Musiklexikon

Musiklexikon

Begriffe rund um die Musik, einfach erklärt.

Alle wichtigen Begriffe zur Musik erklärt das Elbphilharmonie Musiklexikon.

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a cappella

Werke oder Konzertprogramme, die nur von Sängern, also ohne instrumentale Begleitung vorgetragen werden.

Ursprünglich: alla cappella (nach Art der Kapelle). Im 16. Jahrhundert wurden so mehrstimmige Vokalwerke im streng kontrapunktischen Stil bezeichnet. Wenn Instrumente mitspielten, begleiteten sie unisono die Gesangsstimmen.

absolute Musik

So nennt man Musik, in der außermusikalische Faktoren keine Rolle spielen, die sich als Kunst einzig auf sich selbst bezieht. Absolute Musik will – im Gegensatz zur Programmmusik – weder etwas beschreiben noch Geschichten erzählen, Bilder malen oder konkrete Gefühle ausdrücken.

Die versuchte Trennung zwischen »absoluter« und solcher Musik, die einem Zweck dient (z.B. der Unterhaltung) findet sich schwerpunktmäßig in den deutschsprachigen Ländern des 19. Jahrhunderts.

Absolute pitch

Die Fähigkeit, Tonhöhen auf Anhieb richtig zu bestimmen – ohne Referenzton. Meist angeboren oder in der frühen Kindheit erlernt.

Hier testet ein Vater das Gehör seiner fünfjährigen Tochter.

Agogic

Die Kunst gezielter kleiner Temposchwankungen, um einen musikalischen Vortrag lebendig und ausdrucksvoll zu gestalten; steht also nicht in den Noten und ist allein Sache des Interpreten.

Akkord (Chord)

Der Zusammenklang mehrerer Töne. Beispiel: Die Töne c, e und g ergeben einen C-Dur-Akkord.

Acoustics

Beschreibt, inwiefern ein Raum den Klang beeinflusst. Kirchen (hohe Decke, alles aus Stein) haben oft einen langen Nachhall - der Hamburger Michel hat zum Beispiel eine Nachhallzeit von etwa sechs Sekunden. Wohnzimmer (niedrige Decke, Teppiche) haben hingegen einen kurzen Nachhhall. Die Akustik von Konzertsälen wie der Elbphilharmonie liegt mit rund zwei Sekunden ungefähr in der Mitte.

Alto

Tiefe Stimmlage der Frauen. Es gibt aber auch Männerstimmen in dieser Lage, siehe Countertenor.

Oralia Dominguez singt die Arie der Erda »Weiche, Wotan, weiche« aus Richard Wagners »Das Rheingold«.

Alte Musik (Early Music)

Sammelbezeichnung für Musik vor 1750 (Johann Sebastian Bachs Todesjahr). Wird oft in Zusammenhang mit der historischen Aufführungspraxis verwendet.

Aria

Solistisch vorgetragenes Gesangsstück; meist Teil eines größeren Werkes wie Oper, Kantate oder Oratorium. Drückt ein starkes Gefühl aus, während die Handlung stillsteht.

atonal

Als atonal bezeichnet man Musik, die sich mit den Begriffen der Dur-Moll-Tonalität nicht fassen lässt. Der Begriff war ursprünglich polemisch gemeint für die Musik Arnold Schönbergs und seiner Schüler, die ihre Kompositionen nach anderen Regeln als denen der klassischen Harmonielehre (siehe Quintenzirkel) gestalteten.

Baroque

Epoche der Musikgeschichte, deren Zeitraum meist von etwa 1600 (Druck der ersten Oper, Jacopo Peris »Euridice«) bis 1750 (Todesjahr von Johann Sebastian Bach) angegeben wird. Wichtiges musikalisches Merkmal ist die Verwendung des Generalbasses. Zudem wurden viele der noch heute gebräuchlichen Instrumente in diesem Zeitraum entwickelt.

Baritone

Mittlere Stimmlage der Männer zwischen Tenor und Bass.

Falk Struckmann singt die Arie des Pizarro aus Beethovens Oper »Fidelio«.

Bass

Tiefste Männerstimme, siehe Stimmlage.

Boris Christoff singt die Arie des Gremin aus Piotr I. Tschaikowskys Oper »Eugen Onegin«.

Basso continuo

siehe Generalbass

Besetzung (Performers)

Gibt an, welche Instrumente oder Stimmen für ein Stück benötigt werden.

Das Orchester der Romantik – Besetzung

Blasinstrumente

Instrumente, deren Ton durch Luft erzeugt wird. Durch den Luftstrom beginnt im Instrument eine Luftsäule zu schwingen.

Zu den gängigen Blasinstrumenten des Sinfonieorchesters gehören Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Trompete, Posaune und Tuba. Weitere Blasinstrumente im Orchester: Piccoloflöte, Englischhorn (seltener: Oboe d'amore oder Heckelfon), Bassklarinette (selten: Bassetthorn), Kontrafagott und Bassposaune. Hin und wieder sind im Orchester auch Instrumente wie Saxofon und Euphonium (eine frühe Spielart der Tuba) anzutreffen.

