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Godard / Weber / Paceo & Ariel Brínguez Quintet
NDR Jazz im Rolf-Liebermann-Studio
Von den Meistern berufen
Klavier und Schlagzeug – angeführt von einer Tuba? Das mag zunächst ungewöhnlich klingen. Lange Zeit agierte der wuchtige Tieftöner als zuverlässige Bank im Hintergrund und war für den Rhythmus zuständig. Nachdem Bob Stewart und Howard Johnson der Tuba einen Platz im modernen Jazz verschaffen hatten, führte Michel Godard das Instrument in Europa in bislang ungeahnte Gefilde. Godard studierte klassische Musik, unternahm Klangreisen durch die italienische Musikgeschichte, arbeitete mit Pierre Boulez und spielte mit Michel Portal, Kenny Wheeler und Rabih Abou-Khalil.
Nun gründet er ein neues Trio. An seiner Seite: der musikalisch seelenverwandte, immens vielseitige Pianist Florian Weber, ECM-Künstler, Träger des bedeutenden Belmont Preises 2020 und seit 2021 Pianist der NDR Bigband, sowie die Schlagzeugerin Anne Paceo, die schon als Jugendliche Kenny Garrett und Ravi Coltrane begleitete und 2019 in Frankreich beim Jazzpreis »Les Victoires du Jazz« als Künstlerin des Jahres ausgezeichnet wurde.
Auch im zweiten Teil des Konzerts darf man sich auf Künstler mit einem beeindruckenden »musikalischen Lebenslauf« freuen: Schon Ariel Brínguez’ Großvater, Juan José Brínguez, war in den 1950er Jahren Saxofonist im stilbildenden Orchester von Benny Moré. Die Geschichte der Familie Brínguez ist also schon seit Generationen eng mit der Kubas und der kubanischen Musik verbunden. Ariel Brínguez selbst machte in der legendären Band »Irakere« des Pianisten Chucho Valdés auf sich aufmerksam. Als Student in Havana begegnete er Wynton Marsalis, später spielte er an der Seite von David Murray und Paquito D’Rivera.
Seit 2009 lebt Brínguez in Madrid, wo es eine starke kubanische Gemeinde gibt. Dort hat er mit »Nostalgia Cubana« ein sehr persönliches Projekt geschaffen, eine Hommage an seine alte Heimat, die er aber keinesfalls romantisch verklärt. Er spürt der bis heute ungebrochenen Kraft der Lieder nach, mit denen er aufwuchs. Mit afro-kubanischen Rhythmen, Stilen und Tänzen wie Bolero und Danzón tritt sein Quintett nun zum ersten Mal in Deutschland auf, um mit uns – wie Ariel Brínguez sagt – »die Leidenschaft als Essenz des menschlichen Wesens« zu feiern.
Besetzung
Set I
Tuba Trio
Michel Godard tuba
Florian Weber piano
Anne Paceo drums
Set II
Ariel Brínguez Quintet »Nostalgia Cubana«
Ariel Brínguez saxophone
Javier Sánchez guitar
Rubén Carlés double bass
Pablo Gutierrez piano
Fede Marini drums
Veranstalter: NDR
Spielort : Rolf-Liebermann-Studio
Bis 1938 war das Rolf-Liebermann-Studio ein jüdischer Tempel. In der Pogromnacht zerstört, ging es 1941 in den Besitz der Stadt über, später in den des Nordwestdeutschen Rundfunks, der es in einen Konzertsaal umbauen ließ. Heute zählt das Studio mit seinen klassischen Konzerten, Lesungen, Matineen und Jazzkonzerten zu den ersten Adressen für Hamburger Kulturinteressierte.
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Anfahrt
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Parken
Auch mit dem Auto ist das Studio über Bundesstraßen und Autobahnen sehr gut zu erreichen, allerdings sind nur bedingt Parkplätze verfügbar.
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Barrierefreiheit
Der Zugang zum Gebäude und in den Konzertsaal ist barrierefrei.
Außerdem verfügt der Saal über eine Induktionshöranlage, die Hörgeschädigten ein intensives Hörerlebnis ermöglicht. Die Induktion ist auf folgenden Plätzen verfügbar:
Reihen B & C: Plätze 13 bis 24
Reihen D & E: Plätze 17 bis 32
Reihe F: Plätze 21 bis 30
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