Internationales Musikfest Hamburg

Programmatische Höhepunkte zum Saisonfinale: Die großen Hamburger Orchester und hochkarätige Gäste widmen sich bei dieser Ausgabe mehr als fünf Wochen dem Motto »Krieg und Frieden«.

Internationales Musikfest Hamburg »Krieg und Frieden«
Internationales Musikfest Hamburg »Krieg und Frieden«

Zum Ende einer jeden Saison hin bündeln die hiesigen Orchester und Konzertveranstalter ihre Kräfte im Internationalen Musikfest Hamburg, das so den qualitativen und quantitativen Höhepunkt im ohnehin schon hochklassigen und dicht gepackten Konzertkalender von Elbphilharmonie und Laeiszhalle darstellt. Als Gäste sind in diesem Jahr Superstars wie Sir Simon Rattle, Teodor Currentzis, Christian Thielemann, Janine Jansen, Thomas Hampson, Elisabeth Leonskaja und Daniil Trifonov zu erleben, der Jazzpiano-Großmeister Brad Mehldau und die Sängerin und Aktivistin Moor Mother. Für inhaltliche Geschlossenheit sorgt stets ein facettenreiches Motto – in der aktuellen Musikfest-Ausgabe »Krieg und Frieden«.

Angesichts der aktuellen Schlagzeilen kann man sich kaum ein passenderes Oberthema vorstellen. Schon das erste Stück des Eröffnungskonzerts mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, Arnold Schönbergs »Friede auf Erden«, formuliert dabei den universellen Wunsch, den auch Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie artikuliert: »Alle Menschen werden Brüder.« Aber bleibt er realitätsferne Utopie, »eine Illusion für gemischten Chor«, wie Schönberg selbst eingestand, oder wird er greifbares Ziel? Wie reagierten Komponist:innen vergangener Zeiten überhaupt auf Kriege und existenzielle Konflikte?

Das weitere Festivalprogramm kreist um diese und weitere Fragen, auch durch musikalische Zeitreisen in die Vergangenheit. Mehrere Konzerte – etwa mit Altmeister Jordi Savall – präsentieren Musik aus der Zeit der Dreißigjährigen Krieges. Vladimir Jurowski und sein Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin führen mit Schostakowitschs Achter Sinfonie von 1943 ein Antikriegs-Werk par excellence auf. Der portugiesische Jazzpianist Júlio Resende erinnert an die friedliche portugiesische Nelkenrevolution vor 50 Jahren, die Dakh Daughters aus der Ukraine singen gegen die aktuelle russische Invasion an.

Eigene Komponistenschwerpunkte sind der in der Nähe von Hamburg lebenden Sofia Gubaidulina und Olivier Messiaen gewidmet, dessen einzige Oper »Saint François d’Assise« Kent Nagano in einer aufwändigen Neuproduktion auf die Bühne bringt. Den Epilog des Musikfests bildet Benjamin Brittens »War Requiem«, ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts.

Die Veranstaltungen des Festivals

Das Begleitprogramm des Festivals

  • Hadley's
    Storyteller

    Story-Teller

    Elbphilharmonie PLUS – Internationales Musikfest Hamburg

    Tickets 68
  • Elbphilharmonie Kaistudio 1
    Eleonore Büning

    Quartett der Kritiker

    Diskussion über Schostakowitschs Achte Sinfonie – Elbphilharmonie PLUS / Internationales Musikfest Hamburg