NDR Elbphilharmonie Orchester / Christian Tetzlaff / Pablo Heras-Casado

Adámek: Violinkonzert Nr. 2 »Thin Ice« / Ravel: Boléro

Ticketvorverkauf ab 19.5.2026 um 11 Uhr Tickets ab € 15 15 | 29 | 54 | 79 | 92
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Christian Tetzlaff
Christian Tetzlaff © Philipp Seliger
Pablo Heras-Casado
Pablo Heras-Casado © Javier Salas
NDR Elbphilharmonie Orchester
NDR Elbphilharmonie Orchester © Thomas Kierok / NDR
  • Foyereinlass 17 Uhr

  • Beginn 18 Uhr

Verzehrende Leidenschaften

»Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll«, lautet das Motto des Internationalen Musikfestes Hamburg 2027. So hat Pablo Heras-Casado für sein Gastspiel beim NDR Elbphilharmonie Orchester drei Werke rund um verzehrende Leidenschaft – und deren Nachspiel – mitgebracht.

Karnevaleske Ausschweifungen sind ein Thema in Ondrej Adámeks Violinkonzert »Thin Ice« – allerdings denkt der tschechische Komponist die anschließende Katerstimmung gleich mit. In vier Sätzen schlägt er den Bogen von »eruptiver Freude« über die »Stimme der Reue« bis zur »Rückkehr der Wildheit«. Garantiert nichts zu bereuen gibt es bei der Wahl des Solisten: Christian Tetzlaff ist der Geiger der Wahl für Kenner und Genießer.

Gruselig geht es zu in Manuel de Fallas Ballet »El amor brujo«: Die Protagonistin wird vom Geist ihres verstorbenen Mannes heimgesucht. Der hat sie zu Lebzeiten mit ihrer besten Freundin betrogen. Also dreht sie in einem nächtlichen Ritual der Verräterin den gespenstischen Liebhaber an – und ist frei für ihren neuen Lover. Wo Leidenschaften so hochkochen, ist der Flamenco die Sprache der Wahl, und de Falla streute Lieder über Schmerz und »falsches Feuer« in sein Ballett ein.

»Hast Du es schon mal zu Ravels ›Boléro‹ gemacht?«, fragt Bo Derek in dem Film »Zehn – Die Traumfrau«. Kinofans, die 1980 in der Pubertät waren, werden sich erinnern. Tatsächlich hat die Deutung von Ravels Hit-Nummer als getanzter Sex eine lange Tradition: Von der ersten Choreografie von 1928, in der die Primadonna auf einem Kneipen-Tisch tanzte, über den später von der Zensur kassierten Hollywoodfilm »Bolero« von 1934 bis zur Choreografie von Maurice Bejart. Und selbst solide deutsche Musikwissenschaftler wie Hans Heinz Stuckenschmidt inspirierte der »Boléro« zu lyrischen Ergüssen: »Ein Wesensmerkmal der Ravelschen Musik ist ihre Hautsinnlichkeit, ihre Paarungsbesessenheit. Sie ist klanggewordener Eros wie kaum noch eine andere.«

Besetzung

NDR Elbphilharmonie Orchester

Christian Tetzlaff Violine

Dirigent Pablo Heras-Casado

Programm

Ondřej Adámek
Thin Ice / Konzert für Violine und Orchester Nr. 2

Manuel de Falla
El amor brujo (Der Liebeszauber) / Ballett mit Gesang in einem Akt

Maurice Ravel
Boléro

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Veranstalter: NDR

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