Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Kent Nagano
Eröffnungskonzert Internationales Musikfest Hamburg
György Ligetis Requiem, basierend auf der katholischen Liturgie, entstand zwischen 1963 und 1965, schon bald nach seinem epochalen Werk »Atmosphères«. »Mein Requiem ist nicht liturgisch. Ich bin nicht katholisch, ich bin jüdischer Herkunft, gehöre aber keiner Religion an. Ich habe den Text des Requiems wegen seiner Bilder der Furcht, der Angst vor dem Tod und des Endes der Welt verwendet.« Die Bildkraft seiner Musik steht der Musik von Gustav Mahler nahe: Mahler hatte im Finale seiner Zweiten Sinfonie eine apokalyptische Vision des Jüngsten Tages vor Augen. Doch die wollte er nicht im Sinne eines Weltenendes begreifen, sondern vielmehr als Appell, sich dem Leben neu zu stellen – und damit auch dieser existentiellen Fragen: »Was ist dieses Leben – und dieser Tod? Gibt es für uns eine Fortdauer? Ist dies alles nur ein wüster Traum, oder hat dieses Leben und dieser Tod einen Sinn?«
Besetzung
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Arnold Schoenberg Chor
Staatschor Latvija
Sarah Wegener Sopran
Gerhild Romberger Alt
Dirigent Kent Nagano
Programm
György Ligeti
Requiem für Sopran, Mezzosopran, zwei gemischte Chöre und Orchester
– Pause –
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 2 c-Moll für Sopran, Alt, Chor und Orchester »Auferstehungssinfonie«
Festival
Internationales Musikfest Hamburg
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