NDR Elbphilharmonie Orchestra / Frank Peter Zimmermann / Alan Gilbert

Mazzoli: Orpheus Undone / Walton: Violin Concerto / Mozart: Symphony No. 41 »Jupiter«

Ticket sale starts on 19 May 2026 at 11:00 Tickets from €15 15 | 29 | 54 | 79 | 92
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Alan Gilbert
Alan Gilbert © Marco Borggreve
  • Doors open 9:30

  • Pre-concert talk 10:00

  • Start 11:00

  • Interval

Mit dem Schicksal abfinden? – Mazzolis »Orpheus Undone«

Das Schicksal im Mythos ist unwiderruflich: Orpheus hatte eine letzte Gelegenheit, seine Geliebte Eurydike aus der Unterwelt zu befreien, und scheiterte, weil er sich nach ihr umsah. Umso schwerer, sich nach der verpatzten Chance mit dem Schicksal abzufinden. In ihrem 2022 uraufgeführten Werk »Orpheus Undone« beschäftigt sich die NDR Residenzkünstlerin Missy Mazzoli mit genau diesem seelischen Dilemma: Sie schrieb die Musik aus der Erfahrung heraus, dass sich in Momenten von Schock oder Trauma verschiedene Zeitgeschwindigkeiten übereinander legen – und dass man solche Momente am liebsten eben rückgängig (»undone«) machen würde...

Etwas gelassener nahm der britische Komponist William Walton seinen persönlichen Schockmoment während eines Aufenthalts im italienischen Ravello 1938: Als der arme Mann dort von einer Tarantel gestochen wurde, war ihm die unangenehme Erfahrung eine willkommene Anregung für sein Violinkonzert. In das hochvirtuose Scherzo des Stücks schob er prompt eine »regelrecht verrückte« Tarantella-Passage ein... Ansonsten ist das hierzulande selten gespielte Werk aber völlig seriös, ja, »eines der besten Violinkonzerte, die je geschrieben wurden«, wie der Dirigent der Uraufführung durch den Widmungsträger Jascha Heifetz schwärmte. Nun nimmt sich der »Heifetz unserer Zeit«, Ausnahmegeiger Frank Peter Zimmermann, dieser großartigen Entdeckung an.

Zum Abschluss des Programms dirigiert Chefdirigent Alan Gilbert Wohlbekanntes: Als »Appell an die Ewigkeit« seien die drei letzten Sinfonien Mozarts entstanden, schrieb einmal der Mozart-Forscher Alfred Einstein. Warum der Komponist diese anspruchsvollen Werke drei Jahre vor seinem Tod in Angriff nahm, ist ungeklärt. Einem konkreten Auftrag folgte er jedenfalls nicht. Vermutlich also wollte er der Nachwelt einfach ein Denkmal seines Könnens setzen – und was für eines! Das Finale der C-Dur-Sinfonie Nr. 41 erklärte man nicht lange nach Mozarts Tod zum »Triumph der neuen Tonkunst«. Wie selbstverständlich war es Mozart hier gelungen, eine Art »Kunst der Fuge« zu schreiben, die auf unnachahmliche Weise das Schwere leicht macht.

Performers

NDR Elbphilharmonie Orchester

Frank Peter Zimmermann violin

conductor Alan Gilbert

Programme

Missy Mazzoli
Orpheus Undone

William Walton
Violinkonzert

– Interval –

Wolfgang Amadeus Mozart
Symphony in C major, KV 551 »Jupiter«

Pre-Concert Talk

(in German)

10:00 / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Promoter: NDR

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