Übrigens: Auch die Orgel und das Akkordeon sind Blasinstrumente.

Bruststimme

Benutzt man, wenn man tief singt. Dabei schwingen die gesamten Stimmlippen mit. Männer singen im klassischen Gesang meistens in der Bruststimme, Frauen eher in der Kopfstimme. Im Übergang zwischen beiden Registern liegt die Mittelstimme.

Cembalo (harpsichord)

Tasteninstrument, das mit einer Zupfmechanik ausgestattet ist – die Saiten werden also anders als beim Klavier nicht mit einem Hämmerchen angeschlagen, sondern gezupft. Besondere Bedeutung hatte es in der Barockmusik, bevor es allmählich vom Hammerklavier abgelöst wurde. Heute wird es vor allem in der historischen Aufführungspraxis eingesetzt.

Cembalo im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Cembalo im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg © Wikimedia Commons

Countertenor

Klassischer Sänger, der nur in der Kopfstimme (Falsett) singt und sich dadurch in derselben hohen Tonlage wie Frauenstimmen bewegt.

Im Eröffnungskonzert der Elbphilharmonie sang Countertenor Philippe Jaroussky Giulio Caccinis Arie »Amarilli mia bella« (aus »Le nuove musiche«).

Crossover

Crossover bezeichnet die Verschmelzung von zwei oder mehr musikalischen Genres in einem Werk, z.B. Jazz und Klassik oder Country und Punk.

Klassik meets Jazz: Henry Purcells »Strike the viol« in einer Jazz-Bearbeitung von Christina Pluhar. Es singt Raquel Andueza

Dirigent (Conductor)

»Ein Dirigent ist ein verkappter Diktator, der sich glücklicherweise mit der Musik begnügt«

Sergiu Celibidache

 

Ein bisschen stimmt das wohl, denn im Orchester tanzen alle nach seiner (inzwischen immer häufiger auch nach ihrer) Pfeife – bzw. nach seinem Taktstock. So hält ein Dirigent, der auch Maestro genannt wird, das Orchester zusammen und gibt das Tempo vor, ist aber auch für die ausdrucksstarke Interpretation des Stückes verantwortlich.

Dur

Eines der beiden sogenannten »Tongeschlechter« (Moll ist das andere). Ursprünglich bedeutet Dur »hart« im Gegensatz zum »weichen« Moll. Sowohl diese Charakterisierung als auch die Annahme, dass Dur-Tonarten immer fröhlich seien, ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Eindeutiges Kennzeichen des Dur-Akkords: Das Intervall der großen Terz vom Grundton zur dritten Stufe.

Dynamics

Die Lautstärke bzw. die verschiedenen Lautstärken eines Musikstückes. Dynamikanweisungen sind meist in italienischer Sprache verfasst (piano = leise; forte = laut).

Epoche

Zeitabschnitt der Geschichte, der sich durch stilistische Gemeinsamkeiten kennzeichnet. Die Musikgeschichte z.B. wird üblicherweise (und grob vereinfacht) in Barock, Klassik, Romantik und Neue Musik unterteilt. Epochenbegriffe sind jedoch nicht unproblematisch, da es immer auch gleichzeitige stilistische Strömungen gab und Übergänge stets fließend sind.

Die Musikgeschichte in 8 Minuten

Flügel

Große, geschwungene Bauform des Klaviers, bei der die Saiten nicht hochkant, sondern horizontal gespannt sind. Die Elbphilharmonie besitzt vier große Konzertflügel und einen kleineren, der im Orchester eingesetzt wird. Alle wurden in der Hamburger Manufaktur Steinway & Sons gefertigt.

Steinway & Sons Elbphilharmonie Limited Edition
Steinway & Sons Elbphilharmonie Limited Edition © Carsten Klick

Fugue

Ein Stück, in dem alle Stimmen identisch und gleich wichtig sind, aber zeitversetzt einsetzen. Einfachstes Beispiel: ein Kanon wie »Viel Glück und viel Segen«. Kompliziertestes Beispiel: Johann Sebastian Bach: »Die Kunst der Fuge«.

Grigory Sokolov spielt Bachs berühmte »Kunst der Fuge«

Gamelan

Traditionelle Musik aus Indonesien, die mit großen Gongs und klingenden Metall- und Holzstäben gespielt wird. Der Begriff bezeichnet sowohl den Musikstil als auch das aus diesen Instrumenten gebildete Ensemble.

