Laeiszhalle Treffpunkt für das Hamburger Musikleben seit 1908: Portrait und Geschichte der Laeiszhalle Hamburg.

Portrait und Geschichte

Von Beginn an gingen in der Laeiszhalle große Komponisten und Dirigenten wie Richard Strauss, Sergej Prokofjew, Igor Strawinsky oder Paul Hindemith ein und aus. Noch heute sind hier die internationalen Stars der Musikwelt zu Gast. Schließlich ist der Große Saal einer der besten philharmonischen Konzertsäle Europas. Die Symphoniker Hamburg sind hier zu Hause, ebenso wie viele weitere Hamburger Orchester, Chöre und Veranstalter. Beide Häuser, Elbphilharmonie und Laeiszhalle, werden unter einer Generalintendanz geführt.

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Ein Reeder macht es möglich

Der bekannte Hamburger Reeder Carl Heinrich Laeisz gab der Laeiszhalle ihren Namen. Er hatte testamentarisch verfügt, dass die Firma F. Laeisz den Betrag von 1,2 Millionen Mark stiftete und damit den Bau »einer würdigen Stätte für die Ausübung und den Genuss edler und ernster Musik« ermöglichte. Erbaut wurde die Laeiszhalle von den Architekten Martin Haller und Emil Meerwein, die sich bereits mit dem Bau des Hamburger Rathauses einen Namen gemacht hatten.

Laeiszhalle Hauptfoyer
Laeiszhalle Hauptfoyer © Thies Rätzke

Karrierestart für einen Radio-DJ

Von Beginn an hat die Laeiszhalle Musikgeschichte geschrieben: Der 12-jährige »Wundergeiger« Yehudi Menuhin gab hier 1930 ein gefeiertes Gastspiel, und Maria Callas' legendäre Konzerte sind unvergessen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den sie unversehrt überstand, erlebte die Laeiszhalle ein ungewöhnliches Intermezzo: Die britischen Besatzer nutzten ihre Räume vorübergehend als Funkhaus für ihren Militärsender BFN. Chris Howland startete hier als Radio-DJ seine Karriere.

Laeiszhalle Hamburg
Laeiszhalle Hamburg © Firma Laeisz
Große Gefühle im Großen Saal

Louisa Alder und das Chamber Orchestra of Europe unter Robin Ticciati begeistern mit einem Mozart-Abend

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Jazz im Kleinen Saal

Pianist Fred Hersch spielt mit seinem Trio eine »Elbphilharmonie Session«

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Beste Akustik auch für Kammermusik

Das Szymanowski Quartet spielt Mieczysław Weinbergs Klavierquintet Op. 18

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Klassik & Kuchen im Brahms-Foyer

Bei der Reihe »Teatime Classics« sind Essen und Trinken im Konzertsaal ausdrücklich erlaubt!

Laeiszhalle

Die Säle der Laeiszhalle

Laeiszhalle Großer Saal
Laeiszhalle Großer Saal © Thies Rätzke

Der Große Saal

Hier sind die großen Sinfoniekonzerte zu Hause: Der Große Saal der Laeiszhalle im neobarocken Ambiente und mit einer einzigartigen Glasdecke fasst über 2.000 Besucher. An der Rückwand der Bühne befindet sich die 1951 von der Firma Beckerath erbaute Orgel. Der Orgelprospekt, also die äußere Hülle des Instruments, ist von der 1908 erbauten Originalorgel der Firma Walcker erhalten geblieben.

Laeiszhalle Kleiner Saal © Daniel Dittus

Der Kleine Saal

Der Kleine Saal der Laeiszhalle ist wie geschaffen für Kammermusikreihen, Liederabende, Kinderkonzerte und Jazzevents. Nach dem Zweiten Weltkrieg neu ausgestattet, zählt er zu den wenigen authentisch erhaltenen Konzertsälen im 50er-Jahre-Design und kann 640 Besucher aufnehmen.

Studio E

Das Studio E ist eine charmante kleine Bühne mit direktem Tageslichteinfall sowie leicht ansteigendem Parkett und einer umlaufenden Balustrade. Der Raum ist terrassenförmig angelegt und bietet 150 Zuschauern Platz.

Brahms-Foyer

Das Brahms-Foyer verdankt seinen Namen der symbolistischen Marmorplastik von Johannes Brahms, die der Leipziger Künstler Max Klinger 1909 für die Laeiszhalle schuf. Das festliche Foyer im 1. Rang eignet sich für Kammermusikkonzerte, Empfänge, Film- und Fotoshootings. Zugleich ist es das gastronomische Zentrum der Laeiszhalle.

Die Orgel

Im Großen Saal befindet sich der originale Orgelprospekt, das heißt, die äußere Hülle der ursprünglichen Walcker-Orgel von 1908. In den 50er Jahren wurde diese Orgel durch eine nach den Prinzipien der Barockorgeln erbaute Orgel ersetzt. Sie war das Erstwerk des heute renommierten Orgelbauers Rudolf von Beckerath, der 1949 seine Orgelwerkstatt in Hamburg gegründet hatte.

Vermietung

Die Laeiszhalle kann auch gemietet werden: Hamburgs traditionsreiches Konzerthaus bietet attraktive Räumlichkeiten, die nicht nur für Konzerte sondern auch für Film- und Fotoaufnahmen genutzt werden können.