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Matria & L.A.N. Trio
NDR Jazz im Rolf-Liebermann-Studio
Regional und international genial
Der Jazz wurde im Allgäu erfunden – das zumindest behauptet Matthias Schriefl. Und der muss es wissen, schließlich ist er dort 1981 zur Welt gekommen. Schriefl ist ein humoristisches Multitalent, hochgelobt für »technisch brillantes Trompetenspiel und gefühlvolle Improvisationen« (Audio). Nach Hamburg schleppt er außerdem Flügelhorn, Tuba, Euphonium, Akkordeon und ein meterlanges Alphorn.
In Köln traf er auf die Pianistin und Sängerin Tamara Lukasheva aus Odessa – das Duo Matria entstand. Es versteht sich als Reiseleitung durch die unterschiedlichsten Musikkulturen. Da trifft süddeutsche Volksmusik auf akustischen Techno, ein groovendes Alphorn auf Gesang aus den Karpaten, und der Klassiker »You are My Sunshine« wird ukrainisch-deutsch umgedeutet. Bei allem Spaß am Jodeln und Singen ist die Musik von Matria ernsthafter, gefühlvoller Jazz, interpretiert von zwei Hochbegabten, die seit bald zehn Jahren gemeinsam auftreten. Nach einer kurzen Landung hebt das Konzert mit dem zweiten Set gleich wieder zur musikalischen Weltumrundung ab.
Nur wenige Formationen füllen den Begriff »Euro-Jazz« so überzeugend mit Leben wie das Trio L.A.N. Diese Buchstaben stehen für den Portugiesen Mário Laginha, den Engländer Julian Argüelles und den Norweger Helge Andreas Norbakken. Mário Laginha ist der bedeutendste Instrumentalist des portugiesischen Jazz. International bekannt wurde er als langjähriger Partner der Sängerin Maria João. In seiner Musik umarmen sich Jazz, Fado und klassische Musik auf natürliche Weise.
Nicht minder weit ist der Horizont von Julian Argüelles, einem der individuellsten Saxofonisten unserer Zeit, bei dem die Rhythmen seiner spanischen Familienseite eine besondere Rolle spielen. Und dann ist da noch Helge Andreas Norbakken: Kaum ein Perkussionist denkt so klangorientiert wie er. Sein sensibles Spiel auf selbstgebauten Instrumenten wird bei L.A.N. zu einer gleichberechtigten Stimme. Gemeinsam streifen die Freunde durch die vielen Kulturen, die den Atlantik säumen – von nordischen Volksliedern bis zu afrikanischen Grooves.
Besetzung
Set I
Matria
Tamara Lukasheva vocals
Matthias Schriefl trumpet
Set II
L.A.N. Trio
Mário Laginha piano
Julian Argüelles tenor saxophone
Helge Andreas Norbakken drums
Veranstalter: NDR
Spielort : Rolf-Liebermann-Studio
Bis 1938 war das Rolf-Liebermann-Studio ein jüdischer Tempel. In der Pogromnacht zerstört, ging es 1941 in den Besitz der Stadt über, später in den des Nordwestdeutschen Rundfunks, der es in einen Konzertsaal umbauen ließ. Heute zählt das Studio mit seinen klassischen Konzerten, Lesungen, Matineen und Jazzkonzerten zu den ersten Adressen für Hamburger Kulturinteressierte.
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Anfahrt
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Parken
Auch mit dem Auto ist das Studio über Bundesstraßen und Autobahnen sehr gut zu erreichen, allerdings sind nur bedingt Parkplätze verfügbar.
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Barrierefreiheit
Der Zugang zum Gebäude und in den Konzertsaal ist barrierefrei.
Außerdem verfügt der Saal über eine Induktionshöranlage, die Hörgeschädigten ein intensives Hörerlebnis ermöglicht. Die Induktion ist auf folgenden Plätzen verfügbar:
Reihen B & C: Plätze 13 bis 24
Reihen D & E: Plätze 17 bis 32
Reihe F: Plätze 21 bis 30
Merkliste
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