Gamelan at the Elbphilharmonie
Gamelan at the Elbphilharmonie © Gilda Fernandez

Generalbass (Basso continuo)

Bezeichnet in der Musik von ca. 1600 bis 1800 die Basslinie in zwei- oder mehrstimmigen Werken mit den dazugehörigen Harmonien. Typisch für die Generalbass-Notation ist eine Kurzschrift aus Zahlen und Symbolen, die den Musikern Hinweise geben, wie die Basslinie harmonisiert werden soll. Fehlen diese Hinweise, erfolgt die Harmonisierung nach feststehenden Regeln, die damals allgemein bekannt waren. Diese Art der Notation gestattet den Basso-continuo-Spielern bei der Harmonisierung einen gewissen Spielraum für Improvisation.

Die Standard-Begleit-Combo für den Generalbass nennt man Continuo-Gruppe. Die Besetzung ist variabel, meist besteht sie aus einem Bass- und einem Tasteninstrument, z.B. Cello und Cembalo, häufig auch mit Fagott.

Harmony

Die Ordnung des Zusammenklangs mehrerer Töne oder Akkorde. Siehe auch Tonart, Quintenzirkel

Historische Aufführungspraxis

Sammelbegriff für die Bemühungen seit ungefähr 1900, Werke aus Renaissance und Barock so aufzuführen, wie sie zu ihrer Zeit geklungen haben. Die Musiker spielen auf in der jeweiligen Zeit gebräuchlichen Instrumenten wie z.B. Barockgeige, Gambe oder Laute. Unterschiede in den Spielweisen werden ebenfalls erforscht (z.B. in Bezug auf Verzierungen). Mittlerweile gibt es auch Aufführungen von Werken der Klassik, Romantik und Frühmoderne unter den Bedingungen der historischen Aufführungspraxis.

Das Problem: Wie ein Werk von beispielsweise Bach oder Händel zu deren Lebzeiten wirklich geklungen hat, kann man letzten Endes nicht mehr rekonstruieren – es bleibt also alles Spekulation.

Hosenrolle

So nennt man eine männliche Rolle in der Oper, die traditionell von einer Frau gesungen wird. Bekannte Beispiele: Cherubino in Mozarts »Le nozze di Figaro« und Hänsel in Engelbert Humperdincks »Hänsel und Gretel«.

Marianne Crebassa singt die Arie des Cherubino »Voi che sapete« aus Mozarts »Le nozze die Figaro«.

Improvisation

Eine Form der musikalischen Darbietung, die in der Ausführung selbst entsteht und nicht oder nur in einem geringen Umfang vorher schriftlich fixiert worden ist. Schon im Barock galt dies etwa für Verzierungen; in der Klassik bauten Komponisten in ihre Solokonzerte oft sogenannte Kadenzen ein, die vom Interpreten frei gestaltet werden konnten. Heute spielt die Improvisation für die klassische Musik – mit Ausnahme der Orgel – nur noch eine untergeordnete Rolle. Umso wichtiger ist sie seit jeher für den Jazz.

Jazz

Eine um 1900 vor allem in den Südstaaten der USA entstandene, ursprünglich von Afroamerikanern hervorgebrachte Musikrichtung, in der Elemente von Blues und Negro Spiritual mit der europäischen Militär- und Unterhaltungsmusik verschmolzen. Wichtigste Elemente sind der Einsatz von Blasinstrumenten (Saxofon, Posaune, Trompete), eine relativ freie Rhythmik und Harmonik und die Improvisation. Mittlerweile in vielfältiger Weise weiterentwickelt, häufig auch im Crossover mit anderen Genres wie Pop und Klassik.

Durch die Stationen des Jazz in zweieinhalb Minuten

Kadenz

Genau genommen hat der Begriff zwei Bedeutungen: Einerseits findet man Kadenzen in Solokonzerten. In einer ursprünglich freien Improvisation kurz vor Schluss des Satzes hat der Solist hier noch einmal die Gelegenheit, all seine Kunstfertigkeit unter Beweis zu stellen.

Als Kadenz bezeichnet man aber auch die Harmoniefolge, die ein Werk (oder einen Werkabschnitt) zum Abschluss bringt. Hier gibt es einige typische Formeln, die in einer sehr großen Zahl von Werken zu hören sind, die bekanntesten unter ihnen sind der Ganzschluss, der Halbschluss und der Trugschluss.

 

Der Pianist Christopher Park spielt eine Kadenz im ersten Satz von Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466.

Kammermusik (Chamber Music)

Stücke für in der Regel zwei bis neun Spieler, die für kleinere Räume gedacht sind. Ursprünglich bezeichnet der Begriff Musik, die für die fürstliche Kammer gedacht war, also für den weltlich-repräsentativen Gebrauch, im Gegensatz zur Kirchenmusik. Die wichtigsten Gattungen sind Streichquartett und Klaviertrio.

Klassik (Classical Music)

Im engeren Sinne: Die musikalische Epoche gegen Ende des 18. Jahrhunderts, vertreten z.B. von Haydn, Mozart und Beethoven, die sich durch eine gute Balance von Fasslichkeit und Komplexität auszeichnet und in der zahlreiche Formen wie Sonate und Sinfonie standardisiert wurden. Im weiteren Sinne: europäische Kunstmusik überhaupt.

