Pressemeldung: 10 Jahre Elbphilharmonie None

Presseinformation

Hamburg, den 1. September 2026: Die Eröffnung der Elbphilharmonie jährt sich am 11. Januar 2027 zum zehnten Mal. Zum Start der großen Jubiläumssaison präsentierte das Hamburger Konzerthaus am Nachmittag vor internationalen Journalist:innen zentrale Zahlen seiner Erfolgsgeschichte: Die jährlichen Besuche klassischer Konzerte in Hamburg haben sich seit der Eröffnung verdreifacht. Zum Jubiläum im Januar 2027 werden 7,4 Millionen Menschen rund 6.600 Konzerte und Veranstaltungen in der Elbphilharmonie besucht haben und 29,5 Millionen Gäste auf der Plaza gewesen sein, der öffentlichen Aussichtsplattform in 37 Metern Höhe. Die Auslastung im Großen Saal liegt zehn Jahre nach der Eröffnung bei rund 96 %. Gemeinsam mit Architekt Pierre de Meuron, Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda und der Perkussionistin Vivi Vassileva sprach Generalintendant Christoph Lieben-Seutter über die Vorgeschichte, die bisherige Bilanz der Elbphilharmonie sowie die Highlights der Jubiläumssaison. Zum Auftakt wird das Konzert mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von Manfred Honeck und mit Alexandre Kantorow am Klavier heute ab 20 Uhr live in der Elbphilharmonie Mediathek gestreamt und ist anschließend kostenlos on demand verfügbar. Die Tickets für das festliche Geburtstagskonzert am 11. Januar im Großen Saal sind ab dem 3. November auf www.elbphilharmonie.de erhältlich. Das vom Ensemble Resonanz gestaltete Geburtstagskonzert im Kleinen Saal (13.1.) ist bereits ab dem 17. September im Verkauf.

Zehn Jahre nach ihrer Eröffnung ist die Elbphilharmonie zu einem Wahrzeichen Hamburgs und zu einer international etablierten Konzertadresse geworden. Ihre Wirkung reicht dabei weit über den Konzertsaal hinaus: Die Architektur, die öffentliche Plaza und ein Programm, das musikalische Exzellenz mit programmatischer Neugier verbindet, haben die Wahrnehmung Hamburgs als Musikstadt verändert. Aus einem während der Bauzeit kontrovers diskutierten Projekt ist ein Konzerthaus geworden, das die Menschen in Hamburg ebenso begeistert wie Künstler:innen, Orchester und neugierige Besucher:innen aus aller Welt. Im Mittelpunkt steht dabei ein bewusst breit angelegtes musikalisches Profil: Neben dem klassischen Repertoire präsentiert die Elbphilharmonie Jazz, außereuropäische Musiktraditionen, Pop, Elektronik und zeitgenössische Musik.

Wie facettenreich das künstlerische Programm ist, zeigt auch die Jubiläumssaison 2026/27: Sie bringt sieben führende US-Orchester mit insgesamt 13 Konzerten nach Hamburg, darunter erstmals seit 2017 wieder das New York Philharmonic. Die Musikerin, Komponistin und Kuratorin Rhiannon Giddens widmet sich in ihrem »Reflektor«-Festival den globalen Wurzeln US-amerikanischer Musikkultur, während »Elbphilharmonie Visions« zum dritten Mal aktuelle Orchestermusik in den Mittelpunkt stellt und mit einer Ausstellung des Schweizer Künstlers Zimoun im Kleinen Saal die Brücke zur zeitgenössischen Kunst schlägt. Gewürdigt werden die Geburtstage von unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten wie John Adams, Steve Reich und John Coltrane. Das Beethoven-Jahr wird mit Gesamtzyklen der Klaviersonaten, Klavierkonzerte und Streichquartette begangen. Zugleich öffnen Projekte zur Musik des Libanon, Sasha Waltz’ »Reflektor«-Festival und Auftritte von Künstler:innen wie Angélique Kidjo, Youssou NDour, Sophie Hunger, Dianne Reeves oder den Punch Brothers den Blick auf andere musikalische Traditionen und Genres. Das Programm zeigt damit exemplarisch, warum die Elbphilharmonie sich seit zehn Jahren größter Beliebtheit erfreut: höchste musikalische Qualität, verbunden mit Neugier, Vielfalt und neuen Perspektiven.

