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What's On

Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal
Tue, 11 Jun 2013   20:00

Hamburger Camerata

6. Abonnementkonzert: »Virtuose Serenade«

Die beliebte »Sommerliche Serenade« der Hamburger Camerata ist zum Saisonabschluss der brillanten Streicher-Virtuosität gewidmet. Im Zentrum des Programms steht der junge Geiger Albrecht Menzel mit einem Stück des US-amerikanischen Komponisten John Corigliano und Musik zweier großer komponierender Geigen-Virtuosen des 19. und 20. Jahrhunderts: Pablo de Sarasate und Fritz Kreisler. Auch für Menzels Geigenkunst gilt jenes Bonmot, das der Kritiker Eduard Hanslick einst für Sarasate prägte: »Nicht deshalb ist er so bemerkenswert, weil er Schwieriges spielt, sondern weil er damit spielt.« Eingerahmt werden diese virtuosen Saitensprünge von der beliebtesten aller Streicherserenaden, der C-Dur Serenade op. 48 von Peter Tschaikowsky, und einem viel zu selten gespielten Repertoirefundstück, der Serenade von Dag Wiren. Gegenüber den herkömmlichen Anforderungen an einen Virtuosen muss der Spieler von John Coriglianos STOMP (engl. Stampfen) eine Reihe weitere Herausforderungen bewältigen: Das Stück spielt mit der Tradition der volkstümlichen Fidel-Musik, zwei Saiten des Instrumentes werden eigens umgestimmt und neben den beiden Händen sind auch die Füße des Solisten vollauf damit beschäftigt, im Takt der Musik zu stampfen. Über sein Opus 48 schrieb Pjotr Iljitsch Tschaikowsky an seinen Verleger Jürgensen: »Sei es nun, weil sie mein jüngstes Kind ist, oder aber, weil sie wirklich nicht schlecht ist, jedenfalls bin ich fürchterlich verliebt in meine Serenade.« Tatsächlich enthält dieses Werk alles, was Tschaikowsky liebte und auszeichnete: Der erste Satz ist eine Hommage an Geist und Stil seines Hausgottes Mozart; der zweite Satz wurde einer von Tschaikowskys berühmtesten Walzern; der dritte Satz ist eine ›Élégie‹ von sprichwörtlich russischer Schwermut; und in der Einleitung zum Finale zeigt der Komponist sich dann auch von seiner volkstümlichen Seite und zitiert ein Lied der Wolgaschiffer.

Performers

Hamburger Camerata

Albrecht Menzel violin

direction Simon Gaudenz

Programme

Dag Wirén
Serenade op. 11

Pablo de Sarasate
Zigeunerweisen op. 20

John Corigliano
»Stomp« für Solo-Violine

Fritz Kreisler
Caprice viennois op. 2
Marche miniature viennoise
Tambourin chinois op. 3

Piotr I. Tschaikowsky
Serenade C-Dur op. 48 für Streichorchester

Promoter: Hamburger Camerata

Gefördert von der J.J. Darboven GmbH & Co. KG. In Kooperation mit der Deutschen Stiftung Musikleben.