Kirill Gerstein
Video on Demand vom 6.9.2025

Alan Gilbert & Kirill Gerstein zum Saisonauftakt

Ein fulminanter Saisonbeginn mit Musik von Mahler, Rachmaninow und Strauss.

»Die Einleitung stellt das Erwachen der Natur aus langem Winterschlafe dar«, kommentierte Gustav Mahler den Beginn seiner Ersten Sinfonie. Genau die richtigen Töne für das NDR Elbphilharmonie Orchester, um aus der langen Sommerpause zu »erwachen« In ihrer »Opening Night« versprühen die Musiker:innen und Chefdirigent Alan Gilbert viel Aufbruchsstimmung – mit Musik von Mahler, Strauss und Rachmaninow. Star-Gast des Abends: der Pianist Kirill Gerstein, der nicht zuletzt für seine besondere Wandelbarkeit weltbekannt ist.

Besetzung

NDR Elbphilharmonie Orchester

Kirill Gerstein Klavier

Dirigent Alan Gilbert

Programm

Richard Strauss
Burleske für Klavier und Orchester d-Moll TrV 145

Sergej Rachmaninow
Rhapsodie über ein Thema von Paganini für Klavier und Orchester op. 43

– Pause –

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Über das Programm

Mahlers jugendlich überschwängliche Erste Sinfonie markiert den Startpunkt eines wirkungsmächtigen Œuvres, das die ganze Welt mit all ihrer Schönheit, aber auch ihren finsteren Abgründen spiegelt. Es ist ein Stück, das – so der Komponist – »einen kraftvoll-heldenhaften Menschen, sein Leben und Leiden, Ringen und Unterliegen gegen das Geschick« schildert und am Ende in schlicht überwältigendem Optimismus gipfelt. Ein Stück, das insofern auch Mut macht, gesellschaftliche Herausforderungen zu bestehen – und das damit gerade in unseren Tagen als idealer Auftakt zu einer Spielzeit voll Freude und Kraft spendender Musik erscheint.

Von solcher Aufbruchstimmung ist aber nicht nur Mahlers sinfonischer Erstling bestimmt: Auch die Burleske für Klavier und Orchester, die der frühreife Richard Strauss im Alter von 21 Jahren komponierte, birgt den »Zauber des Anfangs« und kündet von einer großen Zukunft. In seiner musikalischen Kühnheit atmet dieses Werk den aufmüpfigen Geist eines »jungen Wilden« wie es zugleich in einigen vollgriffigen, schwelgerischen Passagen die weit ausholende Geste des späteren Luxus-Klangvirtuosen offenbart. Ein Stück wie gemacht für den »Wandler zwischen den Welten« Kirill Gerstein, dessen kraftvolles und zugleich ungeheuer sensibles Klavierspiel von Erfahrungen in Jazz und Klassik gleichermaßen geprägt ist.

Danach spielt Gerstein Sergej Rachmaninows nicht weniger vielfarbige »Paganini-Rhapsodie«, mit der der Komponist im Schweizer Exil seinen Neustart als schaffender Künstler nach längerer Solistentätigkeit feierte. Auch hier geht’s also mit viel neuer Energie in die Saison – und mit ganz viel Gefühl, denn das Werk enthält mit der Variation Nr. 18 wohl einen der bekanntesten, wunderbarsten Schmachtfetzen des russischen Komponisten.

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