Reflektor Rhiannon Giddens

Banjo, Oper, Bluegrass und Barock – Rhiannon Giddens kennt keine musikalischen Grenzen! Beim fünftägigen »Reflektor«-Festival in der Elbphilharmonie zeigt die US-Künstlerin ihr facettenreiches Schaffen zwischen Folk, Geschichte und globaler Musiktradition

Rhiannon Giddens
Rhiannon Giddens © Ebru Yildiz

Beschreibung

Das Banjo wird meist mit Cowboy-Musik assoziiert, mit Country, Bluegrass und der Old-Time-Musik aus den Appalachen. Nicht so bei Rhiannon Giddens! In den USA ist die quirlige Folk-Musikerin ein echter Superstar, dank ihrer Band Carolina Chocolate Drops, Koproduktionen mit Größen wie Beyoncé oder Renée Fleming und Soundtracks für Kino und Computerspiele. Entsprechend vielseitig gestaltet sich das Programm ihres fünftägigen »Reflektor«-Festivals in der Elbphilharmonie mit vielen befreundeten Musikern und Musikerinnen. Das Zupfinstrument mit dem charakteristischen metallischen Klang beherrscht sie höchst virtuos und verfügt als ausgebildete Opernsängerin über eine wunderbare Stimme.

Zudem beschäftigt sie sich intensiv mit der Historie amerikanischer Genres und des Banjos selbst, das einst in den Südstaaten von schwarzen Sklaven entwickelt wurde, nach dem Vorbild traditioneller Instrumente der verlorenen Heimat Afrika. Giddens’ Mission seither: dem Banjo seine Geschichte zurückzugeben und Verbindungen zu verwandten Musikstilen quer über den Atlantik zu rekonstruieren. Damit nicht genug: Als neue Künstlerische Leiterin des Silkroad Ensembles in Nachfolge des Gründers Yo-Yo Ma erweitert sie das Repertoire des legendären multikulturellen Orchesters. Silkroad-Mitglieder präsentieren nun Auszüge aus Giddens’ Pulitzer-Preis-prämierter Oper »Omar« und ihrem Ballett »Black Lucy and the Bard«. Ein Liederabend vom Barock bis zum Spiritual und prominente Gäste wie Seckou Keita und Leyla McCalla runden das Festival ab.

Gefördert durch die Stiftung Elbphilharmonie

Die Veranstaltungen des Festivals