Laeiszhalle Kleiner Saal

VERLEGT: Kammerkonzert der Symphoniker Hamburg

Das Konzert wurde in den Großen Saal der Leiszhalle verlegt

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie kann der Spielbetrieb von Elbphilharmonie und Laeiszhalle nicht wie geplant stattfinden. Das Konzert wurde in den Großen Saal der Laeiszhalle verlegt. Ticketkäufer und Abonnenten wurden per E-Mail informiert. Zum Ersatzkonzert

Dieser Konzertabend überwindet gleich mehrere Grenzen. Vom Altmeister Georg Philipp Telemann und der höfisch geprägten Musik des 18. Jahrhunderts spannt sich der Bogen bis in die Gegenwart zur Komponistin Thea Musgrave.

Müssen Komponisten immer Männer sein? Auf diese verzerrte Erwartungshaltung spielt Thea Musgrave an, wenn sie sagt: »Ja, ich bin eine Frau, und ich bin auch Komponistin. Aber selten beides gleichzeitig.« Klar ist: Ihre Beiträge zur Oboen-Literatur sind von unschätzbarem Wert. Wie ihr Komponistenkollege Henry Cowell überwand sie die Grenzen ganzer Kontinente, ohne viel Aufhebens darum zu machen.

Der Pariser Komponist Jacques Ibert liegt irgendwo zwischen der Expressivität des 20. Jahrhunderts und den feinsinnigen Impressionisten Claude Debussy und Maurice Ravel. Ebenfalls von diesen beiden beeinflusst war Manuel de Falla, dessen ausdrucksstarker Stil zudem von der heimatlichen spanischen Volksmusik geprägt war.

Dieses Kolorit ist auch bei Astor Piazzolla unverkennbar. Sein »Tango Nuevo« entwickelte den traditionellen argentinischen Tanz weiter und hob ihn auf die Konzertbühne, ohne Leidenschaft, Poesie und Erotik zu verlieren.

Ravi Shankars Sitar-Spiel hat die traditionelle indische Musik in der westlichen Welt bekannt gemacht. Die Grenzen zwischen der Improvisation traditioneller Ragas und eigener Kompositionen waren bei ihm fließend: »Meine Musik ist wie ein Gebet«, bekannte er selbst. Als bedeutender Vermittler zwischen Ost und West trat auch der deutsch-koreanische Komponist Isang Yun in Erscheinung, dessen Schaffen im Zeichen der Auseinandersetzung mit koreanischer Musiktradition vor dem Hintergrund der Neuen Musik stand.

Besetzung

Mitglieder der Symphoniker Hamburg

Programm

Georg Philipp Telemann
Triosonate D-Dur TWV42/D1

Jacques Ibert
Deux Interludes für Flöte, Violine und Harfe

Manuel de Falla
Siete canciones populares españolas (Auswahl)

Henry Cowell
Quartett für Flöte, Oboe, Violoncello und Harfe

Thea Musgrave
Impromptu Nr. 1

Astor Piazzolla
Night Club 1960
Café 1930

Isang Yun
Sonata für Oboe, Harfe und Violoncello

Ravi Shankar
L'Aube enchantée sur le Raga »Todi«

Abonnement

Symphoniker Hamburg / Das Kammerkonzert-Abonnement

Veranstalter: Symphoniker Hamburg