Klavier (Piano)

Instrument, bei dem per Tastendruck kleine Hämmer klingende Saiten anschlagen. Früher bezeichnete der Begriff praktisch alle Tasteninstrumente außer der Orgel (auch Cembalo oder Flügel), heute eigentlich nur noch das hochkant stehende Klavier im heimischen Wohnzimmer (das eigentlich Pianino heißt).

Klaviertrio (Piano trio)

Bezeichnet sowohl die Kombination Geige / Cello / Klavier (nicht drei Klaviere!) als auch ein Stück für diese Besetzung. Im Jazz etwas anders: Klavier / Bass / Schlagzeug.

Kontrapunkt

Eine Art, mehrstimmige Musik zu organisieren. Dabei wird einer Melodie oder einem Thema Note für Note eine Begleitstimme hinzugefügt, deren Verlauf festgelegten Regeln folgt. Weil diese Technik besonders komplex und anspruchsvoll ist, gilt der Kontrapunkt als Königsdisziplin des Komponierens.

Kontrapunkt I, aus: Johann Sebastian Bach, Kunst der Fuge BWV 1080

Concert master

Der Stimmführer der Ersten Geigen ist zugleich Konzertmeister. Er sitzt (aus Publikumsperspektive) ganz vorn an der Bühnenkante, gleich links vom Dirigenten, spielt die Violinsoli und gibt zu Beginn eines Konzerts das Zeichen zum Einstimmen. Verdient innerhalb des Orchesters am meisten.

Kopfstimme

Benutzt man, wenn man hoch singt. Dabei schwingt nur der Rand der Stimmlippen. Im klassischen Gesang hört man die Kopfstimme bei hohen und mittleren Frauenstimmen. Männer singen meist in der Bruststimme – mit Ausnahme der Countertenöre. Ihre Kopfstimme bezeichnet man als Falsett.

Lied (Song)

In der klassischen Musik ist damit das »Kunstlied« gemeint, also ein sorgfältig auskomponiertes Musikstück für Gesang und Klavierbegleitung. Ihre Blütezeit erlebte diese Gattung in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit Komponisten wie Schubert, Schumann oder Brahms, die ganze thematisch sortierte Liederzyklen schrieben. Das deutsche Wort »Lied« wird auch im Englischen und Französischen für genau diese Gattung verwendet.

Der Bariton Matthias Goerne singt das Lied »Sonntag« von Johannes Brahms.

Liederabend (song recital)

Konzert mit mehreren Liedern oder Liederzyklen, meist dargeboten von einer Sängerin oder einem Sänger und einem begleitenden Pianisten.

Messe

Eine musikalische Gattung, die auf den Ablauf der Heiligen Messe in der Kirche zurückgeht. Ursprünglich handelt es sich bei Messkompositionen um Vertonungen einzelner Texte aus dem Gottesdienst (früher einfach als Gesangseinlagen im Gottesdienst gedacht). Über die Jahrhunderte sind daraus große zusammenhängende Werke für Chor, Orchester und Solisten geworden, die immer mehr auch in Konzerthäusern aufgeführt wurden.

Metronom

»Klick klack klick klack« – so in etwa klingt ein Metronom, ein kleines Gerät, das die exakte Geschwindigkeit vorgibt, mit der ein Stück gespielt werden soll. Dies steht meist in den Noten in Form einer Zahl, die die Dauer einer (Viertel-)Note angibt. Gemessen wird sie in »beats per minute« (Schläge pro Minute). Ein Beispiel: Tempo 60 bedeutet, dass in einer Minute 60 Viertel gespielt werden. Das Metronom hilft dabei, die Geschwindigkeit exakt zu finden – und zu halten.

Der Komponist György Ligeti hat dem Metronom sogar ein Stück gewidmet: »Poema sinfónico para 100 Metrónomos«.

Mezzosopran

Die mittlere Stimmlage bei Frauen. Mezzosoprane können hoch singen, haben aber einen etwas dunkleren Stimmklang als die »echten« Soprane.

Elīna Garanča singt die berühmt Arie der Carmen aus Georges Bizets gleichnamiger Oper.

Moll

Eines der beiden Tongeschlechter (Dur ist das andere). Ursprünglich bedeutet Moll »weich« im Gegensatz zum »harten« Dur. Sowohl diese Charakterisierung als auch die Annahme, dass Moll-Tonarten immer melancholisch seien, ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Eindeutiges Kennzeichen des Moll-Akkords: Das Intervall der kleinen Terz vom Grundton zur dritten Stufe.

Neue Musik (New Music)

Sehr allgemein verwendeter Begriff für die Kunstmusik des 20. und 21. Jahrhunderts, die oft durch ungewohnte Klänge und Rhythmen gekennzeichnet ist.

