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Elbphilharmonie Offstage — Kreativität und Künstliche Intelligenz

In der zweiten Folge unseres neuen Podcasts fragen wir uns: Kann K.I. kreativ sein?

Die Elbphilharmonie hat ihren eigenen Podcast! In »Elbphilharmonie Offstage« präsentieren Pauline und Julian ab jetzt Themen abseits des künstlerischen Programms der Elbphilharmonie – eben »Off Stage«.

Folge 2: Kreativität und Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz – über keine andere Technologie wird gerade so heftig und kontrovers diskutiert. Logisch. Denn der Gedanke, dass Maschinen in naher Zukunft unser menschliches Denken imitieren oder uns sogar übertreffen können, betrifft uns alle. Besonders die Angst davor, dass Künstliche Intelligenz viele heutige Arbeitsplätze ersetzen kann, macht das Thema zu solch einem gesellschaftlichen Streitpunkt. Befürworter argumentieren dagegen mit dem immensen Potential, das Künstliche Intelligenz in vielen Bereichen bietet.

In der zweiten Folge unseres »Elbphilharmonie Offstage«-Podcasts wollen wir uns dem Thema deswegen aus einer aus einer künstlerischen Perspektive nähern und fragen: Kann Künstliche Intelligenz kreativ sein?

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Kann künstliche Intelligenz kreativ sein?

Musik und Künstliche Intelligenz

Technische Hilfsmittel im Kompositionsprozess von neuer Musik sind absolut nichts Neues. Schon im 18. Jahrhundert erfanden Komponisten musikalische Würfelspiele, in denen man mit zwei Würfeln immer neue, immer schöne Stücke komponieren konnte. Und spätestens seit den 1960er-Jahren ist durch die Arbeit von Komponisten wie Iannis Xenakis und John Cage auch die Komposition mit Algorithmen nichts Neues mehr.

Dass jedoch tatsächlich neuronale Netzwerke – die Grundbestandteile hinter K.I. – komplett eigenständig Musik komponieren, ist eine recht neue Entwicklung. Dabei muss man immer unterscheiden, auf welcher Grundlage die Künstliche Intelligenz ihre Werke kreiert: Versucht sie ein bestehendes Werk nachzuahmen oder nur bestimmte Faktoren von vorhandener Musik zu reproduzieren?

Die Komponistin und Musikwissenschaftlerin Konstantina Orlandatou arbeitet an diesem Schnittpunkt zwischen algorithmischer Komposition und Künstlicher Intelligenz. Anhand von mehreren musikalischen Beispielen nähern wir uns der Frage, ob K.I.  eher ein kompositorisches Hilfsmittel ist oder ob wir in Zukunft wirklich eigenständige Kompositionen von Künstlicher Intelligenz hören werden.

Über Konstantina Orlandatou

Dr. Konstantina Orlandatou ist Komponistin, Multimedia-Künstlerin und Musikwissenschaftlerin. Ziemlich verrückt, wenn man sich vor Augen führt, dass sie ihre akademische Laufbahn einmal mit einem Akkordeon-Studium in Griechenland begonnen hat. Aufgewachsen in Athen, lebt sie nun schon seit längerer Zeit in Hamburg. Sie promovierte hier in Systematischer Musikwissenschaft und forscht und lehrt nun an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Dabei kümmert sie sich um alles, was mit multimedialer Komposition zu tun hat. Von Virtual-Reality-Anwendungen, in denen Kunstwerke zu Musik werden, über die Verschmelzung von Architektur und Klang bis hin zu neuronalen Netzwerken und Künstlicher Intelligenz. Die perfekte Gesprächspartnerin also, um über die Musik der Zukunft zu sinnieren.

Künstliche Intelligenz im Alltag

Im Podcast sprechen wir außerdem mit Oleg Stavitsky, er ist der CEO der App Endel. Mit einem Team von Musikproduzenten und Entwicklern arbeitet er in Berlin an einer Anwendung, die neuronale Netzwerke und Algorithmen nutzt, um aus den Umgebungsdaten der Nutzer (Standort, Wetter, Uhrzeit) Musik zu kreieren. Diese Musik kann je nach Bedarf unterschiedliche Zwecke erfüllen — sie kann aufputschen, zur Konzentration beitragen oder dafür sorgen, zur Ruhe zu kommen.

Wie diese Anwendung funktioniert und wie man durch ähnliche Technologien auch das Konzerterlebnis der Zukunft neu gestalten kann, auch darum geht es in der neuen Folge des Podcasts »Elbphilharmonie Offstage«.

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