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Auf großer Mission

Interview mit den Rocket Men, die die neue Reihe »Made in Hamburg« in der Elbphilharmonie eröffneten.

Die Rocket Men entwickelten sich im Frühjahr 2016 aus einer Gruppe von Freunden aus Hamburg, Leipzig und Berlin. Inspiration für ihre Musik schöpft die Band »aus der Unendlichkeit des Universums und der Freiheit des Jazz«. Und auch das Publikum wollen die sechs Jungs mit auf Raumfahrt nehmen.

Interview mit den Rocket Men

Made in Hamburg

zur neuen Reihe

Philipp Püschel beantwortet weitere Fragen

Einer eurer Songs beginnt mit einem Zitat: »Don't ever be a Rocket Man …

…ʼcause when youʼre out there, you wanna be here. And when youʼre here, you wanna be there.« – der Satz stammt vom amerikanischen Science-Fiction-Autor Ray Bradbury, aus seiner Kurzgeschichte »Der Raumfahrer«. Darin geht es um einen Astronauten, der seinem Sohn von den Ausflügen ins All erzählt – und vom Dilemma eines Raumfahrers: Wenn er im Weltall ist, hat er schlimmes Heimweh; wenn er auf der Erde ist, kann er es kaum abwarten, wieder wegzufliegen. Es ist eine sehr schöne Geschichte, aus der wir viel übernommen haben und die uns auch zum Bandnamen geführt hat.

Rocket Men

Ihr baut immer wieder Zitate als Tonschnipsel in eure Songs ein. Woher stammen die?

Viele der Schnipsel sind Original-Aufnahmen aus den NASA-Kontrollzentren. Man findet da viel im Netz, wir haben uns die Protokolle von bekannten Raumfahrtmissionen angehört, die erste Mondlandung, Apollo 13 und so weiter, und Ausschnitte daraus für die Songs verwendet.

Beim Songwriting stellen wir uns vor, dass wir aus dem Weltraum auf die Erde hinabschauen.

Philipp Püschel

Wie entsteht bei euch ein neuer Song?

Die Grundlage der Songs sind meist Erlebnisse: Im letzten Herbst waren wir zum Beispiel zusammen in Nepal und sind durch die Altstadt von Kathmandu gelaufen. Das ist wahnsinnig hektisch da, es gibt viel zu viel Verkehr und mehr Autos als Menschen. Wir haben die Geräuschkulisse mit dem Aufnahmegerät eingefangen und haben dann zu Hause versucht, das in Musik umzusetzen. Wenn wir einen neuen Song schreiben, stellen wir uns vor, dass wir in einer Rakete im Weltall sitzen und von oben auf die Dinge, in dem Fall auf Kathmandu, hinabschauen.

Rocket Men

Persönliche Astronautenfrage: Welche drei Dinge würdest du in ein Raumschiff mitnehmen, von dem du nicht weißt ob es zurückkehrt?

Ein Notizblock, eine Videokamera und ein Instrument … (kurze Pause) vermutlich eine Trompete, damit kann ich am meisten anfangen.

Die Rocket Men beim Elbjazz Festival
Die Rocket Men beim Elbjazz Festival © Björn Buddenbohm

Zum Schluss ein paar Band-Interna: Wer ist A) der größte Musik-Entdecker? B) der beste Tänzer? C) der bestfrisierte? Und wer wäre D) der beste Astronaut?

A) Valentin und ich vermutlich, wir suchen ständig nach kurioser Musik aus aller Welt. B) Valentin! Der hat mal in Brasilien gelebt, da kam er nicht drum rum. C) Lasse! D) Wenn die Band eine Crew wäre, wäre Felix auf jeden Fall der Captain.

Rocket Men

In welcher Hamburger Kneipe trifft man euch nach den Proben?

In der »Mutter« am Pferdemarkt.

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