Klingt nach Gilbert

Der neue Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters stellt sich vor

Das Eröffnungskonzert der Saison 2019/20 ist zugleich das Antrittskonzert von Alan Gilbert als Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Wer ist der neue Mann an der Spitze? Wofür schlägt sein Künstlerherz? Im Rahmen des dreiwöchigen Festivals »Klingt nach Gilbert« gibt der Dirigent musikalische Antworten. Sechs facettenreiche Programme bilden den Start der intensiven Zusammenarbeit mit dem Residenzorchester der Elbphilharmonie.

Stark nach Gilbert klingt schon die Saisoneröffnung: Der gebürtige New Yorker mit japanischen Wurzeln entdeckt gemeinsam mit Musikern und Publikum seine persönlichen »musikalischen Kontinente«. So führen die hierzulande fast unbekannte Sinfonie »Jeremiah« von Leonard Bernstein, Charles Ives' »The Unanswered Question« und »Amériques« von Edgard Varèse in Gilberts amerikanische Heimat.

Mit der Uraufführung eines Werks der aktuellen NDR-Residenzkomponistin Unsuk Chin rückt der neue Chef auch die Musik unserer Zeit in den Fokus. Den Auftakt des Konzerts aber bildet die Erste Sinfonie des Hamburgers Johannes Brahms – eine Verneigung Gilberts vor der gelebten Tradition seines Orchesters, der er sich als Wahl- Europäer tief verbunden fühlt.

Von Gilberts Vielfalt zeugen auch die weiteren Konzerte im Rahmen des Antrittsfestivals: Magnus Lindbergs gewaltiges Opus »Kraft« im Großen Saal der Elbphilharmonie, Haydn in der Laeiszhalle, der Jubilar Beethoven im Spiegel zeitgenössischer Musik. Ja, selbst an der Bratsche wird der neue Chef gemeinsam mit seinen Musikern im Kammerkonzert zu erleben sein. Das klingt verdammt nach Gilbert!