Kinderwagen, Rollatoren, Stockschirme, Taschen ab Größe DIN A3 (42 cm × 30 cm) sowie Sportrucksäcke, -taschen und Reisegepäck müssen an der Garderobe abgegeben werden.
Jacken und Handtaschen dürfen mit in den Saal genommen werden.
Metamorphosen
Was passiert, wenn man den homogenen Streicherchor in seine Einzelstimmen auflöst, wenn ein Komponist statt für Streichorchester für eine Gruppe von Solostreichern komponiert? Dieser Frage gehen jeweils auf ihre eigene Art die beiden Werke nach, die den Rahmen des November-Konzerts der Hamburger Camerata bilden. György Ligeti wurde berühmt mit dem unverwechselbaren Sound seiner zarten Tongespinste. Für diese Musik, die klingt wie aus feinen Spinnfäden gewoben, erfand er den Namen »Mikropolyphonie«. In »Ramifications« (Verästelungen) trieb Ligeti diese Idee auf die Spitze: Er teilte das Ensemble in zwei Sextette auf, die um einen Viertelton gegeneinander verstimmt sind. Im Zusammenspiel ergibt sich eine Musik in der Schwebe, in der bekannte Klänge ungehörte Färbungen annehmen und sich völlig neue Perspektiven auftun. Einen »Widerschein meines ganzen vergangenen Lebens« nannte der 82-jährige Richard Strauss seine Studie »Metamorphosen«. Tief erschüttert vom Bombardement der Städte Dresden und des »bayerischen Pompeij« München schrieb Strauss hier einen Abgesang auf die europäische Musikkultur, als deren letzter großer Erbe er sich empfand. In diesem fein verästelten Musikstrom für 23 Streicherstimmen verwandeln sich die Motive ununterbrochen, und doch hat man stets das Gefühl, irgendwie Vertrautes zu hören. Erst am Schluss legt Strauss mit einem Zitat die Quelle dieses Klangflusses offen. Es ist der Trauermarsch aus Beethovens »Eroica«. Inmitten dieser komplexen Streicher-Studien steht als Gegenpol Mozarts Oboenkonzert C-Dur KV 314. Ein »Mittelding zwischen zu schwer und zu leicht« nannte Mozart einmal seine Konzerte und prägte damit selbst die Formel für seine raffinierte Klassizität. Eine Tugend, die noch 200 Jahre später György Ligeti zu schätzen wusste: »Die Einfachheit bei Mozart und Schubert liebe ich über alles. [...] Ist also Komplexität ein Wert an sich, oder ist Einfachheit ein Wert an sich? Ist die ›Zauberflöte‹ einfach?«
Hamburger Camerata
Stefan Schilli Oboe
Leitung Simon Gaudenz
Bekenntnisse im Spiegel der Zeit
György Ligeti
Ramifications
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Oboe und Kammerorchester C-Dur KV 314
Richard Strauss
Metamorphosen / Studie für 23 Solostreicher AV 142
Veranstalter: Hamburger Camerata
Seit 1908 ist die Laeiszhalle ein zentraler Treffpunkt für das Hamburger Musikleben. Der Große Saal der Laeiszhalle im neobarocken Ambiente fasst über 2.000 Besucher. (Bitte beachten Sie: Die Laeiszhalle befindet sich 3 km entfernt von der Elbphilharmonie.)
Kinderwagen, Rollatoren, Stockschirme, Taschen ab Größe DIN A3 (42 cm × 30 cm) sowie Sportrucksäcke, -taschen und Reisegepäck müssen an der Garderobe abgegeben werden.
Jacken und Handtaschen dürfen mit in den Saal genommen werden.
Die Damentoiletten befinden sich hinter den Garderoben im Parkett, 1. und 2. Rang. Herrentoiletten gibt es auf halber Ebene zwischen den Etagen, ebenfalls hinter den Garderoben.
Eine barrierefreie Toilette steht im Parkett links hinter der Garderobe zur Verfügung.
Laeiszhalle Hamburg
Johannes-Brahms-Platz
20355 Hamburg
Die Laeiszhalle ist mit Bus, Bahn und Fahrrad gut zu erreichen.
Die nächstgelegenen Haltstellen sind:
U2: Gänsemarkt / Messehallen
U1: Stephansplatz
Bus 3, X35, 112: Johannes-Brahms-Platz
Bus X3: U Gänsemarkt (Valentinskamp)
Bus 4, 5, 109: Stephansplatz
StadtRAD: Station Sievekingplatz / Gorch-Fock-Wall
Vor der Laeiszhalle sind Fahrradständer vorhanden.
Parkhaus Gänsemarkt: Dammtorwall / Welckerstraße
Je angefangene Stunde: € 4,50
Nachttarif (18–6 Uhr): maximal € 11
24-Stunden-Tarif: maximal € 30
Bitte beachten Sie: Im direkten Umfeld der Laeiszhalle befinden sich mehrere Baustellen, die die Anfahrt erschweren können. Bitte planen Sie daher ausreichend Zeit für Ihren Weg ins Konzert ein.
Elbphilharmonie und Laeiszhalle werden aus einer Hand betrieben, befinden sich aber 3 km voneinander entfernt.
Bitte planen Sie Ihren Besuch so, dass Sie spätestens 30 Minuten vor Beginn am Haupteingang sind, ein Nacheinlass für verspätete Besucher in den Saal kann nicht garantiert werden.
Der Eingang zum Kleinen Saal ist am Gorch-Fock-Wall.
Einlasszeiten Großer und Kleiner Saal:
Veranstaltungen ohne Einführung:
Foyers: 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Saal: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Veranstaltungen mit Einführung:
Foyers: 90 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Saal: 15 Minuten vor Beginn der Einführung
Wenn für diese Veranstaltung eine Einführung angeboten wird, ist dies weiter oben unter PROGRAMM vermerkt.
Alle Säle sind auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Weitere Infos unter www.elbphilharmonie.de/barrierefreiheit.
Grundsätzlich ist das Fotografieren zu privaten Zwecken in der Laeiszhalle erlaubt. Dabei muss die Privatssphäre anderer Besucher:innen und der störungsfreie Konzertablauf gewahrt bleiben. Mitarbeiter:innen und Künstler:innen dürfen nicht fotografiert werden.
Das Aufzeichnen von Veranstaltungen auf Ton- oder Bildträger ist nicht gestattet.
Film- oder Fotoaufnahmen zu redaktionellen oder kommerziellen Zwecken müssen vorab durch die Pressestelle der Elbphilharmonie und Laeiszhalle genehmigt werden.
Merkliste
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