NDR Kammerkonzert
Dvořák: Klavierquartett op. 23 & Klavierquintett op. 81
Es ist reizvoll, zwei der zentralen Stücke der Dvořákschen Kammermusik, von denen das Klavierquintett op. 81 das wohl bekanntere ist, einmal in einem Konzert direkt gegenüberzustellen – dies war die Überlegung bei der Zusammenstellung des Programms. Komponiert in Dvořáks »slawischer Periode« in den 1870er Jahren, verbinden sich im Quartett auf kompositorisch eindrückliche Einweise Anregungen aus dem strengeren Satzstil von Brahms – dem erklärten Vorbild Dvořáks – mit dem Duktus des typisch tschechischen Volkstons und einem bewusst einfachen, volkstümlicheren Musizieren. Eine Tendenz zum weiten Sich-Aussingen der Melodien ist offenkundig, gerade auch im Nachtstück des zweiten Satzes.
Im August 1887 begonnen und schon im darauffolgenden Monat September vollendet, erlebte das Klavierquintett A-Dur, op. 81 Anfang 1888 in Prag seine Uraufführung. Die Erstaufführung in London vier Monate später brachte dem Stück große internationale Aufmerksamkeit, denn es vereint wesentliche, charakteristische Aspekte seiner Kammermusik: »Reiche melodische Erfindung, üppiger Klang, meisterliche Form, volkstümliche Einfälle neben spätromantischem Pathos. Das Quintett wirkt wie der Versuch einer Synthese zwischen dem naiven Lyrismus des ›Forellenquintetts‹ von Schubert und dem sinfonischen Charakter des Klavierquintetts von Brahms. Wenn Dvořák bei Mozart davon sprach, es sei alles ›so schön komponiert‹, so nahm dieses Verlangen nach absoluter Schönheit in seiner eigenen Musik oft genug einen Zug zum schier endlosen Sich-Aussingen an.« (Karl Böhmer)
Besetzung
Ho-Hsuan Feng Violine
Rodrigo Reichel Violine
Jan Larsen Viola
Christoph Rocholl Violoncello
Paul Rivinius Klavier
Programm
Antonín Dvořák
Klavierquartett D-Dur op. 23
– Pause –
Antonín Dvořák
Klavierquintett A-Dur op. 81
Veranstalter: NDR
Spielort : Rolf-Liebermann-Studio
Bis 1938 war das Rolf-Liebermann-Studio ein jüdischer Tempel. In der Pogromnacht zerstört, ging es 1941 in den Besitz der Stadt über, später in den des Nordwestdeutschen Rundfunks, der es in einen Konzertsaal umbauen ließ. Heute zählt das Studio mit seinen klassischen Konzerten, Lesungen, Matineen und Jazzkonzerten zu den ersten Adressen für Hamburger Kulturinteressierte.
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Anfahrt
U1: Klosterstern
Bus 34: Oberstraße
Bus 109: Sophienterrassen -
Parken
Auch mit dem Auto ist das Studio über Bundesstraßen und Autobahnen sehr gut zu erreichen, allerdings sind nur bedingt Parkplätze verfügbar.
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Barrierefreiheit
Der Zugang zum Gebäude und in den Konzertsaal ist barrierefrei.
Außerdem verfügt der Saal über eine Induktionshöranlage, die Hörgeschädigten ein intensives Hörerlebnis ermöglicht.

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