Mariinski-Theater

Nirgendwo spürt man die Seele russischer (Ballett-)Musik so sehr wie im legendären Sankt Petersburger Mariinski- Theater. Nun, fast nirgendwo. Denn wenn sich Chor, Orchester und Gesangssolisten unter der Leitung des Chefdirigenten Valery Gergiev für drei Tage in Hamburg einquartieren, durchweht ein Hauch von Mütterchen Russland auch den Großen Saal der Elbphilharmonie.

Der Glanz des Mariinski-Theaters strahlt schon seit seiner Eröffnung 1860 weit über die Grenzen Russlands hinaus. Tausende Menschen aus aller Welt pilgern jedes Jahr nach Sankt Petersburg, um eine Opern- oder Ballettaufführung im prächtigen Ambiente dieser altehrwürdigen Institution miterleben zu können, die sich in den letzten Jahren durch eine spektakuläre zweite Bühne und einen neuen Konzertsaal sowie Ableger in weiteren Städten konsequent erneuert hat.

Hamburger Musikfans können sich die weite Anreise in dieser Saison allerdings sparen, denn für ganze drei Tage ist das Mariinski mit seinen Ensembles – Chor und Orchester sowie einer handverlesenen Schar von Sängerinnen und Sängern – in der Elbphilharmonie zu Gast. Unter der Leitung des Mariinski-Chefdirigenten Valery Gergiev präsentieren sie einen Querschnitt ihres Lieblingsrepertoires mit einem Schwerpunkt auf Ballett und Oper.

So erklingen etwa Igor Strawinskys »Feuervogel« und Sergej Prokofjews dämonischer Opern-Psychotrip »Der feurige Engel«. Zu Ostern folgen übrigens noch die Kollegen vom Moskauer Bolschoi-Theater, mit dem das Mariinski eine Art Doppelspitze des russischen Musiktheaters bildet.