hurt über »Dissociated Press«

Komponist Leopold Hurt
Komponist Leopold Hurt © Elbphilharmonie Hamburg

Besetzung

Decoder Ensemble

Carola Schaal Klarinette
Sonja Lena Schmid Violoncello
Leopold Hurt E-Zither
Andrej Koroliov Klavier
Jonathan Shapiro Schlagzeug
Alexander Schubert Sound-Design

Heinrich Horwitz Stimme

Programm

Leopold Hurt (*1979)
Dissociated Press (Uraufführung)

Kompositionsauftrag von Decoder Ensemble und Edition Juliane Klein, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

  • Ablauf der Komposition

    Dissociated Press – Input 3
    für Schlagzeug und Audio-Playback

    Dissociated Press – Input 1
    für Klarinette und Audio-Playback

    Dissociated Press – Input 2
    für Violoncello und Audio-Playback

    Dissociated Press – Insert 1
    für Ensemble

    Dissociated Press – Input 5
    für E-Zither

    Dissociated Press – Insert 3
    für Ensemble

    Dissociated Press – Output 2
    für Klarinette, Violoncello und Audio-Playback

    Dissociated Press – Output 1
    für Sprechstimme und Schlagzeug

    Dissociated Press – Substitute 1
    für E-Zither und Elektronik

    Dissociated Press – Insert 2
    für Ensemble und Audio-Playback

    Dissociated Press – Input 4
    für Klavier und Audio-Playback

    Dissociated Press – Final
    für Sprechstimme, Ensemble und Audio-Playback

Decoder Ensemble Decoder Ensemble © Daniel Dittus
Am Schlagwerk: Jonathan Shapiro Am Schlagwerk: Jonathan Shapiro © Daniel Dittus
An der Klarinette: Carola Schaal An der Klarinette: Carola Schaal © Daniel Dittus
Am Schlagwerk: Jonathan Shapiro Am Schlagwerk: Jonathan Shapiro © Daniel Dittus
Komponist und Zither-Spieler Leopold Hurt Komponist und Zither-Spieler Leopold Hurt © Daniel Dittus
Am Cello: Sonja Lena Schmid Am Cello: Sonja Lena Schmid © Daniel Dittus
Am Klavier: Andrej Koroliov Am Klavier: Andrej Koroliov © Daniel Dittus
Heinrich Horwitz (Sprechstimme) Heinrich Horwitz (Sprechstimme) © Daniel Dittus
Decoder Ensemble Decoder Ensemble © Daniel Dittus

Das Ensemble

Gegründet 2011 in Hamburg, zählt das Decoder Ensemble zu den mutigsten Kollektiven der internationalen Szene für zeitgenössische Musik. Mit elektronischen und akustischen Instrumenten widmet sich Decoder sowohl genreübergreifenden Kooperationen als auch experimenteller Instrumentalmusik, multimedialen Setups und musikalischer Konzeptkunst.

Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit mit Komponist*innen der jüngeren Generation. Alle Mitglieder des Ensembles sind ausgewiesene Spezialisten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik; einige von ihnen komponieren selbst. So geht die Produktion von Werken mit ihrer Interpretation einher; Stücke entstehen im intensiven Austausch aller Beteiligten. Das Ziel: ein Höchstmaß an Authentizität.

Die Musik :Leopold Hurt über seinen Zyklus »Dissociated Press«

»Dissociated Press« ist eine abendfüllende Serie von Kompositionen, die 2017 als »Work in Progress« begann. Die Besetzung der einzelnen Stücke wechselt beständig: vom Solostück mit Elektronik bis hin zum auf das Decoder Ensemble zugeschnittene Septett.

Als Wortspiel angelehnt an »Associated Press« – die größte Nachrichtenagentur der Welt –, steht »Dissociated Press« für einen Algorithmus zur automatischen Generierung von Blindtexten auf der Basis bekannter Sprachmuster. In ihrer absurden Künstlichkeit erinnern die Sätze nur noch entfernt an einen sinnvollen Text. Davon abgeleitet nähert sich der Zyklus auf verschiedene Art dem Prinzip »Remix«, sowohl auf Ebene der Sprache als auch der Musik. Vorgefundenes, teils stark kontrastierendes Material erscheint in immer neuen Kombinationen. So entsteht ein abwechslungsreiches Spiel zwischen Original, Abbild, Mashup und Fake, wodurch sich nach und nach die Wahrnehmung verschiebt.

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