Internationales Musikfest Hamburg

Programmatische Höhepunkte zum Saisonfinale: Die großen Hamburger Orchester und hochkarätige Gäste widmen sich bei dieser Ausgabe über vier Wochen dem Motto »Liebe«.

»Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.« Als der Apostel Paulus diese Worte an die junge Gemeinde in Korinth schrieb, konnte er nicht ahnen, damit den populärsten Trauspruch aller Zeiten zu verfassen. Noch weniger aber, einmal die thematische Ausrichtung des Internationalen Musikfests Hamburg zu benennen. Denn nachdem die Festival-Mottos 2020 »Glauben« und 2021 »Hoffnung« lauteten, dreht sich in dieser Ausgabe alles um – genau, die Liebe. Und was könnte unsere Welt heute mehr gebrauchen?

Das vollständige Programm wird im Herbst bekannt gegeben.

Gerade Liebespaare, deren Bindung stärker ist als alle widrigen Umstände, haben es Komponisten quer durch die Jahrhunderte angetan: Romeo und Julia, Pelléas und Mélisande oder Porgy und Bess. Sie und viele andere inhaltliche Anknüpfungspunkte durchziehen die Konzerte im (Wonnemonat) Mai, wenn das Musikfest wieder die Kräfte der einheimischen Szene bündelt und hochkarätige internationale Gäste begrüßt, etwa die Wiener Philharmoniker, das Orchester der Mailänder Scala und das Concertgebouworkest Amsterdam.

Wieder steht außerdem ein Komponist mit besonderem Hamburg-Bezug im Fokus: der deutschstämmige Alfred Schnittke, der nach dem Fall des Eisernen Vorhangs aus der Sowjetunion hierher übersiedelte und bis zu seinem Tod 1998 in Eppendorf lebte. Beim Community-Projekt »Love est. 2023« werden Hamburgerinnen und Hamburger gemeinsam kreativ. Und im Eröffnungskonzert erklingt ein neues Werk des US-Amerikaners Sean Shepherd auf Texte der Lyrikerin Ulla Hahn.

Gefördert durch die Stiftung Elbphilharmonie und den Förderkreis Internationales Musikfest Hamburg