Maximal minimal

Beats, Pattern, Klangmeditationen

Colin Currie Group
Colin Currie Group © Debbie Scanlan
Vikingur Olafsson
Vikingur Olafsson © Ari Magg

Mitte der 1960er sucht eine Gruppe junger US-amerikanischer Komponisten neue Wege in der Musik. Sie konzentrieren sich auf Klang und Rhythmus, organisieren ihre Musik in einfachen, sich stetig wiederholenden Mustern und verlagern so den Fokus des Zuhörens auf kleinste Veränderungen in der Zeit. Das Publikum ist begeistert von dieser als meditativ wahrgenommenen »Minimal Music«, wie sie bald getauft wird.

Es ist eine große Auszeichnung für das Elbphilharmonie Festival »Maximal minimal«, dass sich in Person von Steve Reich einer der (bis heute komponierenden) Haupterfinder die Ehre gibt. Dazu interpretiert die – von Reich hoch geschätzte – Colin Curie Group einige seiner wichtigsten Werke für Schlagwerk und die beeindruckende »Music for 18 Musicians«.

Doch die Minimal Music hat ihre prägenden Spuren auch in vielen anderen Bereichen hinterlassen. Die einstündige Klangmeditation »Timber« des »Bang on a Can«-Mitbegründers Michael Gordon ist ein Beispiel dafür, Techno ein anderes. Die Agoo Group zeigt zudem, wie wichtig der Einfluss außereuropäischer Musikformen für die Komponisten der Minimal Music war; in diesem Fall mit traditioneller Trommelmusik aus Ghana.

Schließlich sind alle musikkundigen Hamburger eingeladen, selbst auf der Bühne im Großen Saal der Elbphilharmonie aktiv zu werden. Den Anlass bietet Terry Rileys »In C« für eine unbegrenzte Zahl von Mitwirkenden. Weitere Mitmach-Angebote, Workshops und Filmvorführungen runden das Festivalprogramm ab.

Gefördert durch die Stiftung Elbphilharmonie

Rund um das Festival