Ensemble Resonanz / Sophie Lücke / Goran Stevanovich / Enno Poppe

Eötvös / Prokofjew / Saunders

Ticket sale starts on 19 May 2026 at 11:00 Tickets from €19 19 | 29 | 44 | 59
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© Rocket & Wink
Enno Poppe
Enno Poppe © Harald Hoffmann
Goran Stevanovich
Goran Stevanovich © Daniel Dittus
  • Doors open 18:30

  • Start 19:30

Description

Ein Aufleuchten am Himmel, ein kurzer Riss im Alltag. Eine Überwältigung, die die Knie weich werden lässt – obwohl sie nur Sekunden andauert. Mit »aurora« richtet das Ensemble Resonanz den Blick genau auf solche Augenblicke. Sie sind kaum da und bleiben doch lange spürbar. Zart und wuchtig zugleich durchziehen sie den Raum, flackern auf, verdichten sich, hinterlassen Spuren. Im Rahmen des Festivals »Elbphilharmonie Visions« steht ein neues Werk von Rebecca Saunders auf dem Programm, einer der prägenden Stimmen der Gegenwartsmusik. Ein Kompositionsauftrag des Ensemble Resonanz, kurz zuvor bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt. Gemeinsam mit Peter Eötvös’ »Aurora« und Sergej Prokofjews »Visions fugitives« entsteht ein Programm, das Klang nicht festhält, sondern im Entstehen hörbar macht.

Peter Eötvös’ »Aurora« nimmt seinen Ausgang von einem Naturerlebnis: dem Leuchten der Polarlichter über Anchorage. Das Streichensemble beginnt zu schimmern, getragen und in Bewegung. Der Kontrabass tritt als eigene Stimme hervor, verliert sich wieder darin. Das Akkordeon bringt Atem hinein, einen Puls, der alles verbindet. Musik entsteht hier weniger als dramatischer Verlauf denn als Prozess – aus Verdichtung, Aufleuchten und Vergehen.

Sergej Prokofjews »Visions fugitives« setzen dazu einen Kontrapunkt. Ursprünglich für Klavier geschrieben, hier in der Bearbeitung für Streichensemble, zerlegen kurze Miniaturen Zeit in flüchtige Momente – musikalische Skizzen, jede mit eigener Farbe und Geste, und doch sofort wieder im Weiterziehen begriffen.

Rebecca Saunders richtet den Blick ins Innere des Klangs. In ihrem neuen Werk für vier Streichquartette und zwei Kontrabässe entstehen feinste Texturen und dichte Klangfelder. Zeit, Atem und Stille werden selbst zum Material – eine akustische Nahaufnahme von größter Intensität. Hier zählt nicht Dauer, sondern Präsenz: das genaue Hören im Moment.

Performers

Ensemble Resonanz

Sophie Lücke double bass

Goran Stevanovich accordion

conductor Enno Poppe

Programme

Peter Eötvös
Aurora

Sergej Prokofjew
Visions fugitives op. 22 / Adaptation for String Orchestra by Rudolf Barshai

Rebecca Saunders
NewWwork for Four String Quartets and Two Double Basses / adaptation for string orchestra by Rudolf Barshai

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Promoter: Ensemble Resonanz

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