Elbphilharmonie erklärt: die Mandoline

Der Virtuose Avi Avital stellt sein Instrument vor.

Elbphilharmonie erklärt: Die Mandoline

Avi Avital
Avi Avital © Julian Conrad

Mit Avi Avital

Name: Mandoline

Herkunft: Italien (17. Jahrhundert). Durchgesetzt als »klassische« Mandoline hat sich die in Neapel gängige Bauweise.

Instrumentenfamilie: Zupfinstrumente, Unterart der Lauten

Material: Die Mandoline ist etwa 60 cm lang und besteht aus einem birnenförmigen Korpus mit einem Schallloch, an den sich ein kurzer Hals mit Bünden anschließt. Sie ist mit vier Doppelsaiten bespannt, die wie eine Violine gestimmt sind.

Spielweise: Im Unterschied zur Laute wird die Mandoline mit einem münzgroßen Plättchen angerissen, dem Plektron. Um einen Ton »künstlich« länger auszuhalten, wird das Plektron sehr schnell zwischen den Doppelsaiten hin und her bewegt – so entsteht der typische Tremolo-Klang der Mandoline.

Entwicklungsgeschichte: Woher die klassische Mandoline genau stammt, weiß man nicht. Schon 3000 Jahre vor Christus verwendeten etwa die Assyrer und die Araber lautenähnliche Instrumente. Auch in Italien spielte man Lauten als Begleit- und Ensembleinstrument, jedoch erst ab dem 17. Jahrhundert. Die heute verbreitete Form der Mandoline lässt sich bis ins 15. Jahrhundert rückverfolgen. Ausgehend von Neapel erlebte sie ab 1700 in Italien eine erste Blüte und verbreitete sich durch reisende Virtuosen später auch in Frankreich, Österreich, Deutschland und England. Dort geriet sie in Vergessenheit, setzte sich aber ab 1900 wieder durch. Heute gibt es in Deutschland viele Mandolinenorchester.

Mandoline auf Weltklasse-Niveau: Avi Avital in der Elbphilharmonie

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