 

Oper

Bezeichnet sowohl die um 1600 entstandene musikdramatische Gattung als auch im weiteren Sinne das Opernhaus und dessen Ensemble. Eine Oper ist die Vertonung eines Textes (Libretto), die von Sängern, Orchester sowie manchmal auch von einem Chor oder sogar von Balletttänzern ausgeführt wird. Zu einer Operninszenierung gehören außerdem Bühnenbild, Kostüme und Requisiten. Da dies in der Elbphilharmonie nur schwer umsetzbar ist, finden Aufführungen hier meist konzertant (rein musikalisch) oder halbszenisch statt.

Richard Wagner, Der Walkürenritt (Karikatur)
Richard Wagner, Der Walkürenritt (Karikatur) © Wikimedia Commons

Opus

Lateinisch für »Werk«. In der Musik wurde der Begriff zunächst von Verlegern verwendet, um bereits gedruckte Werke zu bezeichnen. Später gaben viele Komponisten ihren Werken selbst Opuszahlen, um z.B. die Reihenfolge der Entstehung festzuhalten.

Etliche bedeutende Komponisten, unter ihnen Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Georg Friedrich Händel, haben allerdings darauf verzichtet, ihren Werken Opuszahlen zu geben. Hier wurden (und werden immer noch) durch die Musikwissenschaft nachträglich Werkverzeichnisse erstellt: das Bach- bzw. Händelwerkverzeichnis (BWV, HWV) und für Mozart das Köchelverzeichnis (KV).

Übrigens: Das Wort »Oper« leitet sich ebenfalls von »Opus« ab.

Oratorio

Eine meist abendfüllende Komposition für Orchester, Solisten und Chor über ein in der Regel geistliches Thema. Enthält wie die Oper auch meist eine Ouvertüre und Arien etc., wird allerdings überwiegend ohne Kostüme und Kulissen aufgeführt. Auch Händels berühmtes »Hallelujah« stammt aus einem Oratorium, dem »Messiah«.

Orgel

Gleichzeitig Tasten- und Blasinstrument, bekannt vor allem aus Kirchen oder Konzertsälen. Durch das Drücken der Tasten fließt ein Luftstrom durch die Orgelpfeifen und erzeugt den Ton. Die Orgel der Elbphilharmonie stammt aus der Werkstatt Johannes Klais Orgelbau.

Die kleinste Orgel der Welt baute der Berliner Andreas Hermert. Sie passt in eine Streichholzschachtel. Die größte Orgel der Welt ist die Orgel der Boardwalk Hall in Atlantic City (USA). Sie wiegt 150 Tonnen. Die größte spielbare Orgel der Welt steht (noch) in einem Kaufhaus in Philadelphia – das soll sich aber bis 2023 ändern, dann soll auch die Boardwalk-Hall-Orgel voll einsatzfähig sein.

Die Orgel der Elbphilharmonie
Die Orgel der Elbphilharmonie © Gilda Fernandez

Ouverture

Eine Ouvertüre ist ein instrumentales Vorspiel, das zur Eröffnung von Bühnen- oder Vokalwerken wie Oper, Ballett und Oratorium erklingt. Meistens ist der Vorhang noch zu, wenn die Ouvertüre gespielt wird. Es gibt auch reine Konzertouvertüren, die unabhängig von einem größeren Werk entstanden sind. Auf Konzertprogrammen findet man Ouvertüren oft als kurzen, schmissigen Einstieg in den Abend.

Parody music

Mit »Parodien« hat man sich nicht immer über etwas lustig gemacht. In der Musik bezeichnete der Begriff bis weit ins 18. Jahrhundert hinein ein musikalisches Selbst- oder Fremdzitat. Zur Zeit Bachs, Händels oder Telemanns war es noch selbstverständlich, bereits existierende Musik für andere Werke wiederzuverwenden: Händels »Israel in Egypt« besteht zu weiten Teilen aus Musik, die er bereits früher geschrieben hatte, darüber hinaus verarbeitete er Kompositionen u.a. von Alessandro Stradella und Jean-Philippe Rameau. Auch Johann Sebastian Bach parodierte regelmäßig eigene Werke: Das Weihnachtsoratorium und die h-Moll-Messe beispielsweise beinhalten zahlreiche ältere Kompositionen Bachs, die er sorgfältig überarbeitete. Im Gegensatz zu heute, wo vor allem Fremdzitate naserümpfend als »Plagiate« bezeichnet werden, galt das Zitieren von Werken anderer Komponisten im 18. Jahrhundert als Beweis für die Wertschätzung, die ein Künstler einem anderen entgegenbrachte.

Polyphonie

Als polyphon bezeichnet man eine mehrstimmige Komposition, in der alle Stimmen selbstständig und gleichwertig sind.

Gegensatz ist die homophone Kompositionsweise: Hier bildet eine Melodie die Hauptstimme, die anderen Stimmen hängen von ihr ab.

