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Begrüßung mit 857.472 LEDs

Die Medienfassade am Eingang zur Elbphilharmonie.

So konzipiert, dass sie die Besucher schon von Weitem förmlich in die Elbphilharmonie hineinzieht.

Herzog & de Meuron

Wer schon einmal durch die Tube in die Elbphilharmonie hochgefahren ist, wird sie gesehen haben: die Medienfassade der Elbphilharmonie. Aus 857.472 LEDs zusammengesetzt, zeigt sie auf einer Fläche von 18 mal 5 Metern digitale Kunstwerke, spielt Animationen und hochauflösende Filme ab und führt spielerisch in die Architektur des Hauses ein.

»Schon von weitem als hell erleuchteter Schlitz sichtbar, ist die LED-Wand als Element in der Gesamtkomposition des Hauses so konzipiert, dass sie die Besucher in die Elbphilharmonie förmlich hineinzieht«, erklärt Jan Christoph Lindert vom Architekturbüro Herzog & de Meuron. »Das stets bewegte Bild und damit immerzu changierende Licht macht neugierig, weckt die Vorfreude und markiert deutlich den Eingangsbereich der Elbphilharmonie«.

LED-Wand im Eingangsbereich der Elbphilharmonie
LED-Wand im Eingangsbereich der Elbphilharmonie © Nicolai Spieß

Ein markantes Architekturelement, das die Besucher beim Betreten des Vorraums erwartet, sind die funkelnden Glaspailletten. Die tellergroßen Glaskreise, die in die Wände und Decken des Eingangsbereiches und der Tube eingelassen sind, spiegeln die Lichtreflexe und schaffen auf diese Weise ein besonderes Raumgefühl.

Ein Teil der Architektur

Auf der LED-Wand werden sie aufgegriffen und zum Leben erweckt: Die leuchtenden Kreise ändern in der Animation ihre Größe, kommen dem Betrachter dreidimensional entgegen oder vermengen sich mit anderen Formen, mit Kanten und Ovalen, geschwungenen Linien und Punkte-Mustern, die sich ebenfalls aus Architektur-Elementen ableiten. Beim späteren Spaziergang durch das Haus begegnet man ihnen überall wieder: in den Fenstern, an den Wänden, in den Foyers und in den Sälen. Als erweiterter Teil der Architektur greift die LED-Wand den ästhetischen Charakter des Gebäudes auf und inszeniert ihn dynamisch.

Installation zum Festival »Rising Stars« an der LED-Wand im Eingangsbereich
Installation zum Festival »Rising Stars« an der LED-Wand im Eingangsbereich © Nicolai Spieß
Eingangsbereich der Elbphilharmonie
Eingangsbereich der Elbphilharmonie © Nicolai Spieß

Die Medienfassade hat auch einen praktischen Nutzen und kündigt an, was aktuell in der Elbphilharmonie zu erleben ist. Ein Schriftband gibt tagesaktuell an, wer am Abend im Großen und im Kleinen Saal der Elbphilharmonie auftritt. Die programmatischen Festivals wie »Rising Stars« oder »Salām Syria« werden durch Motive und farbliche Stimmungen an der LED-Fassade auch nach außen hin sichtbar.

Digitale Pinnwand

Neben der architekturbezogenen Basisinstallation präsentiert die LED-Wand auch Medienkunstwerke, die eigens für die Elbphilharmonie-Fassade geschaffen werden. Hier wird verschiedenen Künstlern eine Plattform geboten, ihr Werk in Kooperation mit der Elbphilharmonie zu zeigen. So wird die LED-Fassade der Elbphilharmonie zu einem Schaufenster für aktuelles Medienkunstschaffen.

Schaufenster für Medienkunst

Bei der Entwicklung und dem Kuratieren der Medieninhalte arbeitet die Elbphilharmonie eng mit dem Medienkünstler Thorsten Bauer zusammen. Thorsten Bauer ist freier Berater, Gestalter und Gründer von URBANSCREEN, einem Kollektiv, das Medienkunst-Inszenierungen entwirft, produziert und an speziellen Orten aufführt. Bauer konzipierte zum Anlass der Eröffnung der Elbphilharmonie das erste Medienkunstwerk an der Fassade und verantwortet ebenso Regie und Dramaturgie bei der Gestaltung der architektur-orientierten Basisinstallation.

Mehr zu dem Medienkünstler Thorsten Bauer und seiner Eröffnungsinszenierung

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