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NDR Kammerkonzert
Thilmann / Barber / Schostakowitsch
Zaghafte Annäherungsversuche
Der Dresdner Komponist Johannes Paul Thilmann gehörte zur Vätergeneration der Komponisten der ehemaligen DDR. Das Komponieren begann er autodidaktisch und wurde früh von Paul Hindemith gefördert. Der Gattung Streichquartett näherte er sich 1950 vergleichsweise spät und mit Ehrfurcht: Seinen ersten Beitrag, eine neoklassizistisch anmutende, durchaus noch von Hindemith und Strawinsky inspirierte Spielmusik, nannte er schlicht »Sonatine«.
Samuel Barber ist einer der Komponisten, deren Name nur mit einem einzigen Stück verbunden ist: dem »Adagio for Strings«. Kaum jemand weiß, dass es sich bei diesem melancholischen Klagegesang um den mittleren Satz seines 1936 in Rom entstandenen Streichquartetts op. 11 handelt. Während eines Stipendienaufenthaltes in Europa widmete er sich der traditionsreichen Gattung und schuf diesen originellen Beitrag. Die drei Sätze beweisen eindrücklich, weshalb Barber als einer der talentiertesten Komponisten Amerikas galt.
Nachdem die Musik von Dmitri Schostakowitsch 1936 in einem Zeitungsartikel als »formalistisch« und »volksfeindlich« gebrandmarkt wurde, musste der junge Komponist in der stalinistischen Sowjetunion um sein Leben bangen. Mit seiner Fünften Sinfonie und dem Klavierquintett op. 57 gelang ihm die Wiederherstellung seiner Reputation. Schostakowitsch wählte für diese Werke eine neutrale, gleichsam kristalline, unter anderem an Johann Sebastian Bach geschulte Musiksprache. Bei aller »stürmischen Lebensfreude«, die vordergründig im Quintett zu erklingen scheint, schwingt im Hintergrund doch die Bedrohung mit, und die oft heiter und gelöst erscheinende Musik wird immer wieder von ernsten, abgründigen Momenten unterbrochen.
Besetzung
Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters
Programm
Johannes Paul Thilmann
Sonatine für Streichquartett op. 49
Samuel Barber
Streichquartett h-Moll op. 11
Dmitri Schostakowitsch
Klavierquintett g-Moll op. 57
Veranstalter: NDR
Spielort : Rolf-Liebermann-Studio
Bis 1938 war das Rolf-Liebermann-Studio ein jüdischer Tempel. In der Pogromnacht zerstört, ging es 1941 in den Besitz der Stadt über, später in den des Nordwestdeutschen Rundfunks, der es in einen Konzertsaal umbauen ließ. Heute zählt das Studio mit seinen klassischen Konzerten, Lesungen, Matineen und Jazzkonzerten zu den ersten Adressen für Hamburger Kulturinteressierte.
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Anfahrt
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Parken
Auch mit dem Auto ist das Studio über Bundesstraßen und Autobahnen sehr gut zu erreichen, allerdings sind nur bedingt Parkplätze verfügbar.
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Barrierefreiheit
Der Zugang zum Gebäude und in den Konzertsaal ist barrierefrei.
Außerdem verfügt der Saal über eine Induktionshöranlage, die Hörgeschädigten ein intensives Hörerlebnis ermöglicht. Die Induktion ist auf folgenden Plätzen verfügbar:
Reihen B & C: Plätze 13 bis 24
Reihen D & E: Plätze 17 bis 32
Reihe F: Plätze 21 bis 30
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