Portrait Thomas Adès

Noch vor seinem Kompositionsstudium am altehrwürdigen King’s College in Cambridge wurde Thomas Adès als Wunderknabe der zeitgenössischen Musik gehandelt. Heute, rund 30 Jahre später, zählt der Brite längst zu den meistgespielten Komponisten der Gegenwart. Seine enorm breit angelegte Klangsprache, die Einflüsse von Barock bis Jazz integriert, ist bei den Weltklasseorchestern von Berlin bis Boston heiß begehrt – nicht zuletzt, weil die Zugänglichkeit seiner Werke für ein etwas anderes, publikumsfreundlicheres Verständnis von Neuer Musik steht. Nun widmet die Elbphilharmonie Adès ein vierteiliges Portrait, das gleich mehrere Facetten des dreifach begabten Künstlers zeigt.

So tritt er als Dirigent ans Pult der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und spielt gemeinsam mit ihren Mitgliedern in Kammermusikbesetzung auch selbst Klavier. Das Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst bringt zudem seine »Angel Symphony« zur Aufführung, eine Suite aus seiner dritten Oper »The Exterminating Angel«, die 2016 bei den Salzburger Festspielen erfolgreich uraufgeführt wurde. Und im Rahmen des neuen Festivals »Elbphilharmonie Visions« ist er im Februar beim NDR Elbphilharmonie Orchester zu Gast, um sein Klavierkonzert zu dirigieren.