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Musik entdecken

Aktuelle Klassik, Musik aus aller Welt, die besten Orchester, Pianisten der Extraklasse, dazu eine Orgelreihe und die Stars der weltweiten Jazz-Szene. Auch in der zweiten Saison hat die Elbphilharmonie ein Leitbild: gute Musik.

Die musikalischen Schwerpunkte der Saison 2017/18

Mirga Gražinytė-Tyla
Mirga Gražinytė-Tyla © Frans Jansen

Orchester aus aller Welt

Den größten Anteil am Spielbetrieb haben klassische Sinfonieorchester. Neben dem NDR Elbphilharmonie Orchester als Hausorchester und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg kommen zahlreiche internationale Spitzenorchester als Gäste nach Hamburg, darunter die großen Orchester aus London, Amsterdam, Cleveland und Philadelphia. Ergänzt wird die Reihe von Gastspielen deutscher Orchester aus Leipzig, Bamberg und München: Das Symphoniorchester des Bayerischen Rundfunks ist gleich für eine ganze Residenz zu Gast.

Chor des Geghard-Klosters
Chor des Geghard-Klosters

Festivals und Schwerpunkte

Musiktraditionen aus aller Welt werden bei den Elbphilharmonie Festivals unter die Lupe genommen: In dieser Saison wandert der Blick in den Kaukasus zu der vielfältigen Musik aus Georgien, Armenien und Aserbaidschan, mit »Czech it out!« widmen sich fünf Konzerte ganz der langen Musikgeschichte Tschechiens. Und bei dem neuen Format »Reflektor« wird die Elbphilharmonie ein Wochenende lang ganz einem aktuellen Künstler überlassen. Höhepunkt der Saison wird das Internationale Musikfest Hamburg, das 2018 unter dem Motto »Utopie« in seine dritte Runde geht.

Peter Eötvös
Peter Eötvös © Marco Borggreve

Aktuelle zeitgenössische Musik

In einem Konzerthaus, dessen Architektur so visionär ist wie die der Elbphilharmonie, gehört Neue Musik selbstverständlich zum Kernbereich des Programms. Eine Reihe widmet sich in dieser Saison ganz den »Monolithen« des 20. Jahrhunderts, Werken, die so monumental sind, dass sie kaum aufgeführt werden. Mit Peter Eötvös ist einer der prägenden Protagonisten der aktuellen Musik als Residenzkünstler zu Gast – gleich zum Auftakt seiner Residenz hebt er ein eigens komponiertes neues Opus aus der Taufe.

Matthias Goerne
Matthias Goerne © Marco Borggreve

Vokal Total

Auch wenn die Elbphilharmonie kein Opernhaus ist, wird hier viel gesungen: Weltklasse-Stars wie Diana Damrau, Jonas Kaufmann und Joyce DiDonato gastieren mit Arien- und Liederabenden im Großen Saal; bei sieben Konzerten ist der Bariton Matthias Goerne in unterschiedlichen Rollen zu erleben, u.a. in Hans Werner Henzes Skandal-Oratorium »Das Floß der Medusa«. Und die Reihe »Oper konzertant« bringt – wie der Name schon sagt – außergewöhnliche Opernproduktionen von Telemann, über Berlioz bis Kurt Weill in einer Fassung auf die Bühne, die sich ganz auf die Musik fokussiert: konzertant.

Daniil Trifonov
Daniil Trifonov © Dario Acosta

Klavierabende der Extraklasse

Dieses Instrument ist so vielseitig, dass es ein ganzes Orchester ersetzen kann: das Klavier. Lang ist die Liste der hochkarätigen Pianisten, die Hamburg in dieser Saison besuchen. Mit Daniil Trifonov ist einer der weltweit besten Pianisten im Portrait zu hören, Klavierlegende Murray Perahia spielt alle Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven in einem Zyklus und Größen wie Maurizio Pollini, Martha Argerich oder Sir András Schiff sind im Klavierabend zu erleben. Streng thematisch programmiert ist nach wie vor die Reihe »Pianomania«, die sich in dieser Saison der Variation widmet. 

Carminho
Carminho © Isabel Pinto

Jazz, World, Pop

Der Jazz steht mit seiner langen Tradition der Klassik in nichts nach: Während »Jazz at the Phil« mit Stars wie Chucho Valdés und Bassist Avishai Cohen im Großen Saal der Elbphilharmonie zu Hause ist, findet »Jazz Piano« wie gehabt im Kleinen Saal der Laeiszhalle statt. Und mit Benjamin Clementine ist einer der Popgrößen unserer Zeit im Großen Saal zu hören. Klassische und nicht klassische Musik aus der ganzen Welt präsentieren schließlich die Reihen »Klassik der Welt« und »Around the World«.

Elbphilharmonie Orgel
Elbphilharmonie Orgel © Maxim Schulz

Orgel pur

»Dieser Klang umarmt die Leute«, schwärmt die Titualorganistin der Elbphilharmonie Iveta Apkalna. Besonders die große klangliche und dynamische Bandbreite der Orgel im Großen Saal hat es ihr angetan. Genau diese Begeisterung dürften auch Apkalnas Organistenkollegen teilen – Kevin Bowyer etwa, der in einem achtstündigen Mammut-Konzert an den britischen Komponisten Kaikhosru Shapurji Sorabji erinnert. Der finnische Akkordeon-Punk Kimmo Pohjonen hat eine Art Doppelkonzert für sich selbst und die Orgel komponiert. Und mit Jean Guillou gibt sich der dienstälteste Pariser Titularorganist in dieser Saison die Ehre.

Jerusalem Quartet
Jerusalem Quartet © Felix Broede

Erlesene Kammermusik

Besonders gut geeignet für die Kammermusik sind die jeweils Kleinen Säle von Laeiszhalle und Elbphilharmonie. Im intimen Ambiente dieser Säle rückt man noch näher an die Musiker heran und kann die Interaktion auf der Bühne besonders gut verfolgen. Auch in dieser Saison versammeln sich in diesen Konzertreihen die Größen der Szene, mit dabei: das Belcea Quartet, das Quatuor Ebène, das Jerusalem Quartet aber auch Musiker wie Vilde Frang, Emanuel Pahud oder Nicolas Altstaedt.

Junge Ohren auf

Gute Musik für alle, heißt auch: Gute Musik für junge Ohren. Die Elbphilharmonie bietet eine Vielzahl von Kinderkonzerten, Workshops und Formaten, um die ganze Welt der Musik zu entdecken. Besonderen Wert gelegt wird dabei auf eine aktive Teilnahme nach dem Motto »Mitmachen bringt mehr Spaß als danebensitzen«. Unabhängig davon gibt es selbstverständlich auch ein eigenes vielseitiges und altersgerecht zugeschnittenes Konzertprogramm für Kinder.