Programmmusik

So nennt man Musik, die sich auf außermusikalische Inhalte bezieht. Bekannte Beispiele: »Bilder einer Ausstellung« von Modest Mussorgsky (musikalische Beschreibung verschiedener Gemälde) oder »Die Moldau« von Bedřich Smetana (beschreibt den Verlauf des Flusses von der Quelle an).

Bedřich Smetana, »Die Moldau« aus dem Zyklus »Mein Vaterland«. Chamber Orchestra of Europe, Nikolaus Harnoncourt

Quintenzirkel

Der Quintenzirkel veranschaulicht die Ordnung der zwölf Tonarten und zeigt gleichzeitig an, wie viele Vorzeichen sie haben. Er funktioniert ganz einfach: Vom C in der Mitte geht man entweder rechtsherum in Quinten (5 Tonschritte) aufwärts oder linksherum in Quinten abwärts. Unten in der Mitte treffen sich die beiden Reihen wieder auf demselben Ton. Um die Reihenfolge der Töne rechts und links auswendig zu lernen, gibt es lustige Merksprüche:

Links: Freche Buben ESsen ASpirin DES GESandten
Rechts: Geh Du Alter Esel, Hole FISche

Recital

Ein Recital ist ein Konzertformat, bei dem ein einzelner Künstler im Mittelpunkt steht: entweder ein Solist (ggf. mit Begleitung) oder auch ein Komponist. Der Begriff leitet sich ab vom englischen »recite« (= öffentlich vortragen).

Rezitativ

In der Oper und im Oratorium vor allem des Barock spielt sich die Handlung ganz überwiegend in Rezitativen ab (während in den Arien Gefühle zum Ausdruck kommen). Der Text wird in Rezitativen sehr sprachnah vertont, sodass er gut zu verstehen ist. Die instrumentale Begleitung übernimmt meist das Cembalo, die Orgel oder die Continuo-Gruppe (siehe Generalbass).

Rezitativ »Mi par che stamattina« aus Wolfgang Amadeus Mozarts »Così fan tutte«

Romantic music

Musikalische Epoche. Umfasst fast das ganze 19. Jahrhundert und Komponisten von Franz Schubert über Carl Maria von Weber, Felix Mendelssohn und Robert Schumann bis hin zu Richard Wagner. Wie die Bezeichnung erahnen lässt, meist üppige, hochemotionale Klänge.

 

Die musikalische Romantik kurz erklärt.

Schuhschachtel

Bauprinzip für einen quaderförmigen Konzertsaal: Länge = Höhe + Breite. Insbesondere im Zusammenhang mit der stuckreichen Ausstattung, die im 19. Jahrhundert modern war, haben diese Säle meist eine hervorragende Akustik.
Berühmte Beispiele: Concertgebouw Amsterdam, Großer Musikvereinssaal Wien, Konzerthaus Dortmund, Boston Symphony Hall, Laeiszhalle Hamburg. Das Gegenprinzip sind Weinberg-Säle.

Symphony

Stück für Orchester; dauert meist 30–60 Minuten. Die wichtigste Gattung der klassischen Musik. Hat in der Regel – aber nicht immer! – vier Sätze. Dazwischen bitte nicht klatschen!

Beethovens Fünfte Sinfonie aus Sicht eines Sportreporters:

Seating arrangement (orchestra)

Wo die Musiker eines Orchesters auf der Bühne sitzen, hat einen erheblichen Einfluss auf den Klang der Musik und die Qualität des Zusammenspiels. Standard sind heute zwei »Basismodelle«, die im Detail oft noch variieren.

1. Die »amerikanische« Aufstellung: Hier sitzen vor dem Dirigenten von links nach rechts die ersten Geigen, die zweiten Geigen, die Bratschen, die Celli und hinter den Bratschen und Celli die Kontrabässe. Vorteil: Die ersten und zweiten Geigen hören sich gut und können besser zusammenspielen. Üblich in Amerika und vielen anderen Ländern weltweit.

2. Die »deutsche« oder »europäische« Aufstellung: Die ersten Violinen sitzen links vor dem Dirigenten, die zweiten Violinen rechts. Rechts neben den ersten Geigen die Celli, links neben den zweiten die Bratschen. Die Kontrabässe sitzen hinter den ersten Geigen. Vorteil: Schöne Klangbalance. Diese Aufstellung war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts allgemein üblich. Heutzutage wird sie wieder häufiger für das klassische und romantische Repertoire gewählt.

Sonata

Ein Stück für einen Instrumentalisten, meist mit Klavierbegleitung. Genannt wird in der Regel nur Ersterer, z.B. Violinsonate. Wenn tatsächlich nur ein Musiker auf der Bühne steht, spricht man von einer Solosonate. Außer bei Klaviersonaten – die sind immer für einen einzigen Pianisten geschrieben.

Soprano

Die höchste Stimmlage bei Frauen.