Das Buch »Elbphilharmonie Live«, das am morgigen Mittwoch bei Hoffmann und Campe erscheint, lässt mit vielen unveröffentlichten Fotostrecken hinter die Kulissen und in den Maschinenraum des Konzerthauses blicken: rund 750 Konzerte im Jahr, unzählige Orchester und Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, die sich in der Elbphilharmonie begegnen.
Einband: Gebundene Ausgabe, Seitenzahl: 208, Preis: 34,50 €, ISBN: 978-3-455-02335-0

Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant Elbphilharmonie und Laeiszhalle:
»Es hat sich ausgezahlt, den Hype der Anfangsjahre zu nutzen und ein Programm zu etablieren, das die größten Stars der Klassik mit Ungewohntem und Überraschendem verbindet – und damit ein neues Publikum für Musik begeistert. Seit der Eröffnung haben wir vor allem gelernt, welche wichtige soziale Funktion die Elbphilharmonie erfüllt. Vor zehn Jahren hätte ich auf die Frage, warum Hamburg ein spektakuläres Konzerthaus braucht, wahrscheinlich geantwortet: damit wir unser musikalisches Erbe angemessen pflegen. Nach zehn Jahren, die von internationalen Krisen geprägt waren, würde ich sagen: weil sich an diesem Ort fremde Menschen begegnen, Zeit miteinander verbringen und erfahren, dass fantastische Ergebnisse entstehen, wenn Menschen kooperieren und gemeinsam kreativ sind.«

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien Hamburg:
»Mit der Eröffnung der Elbphilharmonie hat Hamburg ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt aufgeschlagen. Die lange Tradition als Kulturstadt hat ihre Form gefunden und zeigt sich seitdem in dem ikonischen Bau am Ufer der Elbe. Die Hamburger*innen sind stolz auf das Konzerthaus und auf ihre Kulturstadt. Und nicht nur Bürger*innen der Stadt wissen die markante Architektur, den einzigartigen Konzertsaal und das herausragende musikalische Programm zu schätzen, auch international strahlt das Licht der Elbphilharmonie als kultureller Leuchtturm und zieht Besucher*innen aus aller Welt an. Sie alle erleben, dass Hamburg nicht stillsteht, sondern sich beständig weiterentwickelt. Neue Kulturorte entstehen und innovative Kunst entwickelt sich. Vieles davon wäre ohne die Elbphilharmonie nicht möglich gewesen. Und so schreiben wir weiter an den nächsten Kapiteln der Kulturstadt Hamburg.«

Pierre de Meuron, Architekt, Gründungspartner Herzog & de Meuron:
»Wir sind stolz auf die Elbphilharmonie, denn sie war in mancherlei Hinsicht ein außergewöhnliches und sehr prägendes Projekt für unser Büro. Sie zeigt, dass ein Kulturhaus weit über seine Stadt hinaus wirken kann. Das Gebäude funktioniert heute nicht nur als Konzerthaus, sondern ist zu einem Ort geworden, den viele Menschen im Alltag besuchen und mit Hamburg verbinden – ein Ort, an dem Musik, Architektur und Stadtraum zusammenkommen. Genau das hat ihr eine Ausstrahlung verliehen, die auch international wahrgenommen wird. Der Erfolg zeigt sich für uns aber nicht allein in dieser internationalen Aufmerksamkeit, sondern vor allem darin, dass die Elbphilharmonie von einem breiten Publikum genutzt, besucht und als nicht wegzudenkenden Teil der Stadt verstanden wird.«