Béla Bartóks einsätziges drittes Streichquartett entstand 1927 und gehört zu den konzentriertesten und radikalsten Werken der gesamten Quartettliteratur des 20. Jahrhunderts. Er löst die traditionelle Form auf, zugunsten einer dichten, hoch konzentrierten musikalischen Entwicklung. Themen im klassischen Sinne treten zurück; stattdessen arbeitet Bartók mit kleinsten motivischen Zellen, die ständig verändert, gespiegelt und weiterentwickelt werden. Bartók fordert eine Vielzahl ungewöhnlicher Spieltechniken, etwa Pizzicati mit starkem Schnappen der Saiten (das sogenannte »Bartók-Pizzicato«), Glissandi, perkussive Effekte oder extreme Lagen. Dadurch entsteht eine Klangwelt, die weit über das traditionelle Streicherideal hinausgeht und neue Ausdrucksräume erschließt. Eine wohl »ewig« sehr modern klingende Komposition.
Franz Schuberts berühmtes Streichquartett d-Moll D 810 von Franz Schubert, komponiert 1824, zählt zu den wohl eindrucksvollsten Werken der gesamten Kammermusik. Der Beiname »Der Tod und das Mädchen« verweist auf Schuberts gleichnamiges Lied, dessen Thema im zweiten Satz des Quartetts variiert wird. Die Musik ist von starken Kontrasten geprägt, von Drängen und Innehalten, von lyrischen Momenten und dramatischen Ausbrüchen. Klänge von existenzieller Wucht, die zugleich durch ihre melodische Kraft unmittelbar berühren.
Als Gewinner des Ersten Preises sowohl beim Internationalen Streichquartettwettbewerb der Wigmore Hall 2025 als auch beim Internationalen Streichquartettwettbewerb in Bordeaux erspielte sich Opus13 rasch einen Namen in der internationalen Kammermusikszene.