Mit technischer Perfektion und einer enormen Wandelbarkeit gehört das französische Quatuor Ébène seit langem zu den Star-Formationen der internationalen Musikwelt. »Ein Streichquartett, das sich mühelos in eine Jazzband verwandeln kann«, schwärmte die New York Times. Für seine »Elbphilharmonie Session« im schönen Ambiente der Laeiszhalle hat das Vierergespann aber natürlich keinen Jazz im Gepäck, sondern einen echten Hit-Komponisten der Klassik: Wolfgang Amadeus Mozart. Mit einem Satz aus dessen Quartett in D-Dur KV 575 widmen sich die Musiker:innen einem der letzten Streichquartette des gebürtigen Salzburgers – ein melodiefreudiges und seelenvolles Werk.
»Diese Musik ist so gesund. Wir lieben sie sehr.«
Quatuor Ébène
Live im Konzert :27. Februar 2025
Bei seinem nächsten Hamburg-Besuch wechselt das Quatuor Ébène von der Laeiszhalle in die Elbphilharmonie – mit Repertoire-Schätzen und Brandneuem.

Das Quartett
Seit über 20 Jahren gehört das Quatuor Ébène zur Crème de la Crème der Musikwelt. 1999 gegründet, gelang dem französischen Vierergespann spätestens mit seinem Sieg beim prestigeträchtigen ARD Musikwettbewerb ein regelrechter Senkrechtstart in die Weltkarriere. Die vier Musiker:innen sind auf allen großen Bühnen der Konzertwelt unterwegs, auch in Hamburg gehören sie nicht nur für Kammermusik-Fans stets zu den besonderen Saison-Highlights. Ihre breite Diskografie umfasst Alben mit Klassikern von Schubert, Mozart, Beethoven und Debussy – Einspielungen, für die das Quartett zahlreiche Preise abräumte.
Neben dem traditionellen Repertoire tauchen die Musiker:innen immer wieder auch in andere Stile ein – nicht ohne Grund also die Bezeichnung als »Jazzband« in der New York Times. Eher aus Spaß und nur zur Abwechslung improvisierten die jungen Musiker:innen damals in den Proberäumen ihrer Universität über Jazz-Standards und Pop-Songs – heute sind solche Zugaben oder auch entsprechende CD-Produktionen zu einem besonderen Markenzeichen geworden.
Besetzung
Quatuor Ébène
Pierre Colombet Violine
Gabriel Le Magadure Violine
Marie Chilemme Viola
Yuya Okamoto Violoncello

Die Musik :Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett D-Dur KV 575 / IV. Allegretto (1789)
Mozarts Streichquartett in D-Dur KV 575 ist eines der drei letzten Quartette, die der berühmte Klassiker in den zwei Jahren vor seinem jungen Tod zu Papier brachte. Ihren Beinamen als »Preußische Quartette« bekamen diese drei, weil Mozart sie ursprünglich im Auftrag des Cello spielenden preußischen Königs Wilhelm II. komponierte – auch wenn der Komponist sie schließlich aus verschiedenen Gründen doch anderweitig zum Verlag geben musste. Dem Cello begeisterten König zuliebe schuf Mozart in diesen Kompositionen aber dennoch eine besonders wichtige und melodiefreudige Cello-Stimme. Eine solche Gleichberechtigung der Stimmen war seinerzeit etwas Neues und ein wegweisender Schritt in Richtung der Kompositionen späterer Kollegen wie Beethoven und Schubert.
Gerade der 4. Satz des D-Dur-Quartetts beginnt mit einer wunderschönen und leichtfüßigen Cello-Kantilene, die den melodischen Ausgangspunkt des beschwingten Allegrettos bildet. So wundert es nicht, dass sich das Quatuor Ébène ausgerechnet bei diesen »Preußischen Quartetten« bediente, um 2024 den neuen Cellisten des Quartetts, Yuya Okamoto, vorzustellen.
»Diese Musik ist sehr natürlich. Sie wirkt fast bescheiden, niemals protzig.«
Quatuor Ébène

Der Ort
Der Kleine Saal der Laeiszhalle wurde nach dem Zweiten Weltkrieg neu ausgestattet – und ist heute einer der wenigen authentisch erhaltenen Konzertsäle im 50er-Jahre-Design. In dem gemütlichen Rahmen finden Kammermusikreihen, Liederabende oder Jazzkonzerte statt. Der Saal bietet Platz für 640 Besucher und ist damit etwas größer als der Kleine Saal der Elbphilharmonie.
Produktion:
Udo Potratz Sound Engineer
Jasper Techel Camera
Gert Seggewiß Assistant Camera
Pauline Schüler Grip
Julian Conrad Edit
Julian Conrad, Julika von Werder Production Management
Zur Reihe
Für die Elbphilharmonie Sessions nehmen Künstler:innen exklusive Musikvideos in Elbphilharmonie und Laeiszhalle auf – manchmal auch abseits der Bühnen, an ungewöhnlichen Orten. Hier findet jeder Sound seine eigene Kulisse.