Patricia Petibon singt die Arie der Königin der Nacht aus Mozarts »Die Zauberflöte« – eine der höchsten Arien für Sopran.

Stimmlage

Die menschliche Singstimme wird in vier Haupt-Stimmlagen (oder -fächer) eingeteilt: Hohe Frauenstimmen singen Sopran, fortlaufend tiefer wird es mit Alt und den beiden Männerstimmen Tenor und Bass. Eine ähnliche Aufteilung findet man bei Instrumentenfamilien wie den Streichern (Geige, Bratsche, Cello, Kontrabass) und Blockflöten (Sopran-, Alt- Tenor- und Bassblockflöte).
Die mittlere Stimmlage heißt bei Frauen Mezzosopran, bei Männern Bariton. Einen Mann, der so hoch singen kann, dass er die Lage der Frauenstimmen erreicht, nennt man Countertenor.

Stimmton (Concert pitch)

Stimmton (oder Kammerton) nennt man den Ton, auf den sich das Orchester vor jedem Konzert einstimmt, in der Regel das eingestrichene a (aʼ). Heute ist international (mehr oder weniger) einheitlich festgelegt, dass der Kammerton eine Schwingungsfrequenz von 440 Hertz haben soll. Vor dem frühen 20. Jahrhundert lag der Kammerton je nach Ort bis zu einem Halbton über oder unter diesem Wert. Da viele Instrumente sich nicht ohne Weiteres umstimmen lassen, war die Vereinheitlichung des Stimmtons eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Künstler ohne Probleme weltweit gemeinsam auftreten können.

Streichinstrumente

Instrumente, deren Klang erzeugt wird, indem Saiten mit Hilfe eines Bogens zum Schwingen gebracht werden. Im Sinfonieorchester sind die Streichinstrumente üblicherweise mit Geigen, Bratschen, Celli und Bässen vertreten.

Ursprünglich gab es zwei Familien von Streichinstrumenten: die Da-braccia-Instrumente, die auf der Schulter liegend gespielt wurden, und die Da-gamba-Instrumente, die auf dem Knie liegend gespielt wurden. Die heute üblichen Streichinstrumente sind Weiterentwicklungen der Da-braccia-Instrumente in verschiedenen Tonlagen. Da-gamba-Instrumente findet man vor allem noch in der Alten Musik bzw. der historischen Aufführungspraxis, z.B. die Viola da gamba (kurz: Gambe), das Baryton oder den Violone.

String Quartet

Bezeichnet sowohl ein Ensemble aus zwei Geigen, Bratsche und Cello (siehe Streichinstrumente) als auch ein Stück für diese Besetzung. Gilt als anspruchsvollste Gattung der Kammermusik.

Temperature

Regelt die genauen Abstände zwischen den Tönen einer Oktave. Die Akkorde und Tonleitern ein und derselben Tonart klingen hörbar unterschiedlich, je nachdem, auf welche Temperatur ein Instrument gestimmt ist (s. Hörbeispiel).

Bei komplett »reiner« Stimmung bekommt man nämlich irgendwann ein Problem: Wenn man von einem Grundton ausgehend in reinen Quinten (Frequenzverhältnis 3:2) in die Höhe geht, kommt man sieben Oktaven höher nicht wieder beim gleichen Grundton heraus, sondern landet ganz knapp daneben. Für Tasteninstrumente wie das Klavier ist das natürlich schwierig, da auf deren Tastatur Intervalle, die kleiner als ein Halbton sind, nicht vorkommen. Gleichzeitig würde es sehr eigenartig klingen, wenn ein Halbtonschritt plötzlich merklich kleiner oder größer wäre als alle vorhergehenden. Um dieses sogenannte »pythagoreische Komma« also auszugleichen, werden die einzelnen Halbtonschritte der Oktave ein wenig verändert. Das kann man auf unterschiedliche Weise tun: Üblich ist heute die sogenannte gleichschwebende Stimmung, in der die Differenz auf alle Halbtonschritte gleichmäßig aufgeteilt wird, so dass diese alle genau gleich groß sind. Das führt allerdings dazu, dass die Terzen und Quinten, eigentlich die reinsten Intervalle, nun nicht mehr ganz so rein schwingen.

Vor dem Aufkommen der gleichschwebenden Stimmung gab es verschiedene andere Stimmungssysteme, die heute bekanntesten unter ihnen sind die wohltemperierte und die mitteltönige Stimmung. Hier wird das pythagoreische Komma jeweils auf unterschiedliche Weise ausgeglichen, meist mit dem Ziel, die Terzen und/oder Quinten der häufig verwendeten Tonarten so rein wie möglich klingen zu lassen. Das führt dazu, dass in diesen Stimmungen jede Tonart ihren ganz eigenen Charakter hat (ein Umstand, der von den Komponisten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts sehr gezielt genutzt wurde). Das ist bei der gleichschwebenden Stimmung nicht mehr so.

