Kinderwagen, Rollatoren, Stockschirme, Taschen ab Größe DIN A3 (42 cm × 30 cm) sowie Sportrucksäcke, -taschen und Reisegepäck müssen an der Garderobe abgegeben werden.
Jacken und Handtaschen dürfen mit in den Saal genommen werden.
Italienische Serenade
Italienische Musik im 19. Jahrhundert, das war Oper, Oper und nochmals Oper. So wundert es einen auch nicht, dass der berühmteste aller italienischen Opernkomponisten, Giuseppe Verdi, Instrumentalmusik als »eine Sache für die Deutschen« einstufte. Speziell das Streichquartett hielt Verdi für »eine Pflanze, die im italienischen Klima nicht gedeiht«. Bei allem Respekt vor dem Maestro schickt sich die HAMBURGER CAMERATA zum Sommeranfang 2010 an, das Gegenteil zu beweisen. Den Rahmen des Programms bilden Streichquartette zweier großer italienischer Operisten. Dank seines aus Bayern stammenden Lehrers Johann Simon Mayr lernte Gaetano Donizetti früh die Quartette Haydns und Beethovens kennen und schrieb noch als Student 16 Streichquartette zu Übungszwecken. Mit den Quartetten Nr. 17 und 18 aus dem Jahr 1825 gelangen ihm dann zwei gültige Beiträge zu dieser ehrwürdigen Gattung. Angeblich auch nur als Fingerübung schrieb Verdi 1873 sein Streichquartett e-moll in einigen Mußestunden nach der Komposition der »Aida«. Uraufführen ließ er es nur im Freundeskreis. Dabei bewirtete er seine Gäste mit trockenem Schwarzbrot und warnte sie, bloß nicht einzuschlafen. Doch das war reine Attitüde. Spätestens beim Fugenfiale wird klar, dass der »Bauer von Roncole« es den akademischen Deutschen hier mal so richtig zeigen wollte. Das Konzert für Oboe und Streicher in d-moll wurde zunächst Vivaldi, dann Benedetto Marcello, bis es zu guter letzt dem eigentlichen Komponisten Alessandro Marcello zugeschrieben wurde. Es ist sein bekanntestes Werk, wohl auch, weil Johann Sebastian Bach es später für Cembalo arrangierte. Nachdem er es in jungen Jahren ohne Abschluss verlassen hatte, wurde der deutsch-stämmige Hermann Wolf, nun als Ermanno Wolf-Ferrai, in seinen letzten Lebensjahren Direktor des Konservatoriums Benedetto Marcello in Venedig. Berühmt wurde Wolf-Ferrari durch seine komischen Opern nach Goldoni; doch schuf der Wahlmünchener und Sohn eines deutschen Kunst-Malers auch eine große Zahl von Kammermusikwerken und einige Konzerte. Der Italiener ehrenhalber in diesem Sommerprogramm ist der Wahlwiener Hugo Wolf. Der kam in seinem Leben zwar nur kurz bis Cortina d’Ampezzo – und begeisterte sich dort 1896 vor allem für den Gassenhauer »Funiculì, funiculà«.. Italien, das war für Wolf also eher ein literarisch inspirierter Traum. Doch der typisch teutonischen Sehnsucht nach »dem Land, wo die Zitronen blühen«, setzte er schon 1887 in seiner »Italienischen Serenade« ein bleibendes Denkmal.
Hamburger Camerata
Ramón Ortega Quero Oboe
Leitung Alexander Mayer
Gaetano Donizetti
Quartett D-Dur Nr. 17 (Fassung für Streichorchester)
Alessandro Marcello
Konzert für Oboe, Streicher und Basso continuo d-Moll S.Z 799
Ermanno Wolf-Ferrari
Idillio-Concertino für Oboe, Streicher und Hörner A-Dur op. 15
Hugo Wolf
Italienische Serenade G-Dur / Bearbeitung für Orchester
Giuseppe Verdi
Streichquartett e-Moll
(Fassung für Streichorchester)
Veranstalter: Hamburger Camerata
Seit 1908 ist die Laeiszhalle ein zentraler Treffpunkt für das Hamburger Musikleben. Der Große Saal der Laeiszhalle im neobarocken Ambiente fasst über 2.000 Besucher. (Bitte beachten Sie: Die Laeiszhalle befindet sich 3 km entfernt von der Elbphilharmonie.)
Kinderwagen, Rollatoren, Stockschirme, Taschen ab Größe DIN A3 (42 cm × 30 cm) sowie Sportrucksäcke, -taschen und Reisegepäck müssen an der Garderobe abgegeben werden.
Jacken und Handtaschen dürfen mit in den Saal genommen werden.
Die Damentoiletten befinden sich hinter den Garderoben im Parkett, 1. und 2. Rang. Herrentoiletten gibt es auf halber Ebene zwischen den Etagen, ebenfalls hinter den Garderoben.
Eine barrierefreie Toilette steht im Parkett links hinter der Garderobe zur Verfügung.
Laeiszhalle Hamburg
Johannes-Brahms-Platz
20355 Hamburg
Die Laeiszhalle ist mit Bus, Bahn und Fahrrad gut zu erreichen.
Die nächstgelegenen Haltstellen sind:
U2: Gänsemarkt / Messehallen
U1: Stephansplatz
Bus 3, X35, 112: Johannes-Brahms-Platz
Bus X3: U Gänsemarkt (Valentinskamp)
Bus 4, 5, 109: Stephansplatz
StadtRAD: Station Sievekingplatz / Gorch-Fock-Wall
Vor der Laeiszhalle sind Fahrradständer vorhanden.
Parkhaus Gänsemarkt: Dammtorwall / Welckerstraße
Je angefangene Stunde: € 4,50
Nachttarif (18–6 Uhr): maximal € 11
24-Stunden-Tarif: maximal € 30
Bitte beachten Sie: Im direkten Umfeld der Laeiszhalle befinden sich mehrere Baustellen, die die Anfahrt erschweren können. Bitte planen Sie daher ausreichend Zeit für Ihren Weg ins Konzert ein.
Elbphilharmonie und Laeiszhalle werden aus einer Hand betrieben, befinden sich aber 3 km voneinander entfernt.
Bitte planen Sie Ihren Besuch so, dass Sie spätestens 30 Minuten vor Beginn am Haupteingang sind, ein Nacheinlass für verspätete Besucher in den Saal kann nicht garantiert werden.
Der Eingang zum Kleinen Saal ist am Gorch-Fock-Wall.
Einlasszeiten Großer und Kleiner Saal:
Veranstaltungen ohne Einführung:
Foyers: 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Saal: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Veranstaltungen mit Einführung:
Foyers: 90 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Saal: 15 Minuten vor Beginn der Einführung
Wenn für diese Veranstaltung eine Einführung angeboten wird, ist dies weiter oben unter PROGRAMM vermerkt.
Alle Säle sind auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Weitere Infos unter www.elbphilharmonie.de/barrierefreiheit.
Grundsätzlich ist das Fotografieren zu privaten Zwecken in der Laeiszhalle erlaubt. Dabei muss die Privatssphäre anderer Besucher:innen und der störungsfreie Konzertablauf gewahrt bleiben. Mitarbeiter:innen und Künstler:innen dürfen nicht fotografiert werden.
Das Aufzeichnen von Veranstaltungen auf Ton- oder Bildträger ist nicht gestattet.
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