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Das größte Orchester der Stadt

Ein minimalistisches Stück in maximaler Besetzung: 415 Musiker spielen »In C«.

Wenn 415 Musiker zusammen auf die Bühne steigen, ist dies schon mit einigen Herausforderungen verbunden. Wenn sie dann auch noch Terry Rileys »In C« spielen, wird es erst recht spannend: Bei diesem Stück entscheidet nämlich jeder selbst, was er wie lange spielt. »In C« gilt als erstes Stück der Minimal Music, es besteht aus 53 kurzen Motiven, sogenannten Patterns, zwischen denen die Musiker nach eigenem Ermessen wechseln können.

© Claudia Höhne

Im Vorfeld des Festivals »Maximal minimal« startete die Elbphilharmonie einen großen Aufruf und lud Hamburger Laienensembles und –musiker ein, bei der großen Aufführung von »In C« dabei zu sein: 415 Musiker sind der Einladung gefolgt, sie probten erst in kleinen Gruppen und trafen sich dann Anfang Mai das erste Mal im Großen Saal der Elbphilharmonie. Das sind ihre Eindrücke:

Wie ein wahrgewordener Traum

Gitarristin Margot Dosch

»Mein ›Elphi-Fieber‹ hat mich dazu bewogen, mitzumachen. Es ist so etwas wie ein wahr gewordener Traum, einmal im Großen Saal der Elbphilharmonie spielen zu dürfen. Und eine wunderbare Idee, uns Laienmusiker zu solchen Projekten einzuladen, zumal es einem auch das Gefühl gibt, wirklich ein Teil dieses Konzerthauses zu werden.«
(Margot Dosch, Gitarre)

© Claudia Höhne

»Der Reiz liegt natürlich darin einmal zu hören, wie das klingt. So viele Musiker auf einmal hat man nicht häufig. Es ist mehr ein körperliches als ein musikalisches Erlebnis. Wir alle sind Teil eines Ganzen, aber ohne jeden Einzelnen könnte dieses Ganze überhaupt nicht existieren.«
(Alicja Mastalerz, Querflöte)

© Claudia Höhne

Ich freu mich wie ein Kullerkeks

Bassist Sven Rohde

»Ich freu mich wie ein Kullerkeks, bei einer so wunderbaren Inszenierung dabei zu sein. Beim Spielen erlebe ich die Herausforderung, technisch anspruchsvolle Patterns sauber zu spielen, dabei die Aufmerksamkeit fürs Ganze nicht zu verlieren und immer wieder in den Gesamtklang hineinzugleiten.«
(Sven Rohde, E-Bass)

© Claudia Höhne

»Es geht von »In C« eine ganz besondere Kraft aus! Wirklich faszinierend, welche Wirkung die zufälligen Kombinationen der Patterns und der Instrumente auslösen können. Aber es ist auch anstrengend zu spielen: Man muss zuhören, was die anderen machen und dann überlegen, wie man sich in den Klang einbringen kann.«
(Torsten Hecke, Bassklarinette)

© Claudia Höhne

»Als jemand, der aus der Rockmusik kommt, bin ich eher das Spiel in kleinen Gruppen gewohnt. Schon allein daher hat das Zusammenspiel mit so vielen seinen Reiz. Über 400 Personen zusammen zum Klingen zu bringen ist aber schon ein gewagtes Unterfangen! Ich freue mich darauf zu erleben, ob und wie das Ganze funktioniert.«
(Christoph Breitmar, E-Gitarre)

© Claudia Höhne

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