Hörvergleich: Die Dur-Akkorde und Tonleitern in drei unterschiedlich temperierten Stimmungen.

Tenor

Höhere Männer-Stimmlage.

Juan Diego Flórez singt »La donna è mobile« aus Giuseppe Verdis Oper »Rigoletto«

Tonart

Setzt sich aus Tongeschlecht (Dur oder Moll) und dem Grundton zusammen, z.B. C-Dur. In welcher Tonart ein Stück steht, kann man an den Vorzeichen ablesen.

Tutti

Heißt, alle spielen/singen mit. Manchmal bezieht sich »tutti« auch nur auf eine Teilgruppe: alle Sänger, alle Instrumentalisten, alle aus einer Stimmgruppe/Instrumentengruppe (z.B. alle Tenöre oder alle ersten Geigen).

unisono

So nennt man es, wenn Instrumente und/oder Stimmen genau das Gleiche auf der gleichen Tonhöhe (ggf. in unterschiedlichen Oktaven) spielen bzw. singen. Wirkt als Kontrast sehr eindrucksvoll.

Eine der berühmtesten Unisono-Stellen der Musikgeschichte: der Gefangenenchor aus Verdis Oper »Nabucco«.

Verzierung

Musikalische Schnörkel, die nicht – oder nur als Kürzel – im Notentext festgeschrieben sind. Triller oder Vorhalte beispielsweise werden mit Kürzeln notiert. Gerade im Barock war es darüber hinaus üblich, den Notentext nach eigenem Belieben auszuschmücken. Den Rahmen dafür setzten bestimmte Regeln, ansonsten aber blieb die Verzierung dem Geschmack der Ausführenden überlassen.

Virtuose

Jemand, der sein Instrument oder auch seine Singstimme technisch besonders meisterhaft beherrscht. In der Regel sind damit Künstlerinnen und Künstler gemeint, die unglaubliche musikalische Kunststücke vollbringen können, beispielsweise extrem schnelle Tonfolgen.

Virtuosen früherer Zeiten: Niccolò Paganini (Geige), Frédéric Chopin und Franz Liszt (Klavier), Adelina Patti und Farinelli (Gesang). Auch Bach und Händel galten als Virtuosen: an der Orgel.

Gesangsvirtuosin: Cecilia Bartoli singt die Arie »Non più mesta« aus Gioachino Rossinis »La Cenerentola«

Vorzeichen

Zeichen, die einzelnen Noten oder ganzen Werken bzw. Werkabschnitten vorangestellt sind. Sie geben an, wenn eine Note einen halben Ton höher oder tiefer gespielt werden soll als ihre Position auf der Notenlinie vermuten lässt. Wenn ein Kreuz (♯) vor der Note steht, wird sie um einen Halbton höher, bei einem b (♭) um einen Halbton tiefer.

Wenn die Vorzeichen am Beginn jeder Notenzeile notiert sind, gelten sie immer, sofern sie nicht mit dem Auflösungszeichen (♮) ungültig gemacht werden. Steht ein Vorzeichen (oder ein Auflösungszeichen) direkt vor einer Note, gilt es normalerweise nur für den betreffenden Takt.

Beethoven & Hashtags
Beethoven & Hashtags © David Garrett / Twitter

Weinberg

Bauprinzip für einen Konzertsaal. Dabei sitzt das Publikum rund um die Bühne, die Sitzreihen steigen zu allen Seiten auf, ähnlich wie bei einem Weinberg – daher der Name.
Berühmte Beispiele: Berliner Philharmonie (das erste Konzerthaus dieser Bauart), Elbphilharmonie, Gewandhaus Leipzig, Philharmonie de Paris.
Das Gegenprinzip sind Schuhschachtel-Säle.

Elbphilharmonie Grand Hall
Elbphilharmonie Grand Hall © Michael Zapf

World music

Einigermaßen fragwürdiger Begriff für Musik, die nicht aus Europa kommt: chinesische Oper, traditionelle mongolische Gesänge, spirituelle Klänge aus dem Orient, afrikanische Volksmusik, südamerikanische Salsa und vieles mehr.

Zugabe

Kurzes und besonders wirkungsvolles Musikstück, das ein Orchester oder ein Solist nach Ende des eigentlichen Konzerts spielen kann, wenn die Begeisterung des Publikums das rechtfertigt.
Typische Beispiele: Ungarischer Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms, Donauwalzer von Johann Strauss (Sohn), Hummelflug von Nikolai Rimski-Korsakow.

Übrigens: Bei Konzerten in Elbphilharmonie und Laeiszhalle werden die Zugaben oft am nächsten Tag auf der Homepage (bei der jeweiligen Veranstaltung) veröffentlicht.

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Max Richter: Sleep

In a monumental, eight-hour live stream from the Elbphilharmonie, the artist presents his own personal lullaby and accompanies the listener through the cycles of sleep.

Elbphilharmonie Talk with Max Richter

An interview with the world-famous composer.