Als Residenzorchester der altehrwürdigen Laeiszhalle dürfen die Symphoniker Hamburg beim Internationalen Musikfest natürlich nicht fehlen. Mit einem wahrhaft »revolutionären« Livestream sind sie am 20. Mai unter Leitung von Sylvain Cambreling aus ihrem Stammsaal zu hören. Auf dem Programm stehen Beethovens »Eroica« und Arnold Schönbergs »Ode to Napoleon«.
Beethoven wollte seine Dritte Sinfonie, genannt »Eroica«, ursprünglich Napoleon widmen, den der Komponist als Helden verehrte. Diese Verehrung schlug jedoch ins Gegenteil um, als Napoleon sich zum Kaiser krönen ließ und damit – so sah es Beethoven – die freiheitlichen Ideale der Französischen Revolution verriet. Beethoven strich die Widmung aus. Revolutionär bleibt jedoch die Musik der Sinfonie, von der Beethovens Schüler Ferdinand Ries beeindruckt berichtet: »Ich glaube, Himmel und Erde muß unter einem zittern bei ihrer Aufführung«. Ebenfalls um Freiheit von Tyrannei geht es in Arnold Schönbergs knapp 150 Jahre später komponierter »Ode to Napoleon« für Sprecher, Klavier und Streicher. Das 1942 entstandene Werk bezieht sich musikalisch vielfach auf Beethoven und endet sogar in der gleichen Tonart wie die »Eroica«: in Es-Dur.
Hinweis: Alle Konzerte des Internationalen Musikfests 2021 stehen als kostenlose Streams zur Verfügung und sind nach der Erstausstrahlung für den gesamten Festivalzeitraum abrufbar.
Besetzung
Symphoniker Hamburg
David Kadouch Klavier
Dörte Lyssewski Sprecherin
Dirigent Sylvain Cambreling
Programm
Arnold Schönberg
Ode to Napoleon Buonaparte op. 41 für Streichquartett, Klavier und Sprecher
Pausengespräch mit Christoph Menke (Philosoph aus Frankfurt a. M.) und Daniel Kühnel (Intendant der Symphoniker Hamburg)
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«
Gefördert durch die Kühne-Stiftung, die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, die Stiftung Elbphilharmonie und den Förderkreis Internationales Musikfest Hamburg