Iannis Xenakis

Drei Tage Musik des griechischen Klangarchitekten

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Wenn auf einen Komponisten die Bezeichnung »Klangarchitekt« zutrifft, dann auf Iannis Xenakis. Denn bevor sich der 1922 in Rumänien als Sohn griechischer Eltern geborene Komponist hauptsächlich der Musik verschrieb, absolvierte er zunächst ein Ingenieursstudium in Athen. Und indem Xenakis seinen späteren Kompositionen oftmals mathematische, geometrische oder architektonische Prinzipien zugrunde legte, beeinflussten sich diese beiden Kunstformen in seinem Schaffen auf einzigartige Art und Weise. Ein reiner »Laborkomponist« war Xenakis dabei jedoch nie. Vielmehr machte er sich intensive Gedanken über die Wahrnehmung seiner Musik – »Der Hörer muss gepackt werden und in die Flugbahn des Klangs gezogen werden«, so sein Credo. Die Möglichkeit, sich von seinen rauschhaften Kompositionen packen zu lassen, bietet sich nun in zahlreichen Konzerten beim Xenakis-Schwerpunkt der Elbphilharmonie.

Seinen Weg zur Musik fand Xenakis in Paris, wohin er 1947 floh, nachdem er wegen seiner Aktivitäten als Widerstandskämpfer in Griechenland zum Tode verurteilt wurde. Hier erhielt er Unterricht von Komponistengrößen wie Arthur Honegger, Darius Milhaud und vor allem Olivier Messiaen, der ihn ermutigte, über den Aufbau instrumentalen Klangs nachzudenken, und wurde Assistent des Architekten Le Corbusier, mit dem zusammen er zahlreiche Bauten entwarf oder deren Umsetzung betreute.

Zeitgleich entstanden ab den 1950er-Jahren die ersten seiner wegweisenden Kompositionen, mit denen er sich in den folgenden Jahrzehnten an die Spitze der musikalischen Avantgarde katapultierte und von denen nun einige in der Elbphilharmonie zu hören sind.

Das Begleitprogramm des Schwerpunktes