Akademie für Alte Musik Berlin / »Tag des Gerichts«
Telemann-Festival
Was bleibt? Zum Abschluss des Telemann-Festivals stellt der NDR Chor gemeinsam mit den Musikern der Akademie für Alte Musik Berlin und namhaften Solisten mit Telemanns »Tag des Gerichts« die Frage nach Glaube und Unglaube.
Seine Vertonung des 71. Psalms »Deus judicium tuum« (»Herr, ich traue auf dich«) schrieb Telemann für das Pariser Publikum und wählte dafür eine Form, die so nur in der französischen Kirchenmusik gebräuchlich war: die Grand Motet. Wie der Komponist nicht ohne Stolz berichtet, wurde das Stück 1738 »im Concert spirituel von bey nahe hundert auserlesenen Personen, in dreien Tagen zweimahl, aufgeführet«.
Telemanns Singgedicht »Tag des Gerichts« von 1760 war dagegen fürs Hamburger Publikum gedacht. In dem Oratorium streiten sich die Vernunft, der Unglaube, ein Spötter und die Andacht über die letzten Dinge: »Gericht? Ich lache der Gefahren, die schon seit Millionen Jahren des Aberglaubens Schrecken waren«, singt der freigeistige Unglaube. Doch am Ende siegt (natürlich) der Glaube.
Besetzung
Akademie für Alte Musik Berlin
NDR Vokalensemble
Lydia Teuscher Sopran
Sophie Harmsen Alt
Tilman Lichdi Tenor
Ludwig Mittelhammer Bass
Leitung Philipp Ahmann
Programm
Georg Philipp Telemann
Motette TWV 8/9 »Halt was du hast«
Psalm »Deus, judicium tuum« TWV 7/7
– Pause –
Georg Philipp Telemann
Der Tag des Gerichts TWV 6/8 / Oratorium
Festival
Telemann-Festival
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