Ensemble Resonanz / Seth Parker Woods

»blood & cause« – Werke von Julius Eastman, Pauline Olveros, Edward Elgar, Jessie Montgomery u.a.

Dieses Konzert liegt in der Vergangenheit! 16 | 29 | 44 | 59
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© Rocket & Wink
Seth Parker Woods
Seth Parker Woods © Ben Gibbs
Ensemble Resonanz
Ensemble Resonanz © Co Merz
  • Foyereinlass 18 Uhr

  • Einführung 18:30 Uhr

  • Beginn 19:30 Uhr

  • Pause

  • Ende ca. 21:20 Uhr

Beschreibung

Ein musikalisches Manifest über Widerstand und Selbstbehauptung: »Gay Guerrilla« des Schwarzen, queeren Komponisten Julius Eastman. Musik als Haltung: radikal und kompromisslos. Lange überhört, ist das Werk heute von neuer Dringlichkeit. Mit dem Cellisten Seth Parker Woods bringt das Ensemble Resonanz dieses Werk sowie weitere Stimmen zu Erinnerung, Verlust und Zusammenhalt auf die Bühne. »…because without blood there is no cause.«

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Eastman (1940–1990) war Komponist, Performer und eine radikale Ausnahmefigur im New York der 1970er und 80er Jahre. Als Schwarzer und queerer Künstler verband er Minimal Music mit politischer Schärfe. Seine Werke tragen Titel wie »Evil Nigger«, »Crazy Nigger« oder »Gay Guerrilla« – Begriffe, die er bewusst als Konfrontation setzt. Für Eastman bezeichnete »Guerrilla« jemanden, der bereit ist, für eine Überzeugung alles einzusetzen. In Verbindung mit »gay« wird daraus eine Haltung: Sichtbarkeit als Widerstand und Selbstbehauptung zugleich.

Seine Musik arbeitet mit Wiederholung und Verdichtung. Sie entwickelt sich in langen Bögen, hält Zustände fest und entzieht sich jeder Auflösung – insistierend, körperlich, ohne Ausweg. In der Interpretation von Seth Parker Woods gewinnt »Gay Guerrilla« eine unmittelbare Präsenz: ein musikalischer Prozess, der sich Schicht für Schicht aufbaut, Raum beansprucht und nicht mehr zurückweicht.

Um dieses Zentrum entsteht ein Spannungsfeld unterschiedlicher Perspektiven auf Erinnerung, Identität und Verlust: Chinary Ungs »Khse Buon«, nahezu zeitgleich entstanden, reagiert auf Krieg und kulturelle Zerstörung in Kambodscha. Jessie Montgomerys »Divided« stellt Fragen nach Zusammenhalt in einer zerrissenen Gegenwart. Werke von Pēteris Vasks und Edward Elgar eröffnen Momente des Innehaltens und der stillen Verdichtung.

So entsteht ein Konzert, das historische Erfahrungen mit der Gegenwart verbindet – zwischen Trauer, Widerstand und der Frage nach Gemeinschaft.

Besetzung

Ensemble Resonanz

Seth Parker Woods Violoncello

Dirigentin Barbara Bultmann

Programm

Pauline Oliveros
Out of the Dark

Chinary Ung
Khse Buon

Pēteris Vasks
Trīs skatieni (Drei Blicke)

Jessie Montgomery
Divided für Violoncello und Streichorchester

– Pause –

Edward Elgar
Elegy op. 58

Julius Eastman
Gay Guerrilla

Einführung

18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

Veranstalter: Ensemble Resonanz

Rund um die Veranstaltung

Elbphilharmonie Plaza

Rundumblick auf der Aussichtsplattform ab zwei Stunden vor dem Konzert

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Konzertgastronomie

Vor dem Konzert und in den Pausen

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