Video on Demand vom 13.1.2018
verfügbar bis 14.1.2022

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Mariss Jansons

Im Gedenken an einen legendären Dirigenten: Mariss Jansons mit Strauss und Prokofjew.

»Er ist der Beste von uns allen!«, sagte Sir Simon Rattle einmal über seinen Kollegen Mariss Jansons, der 16 Jahre lang als Chefdirigent das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO) leitete. Am 1. Dezember 2019 verstarb der Lette mit 76 Jahren in seiner Heimatstadt St. Petersburg. In der Elbphilharmonie war Mariss Jansons zuvor in wechselnder Besetzung zu erleben – neben den Wiener Philharmonikern gleich viermal mit seinem Hausorchester, dem BRSO.

Auch am 13. Januar 2018, am Vorabend seines 75. Geburtstags, ließ er es sich nicht nehmen, mit seinem  »Rolls-Royce unter den Orchestern« im Großen Saal der Elbphilharmonie ein umjubeltes Konzert zu geben. Auf dem Programm: Richard Strauss’ von Nietzsche inspirierte Sinfonische Dichtung »Also sprach Zarathustra« und Prokofjews klanggewaltige Fünfte Sinfonie.

Übrigens: Eben jener Sir Simon Rattle, der so von Mariss Jansons schwärmte, wird nun – das steht seit Anfang 2021 fest – auch sein Nachfolger in München: Ab der Saison 2023/24 wird Rattle Chefdirigent des BRSO.

Mariss Jansons Mariss Jansons © Peter Meisel
Mariss Jansons am 13. Januar 2018 in der Elbphilharmonie Mariss Jansons am 13. Januar 2018 in der Elbphilharmonie © Daniel Dittus

»Ein Konzert ist wie eine kosmische Rakete: die Vorbereitung ist die erste Stufe, die Proben im Saal die zweite, aber es braucht noch eine dritte, um es in den Kosmos zu schaffen. Das Beste, was ich bieten kann, zusammen mit dem Besten, was das Orchester bieten kann.«

Mariss Jansons

Besetzung

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Dirigent Mariss Jansons

 

Programm

Richard Strauss
Also sprach Zarathustra

Sergej Prokofjew
Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100

Mariss Jansons: Biografie

Die Anfänge: Geboren 1943 im lettischen Riga als Sohn des Dirigenten Arvīda Jansons, absolvierte Mariss Jansons seine Ausbildung am Konservatorium im damaligen Leningrad in den Fächern Violine, Klavier und Dirigieren. Studien bei Hans Swarowsky und bei Herbert von Karajan folgten.

Einstand als Dirigent: 1971 machte Jewgenij Mrawinskij ihn zu seinem Assistenten bei den Leningrader Philharmonikern, den heutigen Sankt Petersburger Philharmonikern. Bis 1999 blieb Mariss Jansons diesem renommierten Orchester als ständiger Dirigent eng verbunden.

Internationale Erfolge: Von 1979 bis 2000 formte er das Oslo Philharmonic als Chefdirigent zu einem internationalen Spitzenorchester. Außerdem war er Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra (1992–1997) und Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra (1997–2004). 2003 wurde Mariss Jansons Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks sowie des BR-Chores. Von 2004 bis 2015 stand er zugleich dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam als Chefdirigent vor, das ihn 2015 zum Ehrendirigenten ernannte.

Lebenswerk: Für seine Verdienste um die Musik erhielt Mariss Jansons zahlreiche Auszeichnungen, darunter den renommierten Ernst von Siemens Musikpreis, das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern sowie die Goldene Medaille der Royal Philharmonic Society – eine der höchsten Auszeichnungen in der Musikwelt.

Film: BRSO Erinnerungen an Mariss Jansons :»Da hat man gemerkt, wie dieses Orchester ihn liebt«

Mariss Jansons / Symphonieorchester des BR
Mariss Jansons / Symphonieorchester des BR © Claudia Höhne

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